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Danke an alle Beteiligten – ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende

Wir wollen zwischen den Jahren mal auf Erreichtes zurückblicken und Danke an alle Beteiligten sagen.

Das Jahr startete bei uns mit der Vereinsgründung am 20.01.2021 und damit der Sprung in die Selbständigkeit.

Im März 2021 brachten wir über 1300 Bäume und Sträucher auf einem Garagenhof in der Buschfeldstraße und einem Spielplatz am Heinrich-Mundlos-Ring in den Boden.

Nachdem der Alt-OB Dr. Willi Polte sich bei uns gemeldet hatte und uns unterstützen wollte, hatten wir ihn kurzerhand, nachdem wir ein paar Gespräche geführt hatten, am 29.04.2021 zu unserem Schirmherrn und Ehrenmitglied ernannt.

Mitte Mai gab es dann die erste symbolische Pflanzung im Rahmen der Aktion „Blau-Weiß verwurzelt“ vor der MDCC-Arena. Dies war eine Kooperation zwischen dem 1. FCM, den Wirtschaftspartnern des Clubs und uns. Es wurden dort zwei hochstämmige Bäume gepflanzt.

Um die Bewässerung sicherzustellen, ließen wir im Juni 2021 einem Brunnen auf der Oebisfelder Straße bohren. Insgesamt haben wir in diesem Kalenderjahr an vier Arbeitseinsätzen dafür gesorgt, dass die Pflanzen, welche wir gepflanzt haben, mit ausreichend Wasser versorgt wurden. Dank des lehmhaltigen Bodens, welcher hervorragend Wasser speichert, waren mehr Einsätze zum Glück nicht nötig.

Seit dem 15.07.2021 sind wir Gründungsmitglied des Klimabündnisses in Magdeburg. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen, Vereinen und Organisationen wollen wir mit der Kommunalpolitik und der Verwaltung im Dialog für eine ökologischere Landeshauptstadt eintreten. Nur gemeinsam können wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen.

Im August 2021 schlossen wir unter dem Motto: „Einmal piksen, zweimal helfen“ eine Kooperation mit der Blutbank der Universitätsklinik Magdeburg. Seitdem ist es möglich, die Aufwandsentschädigung, welche man für die Blutspende erhält, an Otto pflanzt! zu spenden. Dies sichert uns viele Spenden und macht uns noch bekannter!

Fünf Pflanzungen an fünf Wochenenden – eine enorme Anstrengung, aber wir haben es mit viel Unterstützung geschafft!

Am ersten Novembersonntag ging es mit der Pflanzung an der MDCC-Arena los. Es folgten an den darauffolgenden Samstagen Pflanzungen am Wellener Weg und dem Elbweg 1 und bei den Magdeburger Mühlenwerken und dem Humanas Wohnpark in der Hans-Grande-Straße. Die besonderen Geschichten zu den Pflanzungen findet ihr jeweils auf unserer Seite unter aktuelles und wenn ihr die jeweilige Pflanzung anklickt.

Ohne Werkzeug geht nix, deswegen ein großes Dankeschön an die Hornbach-, Toom- und Bauhausmärkte, dass Sie uns Kreuzhacken, Spaten, Handschuhe, Tische und Schubkarren gespendet haben. Diese haben uns treue Dienste bei den Pflanzungen geleistet und werden im Frühjahr wieder zum Einsatz kommen!

Nach dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ wurden die fleißigen Helfer bei jeder Pflanzung mit leckerem und frischem Essen versorgt. Gleich zweimal gab es von unseren Partnern SUSHI Freunde und Domino`s Pizza Sushi bzw. Pizza für die ganze Mannschaft. Damit für jeden Geschmack etwas dabei war, haben sie jeweils eine Auswahl quer durch die Speisekarte für uns zusammengestellt. Das sorgte dafür, dass jeder sich stärken konnte. Im Elbweg freuten wir uns über leckere Burger von Beat Bürger.

Bei allen Pflanzungen gab es köstliche Limonaden und Punsch von Voelkel. Auch darüber haben wir uns sehr gefreut! Dazu der Geschäftsführer von Voelkel, Stefan Voelkel:

„Wirklich nachhaltiger Umweltschutz muss vor der Haustür beginnen. Darum sind lokale Baumpflanzaktionen wie die vom „Otto pflanzt! e.V.“ genau das Richtige. Sie helfen Insekten und Vögeln und schaffen gleichzeitig bei Menschen das Bewusstsein für die Themen Klimawandel und Bedrohung der Biodiversität. Das unterstützen wir gern finanziell, ich freue mich aber besonders darauf, demnächst einmal mit unserem neuen Voelkel Pflanz-Mobil in Magdeburg vorbeizukommen und persönlich Bäume zu pflanzen.“

Am 25.11.2021 fand die Verleihung des Umweltpreises der Landeshauptstadt Magdeburg im Gesellschaftshaus an der Schönebecker Straße statt. Wir durften uns freuen, in der Kategorie „Jugend und Private“ den ersten Preis überreicht zu bekommen. Diese Ehre gebührt allen, die dazu beigetragen haben!

Um das Umweltbewusstsein bei den Jüngsten zu wecken, startete am 02.12.2021 das Projekt Otto pflanzt! macht Schule“: An der Grundschule Stadtfeld (Albert-Vater-Straße) erklärten Babett und Hendrik, was Otto pflanzt! macht, was es mit dem Klimawandel auf sich hat und wie Bäume gegensteuern können. Die Doppelstunde kam bei den Kindern super an! Im Februar werden die Grundschüler dann die in der Stunde eingetopften Bäume in die Erde bringen. Wir hoffen auf eine Fortsetzung des Projektes „Otto pflanzt! macht Schule“!

Mit der letzten Pflanzung am 4. Dezember rund um den Humanas-Wohnpark an der Hans-Grade-Straße beendeten wir die Pflanzsaison 2021 und haben damit fast 7000 Bäume und Sträucher in die Magdeburger Erde gebracht. Dabei freuten wir uns über viel Prominenz: Es kamen René Wölfer, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Renate Höppner, Witwe des 2014 verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten Reinhard Höppner sowie unser Schirmherr Alt-OB Dr. Willi Polte. Sie kamen nicht einfach so, sie hatten für uns den Pokal und die Urkunde für den 2. Platz zum Reinhard-Höppner-Engagementpreis im Gepäck.

Tatkräftig packten bei der letzten Pflanzung in diesem Jahr auch die aktuellen OB-Kandidaten Simone Borris (parteilos) und Tobias Krull (CDU) mit an. Jens Rösler (SPD) hatte bereits bei der Pflanzung am 7. November aktiv mitgemacht.

Ein besonderer Dank geht – last but not least – an alle fleißigen Helferinnen und Helfer, die zusammen mit uns die mittlerweile knapp 7000 Pflanzen in die Erde gebracht haben!

Sushi und selbstgerechten Kuchen
die Beat Bürger schmecken lecker...
Pizza und Punsch zur Stärkung
Viele Spaten, viele Hände - schnelles Ende
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Aktuelles Allgemein

Reinhard-Höppner-Engagementpreis
Otto pflanzt!  erreicht den 2. Platz!

Steffen, Felix, Renate Höppner und Schirmherr, sowie Alt-OB Willi Polte

Wir sind so happy, wir sind so dankbar – denn unsere Idee trägt Früchte!

Im vergangenen Jahr „Magdeburger des Jahres“ (2. Platz), vor Kurzem 1. Platz beim Umwelt-Preis der Stadt Magdeburg (Kategorie Private) und jetzt – die besonders schöne Botschaft: Wir haben beim Reinhard-Höppner-Engagementpreis den 2. Platz gewonnen. Darüber sind wir glücklich, dafür sagen wir danke!

Gegründet als Bürgerinitiative im November 2019, folgte im Dezember das erste Gespräch mit der Stadtverwaltung. Im Sommer 2020 sind wir dann in die Öffentlichkeit gegangen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne haben wir die ersten Spenden eingesammelt. Das alles war Verwaltung, das alles war Vorspiel – doch dann ging es los:

Am 14. November 2020 haben wir dann endlich die erste Fläche bepflanzt. Eine ca. 8000 Quadratmeter große Fläche an der Oebisfelder Straße in Magdeburg-Rothensee. Das war riesig für uns – aber es hat geklappt. Im Frühjahr 2021 haben wir dann zwei weitere Flächen bepflanzt. Davon ermutigt, haben wir uns auf eigene Füße gestellt und sind von einer Bürgerinitiative, anfangs vom BUND Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. und dann vom  Klimabonus e.V. unterstützt, zum eigenen gemeinnützigen Verein geworden und haben inzwischen über 40 aktive Vereinsmitglieder.

Im November und Dezember dieses Jahres durften wir dann insgesamt weitere fünf Flächen bepflanzen. Mittlerweile haben wir knapp 7000 Pflanzen in die Erde gebracht. Dafür möchten wir uns auch bei unseren vielen Helferinnen und Helfern bedanken – eben auch jenen Menschen, die keine Mitglieder sind, aber bei einer Aktion gerne kommen und den Spaten in die Hand nehmen. Ihr seid wunderbar!

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie und Klimaschutz in Sachsen-Anhalt, sagte bei der Preisverleihung:

„Jeder neu gepflanzte Baum ist ein Stück Umweltschutz. Jeder neu gepflanzte Baum trägt ein Stück zum Klimaschutz bei. Sichert unsere Umwelt!“

Dies sehen wir als Auftrag. Das macht uns sehr stolz. Aber das, was wir erreicht haben, haben wir als Team geschafft – gemeinsam. Deshalb gilt unser Dank allen, die uns auf unserem Weg begleitet haben – und weiter begleiten: Unseren Mitgliedern, unseren Helferinnen und Helfern, den Firmen, die uns bei den Pflanzungen kulinarisch versorgt haben, den Baumärkten, die uns Geräte und Werkzeuge gespendet haben und nicht zuletzt den vielen Menschen, die einfach unsere Idee weitertragen!

Jetzt haben wir den 2. Platz beim Reinhard-Höppner-Engagementpreis erhalten.

Die Jüngeren unter euch fragen sich jetzt sicher, wer war Reinhard Höppner?

Von 1994 bis 2002 war Höppner Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Aber der Mensch Reinhard Höppner war mehr. Er war Mathematiker, Autor und SPD-Politiker, er engagierte sich ehrenamtlich vor allem in der evangelischen Kirche – zu DDR-Zeiten eine ganz wichtige Opposition gegen das Regime. Im Juni 2016 verstarb Höppner im Alter von leider gerade mal 65 Jahren. Seit 2018 verleiht die SPD-Landtagsfraktion gemeinsam mit Höppners Witwe Renate den Reinhard-Höppner-Engagementpreis.

Mehr Informationen zum Preis findet ihr hier.

In diesem Jahr dürfen wir uns über den 2. Platz beim Reinhard-Höppner-Engagementpreis freuen. Diese Ehre gebührt allen, die uns unterstützt haben, ob mit großen oder kleinen Spenden, indem sie sich bei der Organisation mit eingebracht haben, ob sie eine Fläche zur Bepflanzung zur Verfügung gestellt haben oder nicht zu vergessen, wenn ihr aktiv bei den Pflanzungen mit angepackt haben. Es ist unser gemeinsamer Verdienst!

Übrigens, von dem Preisgeld (300 Euro) werden wir – selbstverständlich – neue Baumsetzlinge kaufen.

Renate Höppner bei der Preisverleihung
Was macht Herr Polte hier vor der Kamera? Auflösung folgt unten im Film.
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Die letzte Pflanzung des Jahres –
mit viel Magdeburger Prominenz!

700 Bäume und Sträucher am Humanas Wohnpark

Kandidieren für den OB-Posten und packen gemeinsam mit an: Simone Borris (parteilos) und Tobias Krull (CDU)

Es war die fünfte Pflanzung der Saison seit Anfang November und die letzte dieses Jahres: 700 Bäume und Sträucher hat Otto pflanzt! am vergangenen Samstag rund um den Humanas-Wohnpark in der Hans-Grande-Straße in die Erde gebracht. Das Besondere: Es kam viel Magdeburger Prominenz – nicht nur zum Zuschauen!

Natürlich war Alt-OB Dr. Willi Polte vor Ort, schließlich ist er Schirmherr von Otto pflanzt!. „Deshalb habe ich heute auch meinen Schirm dabei“, witzelte Polte, es regnete nämlich gar nicht. Polte will in dieser Saison jede Pflanzung selbst in Augenschein nehmen. „Ich finde es wunderbar zu sehen, wie es bei euch immer weitergeht!“

Toll – auch die aktuellen OB-Kandidaten ließen sich sehen: Simone Borris (parteilos) und Tobias Krull (CDU); Jens Rösler (SPD) hatte bereits bei der Pflanzung am 7. November aktiv mitgemacht. Auch René Wölfer, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Renate Höppner, Witwe des 2014 verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten Reinhard Höppner ließen sich sehen.

Humanas, eine Einrichtung für Betreutes Wohnen, wurde auf Otto pflanzt! durch die FCM-Initiative „Blau-Weiß-verwurzelt“ aufmerksam, deren langjährige Sponsor sie ist. „Es stand von Anfang an außer Frage, dass wir „Otto pflanzt!“ im Wohnpark Hans-Grade-Straße Flächen zur Verfügung stellen“, sagt Fabian Biastoch, Prokurist und Firmensprecher. „Wir als Humanas leben Nachhaltigkeit jeden Tag in unseren energieeffizienten und baulich immer moderneren Wohnparks. Unser Ziel ist ein energieautarker Wohnpark. Wir freuen uns auch schon auf weitere gemeinsame Pflanzaktionen.

Das Stadtgrün liegt auch der Politik am Herzen. „Ich bin als Kind mit viel Grün aufgewachsen“, erzählt Simone Borris, heute Beigeordnete für das Dezernat V (Soziales, Jugend und Gesundheit). „Magdeburg trug vor vielen Jahren das Siegel der zweitgrünsten Stadt. Das sollte sie wieder werden! Für die Menschen, vor allem für die Kinder, muss es Ersatz für die zahlreichen gefällten Bäume geben. Ich hoffe, es gibt noch viele Magdeburger, die Otto pflanzt! voranbringen.

Dem kann der Landtagsabgeordnete Tobis Krull nur zustimmen. „Der Verein Otto pflanzt! hat mich mit seinem Engagement sehr beeindruckt. Magdeburg grüner zu machen, ist ein sehr unterstützenswerter Ansatz, der mit viel ehrenamtlichem Einsatz umgesetzt wird. Hier wird aber nicht nur ganz praktisch gehandelt, es wird auch öffentliche Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema geweckt.“

Bis Mittags hatten die 44 fleißigen Helferinnen und Helfer aller Generationen bereits sämtliche 700 Löcher gebuddelt. Dann gab es gesponsertes Mittagessen für alle, von Domino‘s Pizza und Voelkel (Limo und alkoholfreien Punsch). Natürlich haben wir auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet, 3-G-Nachweise kontrolliert, Listen geführt. Bis etwa 14.30 Uhr waren die ausnahmslos heimischen Pflanzen im Boden, darunter Stieleiche, Vogelkirsche, Mispel und Wildbirne.

Im neuen Jahr geht die Pflanzsaison weiter.

Steffen (l.) erklärt genau, wie die Bäume gepflanzt werden müssen
Alt-OB Willi Polte begutachtet die Arbeiten
Pizza und (alkoholfreien) Punsch zur Stärkung
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Humanas freuen sich über neues Grün und schauen bei der Pflanzung zu
Gute Laune zum Schluss: Jule und Heiko
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Weihnachtsgeschenke – jedes Jahr wieder eine nervige Suche

Es ist noch einige Wochen bis zum Fest der Feste hin, aber schon jetzt macht man sich Gedanken, was man seinen Liebsten zum Weihnachtsfest schenken sollte.

Der Dezember ist da, draußen ist es kalt und oftmals grau. Das Weihnachtsfest steht schon bald vor der Tür.

Es ist die Zeit der Kerzen und des herrlich duftenden Weihnachtsgebäcks.

Es ist die Zeit, in der Wir uns mit einem Tee oder einer heißen Schokolade auf die Couch kuscheln und uns endlich Zeit nehmen, Familie und Freunde anzurufen.

Es ist auch die Zeit der guten Vorsätze. Und was wäre sinnstiftender, als an Weihnachten seinen Liebsten ein wenig Stadtgrün zu schenken? Dafür haben Wir für Euch ein sinnvolles und nachhaltiges Weihnachtsgeschenk. Ihr erhaltet Eure individuelles und liebevoll gestaltetes Baumzertifikat. Wir haben drei wunderschöne Urkunden in den Abstufungen 30 €, 60 € und 90 € für euch gestaltet. Diese schicken wir euch gerne, wenn Ihr dies wollt, mit unseren Aufklebern nachhause.

Wir haben Euer Interesse geweckt? Dann einfach hier entlang.
(Die Bankverbindung für Spenden ist hier.)

Damit tragt ihr zur Begrünung unserer schönen Stadt bei.

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Otto pflanzt!  macht Schule

Ein Besuch bei der Klasse 4b

Beschriftet mit dem eigenen Namen und der Baumart stehen die Töpfe im Klassenraum auf der Fensterbank

Kinder machen nicht das, was wir sagen.
Sondern das, was wir tun.“

Jesper Juul (1948-2019),
dänischer Sozialpädagoge und Sachbuchautor

Die Grundidee von Otto pflanzt!  ist, selbst etwas zu tun, anstatt zu reden – oder darauf zu warten, dass die Politik etwas tut. Denn jeder Mensch kann etwas tun. Das wollten wir zeigen – den Kindern.

Ein Donnerstagmorgen, 9.30 Uhr, Grundschule Stadtfeld an der Albert-Vater-Straße. Wir – Babett und Hendrik – sind verabredet mit der Klasse 4b und ihrer Lehrerin Jeannette Kühnel.

Wir sind doppelt geimpft, ein Test ist auch vorgeschrieben. Die Klasse hat 23 Kinder, drei sind leider krank. Unser Ziel: Wir möchten Mädchen und Jungs zeigen, was Otto pflanzt! macht und erklären, was es mit dem Klimawandel auf sich hat, wie Bäume gegensteuern können. Und: Wir wollen mit den Kindern Bäume pflanzen!

Im Gepäck haben wir: Einen Stick mit unserer Präsentation, zwei Kübel mit Erde, 23 Schaufeln, 23 Töpfe samt Aufkleber zum Beschriften, 23 Bäumchen (Eiche, Eberesche/Vogelbeere, Kornelkirsche) und – jawohl, ein wenig Lampenfieber.

Dann geht’s los, erst ein wenig Theorie, wir stellen uns und unseren Verein kurz vor. Dann reden wir über Bäume. Wie lange braucht ein Baum, bis sein Stamm einen Durchmesser von 30 Zentimetern – also eine Lineal-Länge – hat? Die Kinder überlegen: „Vier Jahre?“ schätzt ein Mädchen. „Sechs Jahre“, glaubt ein Junge. „Vielleicht hundert Jahre?“ fragt eine Schülerin. Das Ergebnis erstaunt sie: Eine Fichte braucht 29 Jahre, eine Kastanie 55 und eine Eiche sogar 75 Jahre …

Wir erklären den Treibhaus-Effekt, eigentlich ein Segen für die Erde, sonst wär’s viel zu kalt, und dass er durch wahnsinnige Mengen Kohlendioxid in der Luft aus dem Ruder läuft. Eine Fotomontage zeigt, was passiert, wenn die Erde 3 Grad wärmer wird: An der Küste stehen 24 Meter hohe Häuser unter Wasser.

Die Kinder sind aufmerksam, stellen Fragen, erzählen, was sie erlebt oder gesehen haben – von gefällten Bäumen in ihrer Nachbarschaft, vom Einpflanzen einiger Eicheln, die Wurzeln geschlagen haben …

Und dann dürfen sie selbst pflanzen! Zuvor beschriftet jedes Kind einen Aufkleber mit seinem Namen und der Baumart. Zwischendurch große Hofpause, dann geht es auf dem Schulhof weiter: Zuerst die Wurzeln beschneiden. Dann die Bäumchen in die Töpfe, die Wurzeln mit Erde bedecken und sorgfältig andrücken, damit sie Wasser aufnehmen können.

In den nächsten Wochen stehen die Bäumchen im Klassenraum, über die Weihnachtsferien wird jedes Kind das eigene Bäumchen zu Hause pflegen. Und im Februar haben wir uns wieder verabredet: Dann fahren wir gemeinsam auf eine Pflanzfläche und setzen die Bäumchen dort ein – gut sichtbar für die Kinder, wenn sie hier vorbeikommen. Für den eigenen Garten dürften die Bäume vermutlich irgendwann doch zu groß sein…

Nachbereitung im Klassenraum, alle waschen sich erst mal die Hände. Wir verteilen noch Flyer und Otto pflanzt!-Buttons. „Das war eine ganz tolle Aktion“, lobt uns Jeanette Kühnel zum Schluss. „Wir möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken.“

Diesen Dank geben wir gern zurück: „Ihr seid eine ganz tolle Klasse! Wir bedanken uns bei euch für so viel Aufmerksamkeit und Konzentration, dass ihr alles so prima mitgemacht habt!“

Und dann haben wir noch eine Frage zum Schluss: „Dies war unser erstes Schulprojekt, wir haben so etwas zuvor noch nicht gemacht. Was meint ihr, sollten wir das in anderen Schulklassen wiederholen?“

Die Antwort kommt einstimmg – und laut: „Jaaa!“

Bitte Finger schmutzig machen! Jedes Kind pflanzt einen Baum
Natürlich müssen die Bäumchen zum Schluss sorgfältig gegossen werden
Der Schulhof ist ein prima Platz für Baumpflanzungen!
Nachbereitung im Klassenraum mit Babett (ganz rechts) und Lehrerin Jeannette Kühnel. Die Gesicher der Kinder haben wir aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht.
Schätzt mal: Nach wie vielen Jahren ist ein Baum 30 cm dick?
Die Antworten sind unterschiedlich - und überraschend!
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Noch mehr Grün für die Magdeburger Mühlenwerke

Jung und Alt packen gemeinsam mit an und bringen 500 Bäume und Sträucher in die Erde. Dabei zeigen die Älteren wie es geht und die Heranwachsenden sind begeistert, was sie alles Neues lernen konnten. 

Drei Generationen - 37 Helferinnen und Helfer bringen 500 Pflanzen in die Erde

Mit 37 Freiwilligen im Alter von 10 bis 80 Jahren bepflanzten wir am Samstag das Gelände der Magdeburger Mühlenwerke GmbH in der Alten Neustadt. Umweltschutz und Nachhaltigkeit – dafür setzt sich der Geschäftsführer Thomas Brumme ein. Es freut uns, dass wir ihn dabei unterstützen konnten. Besonders groß war die Freude, dass wir, nachdem wir zwei Tage vorher den Umweltpreis der Stadt Magdeburg in der Kategorie „Jugend und Privat“ gewonnen hatten, so viele neue Gesichter begrüßen durften! Dass wir unser Ziel, einen Baum für jeden Einwohner und jede Einwohnerin pflanzen zu wollen, nicht alleine schaffen, war uns von Anfang an bewusst. Umso größer war die Freude, dass immer mehr Magdeburgerinnen und Magdeburger mit anpacken.

Die Wolken zogen sich immer weiter zusammen, die Temperaturen waren nur wenige Grad über Null und wir sorgten für mehr Grün: Zwar fielen hin und wieder ein paar Nieseltröpfchen vom Himmel, aber dies beeindruckte unsere freiwilligen Helferinnen und Helfer überhaupt nicht. Sie packten voller Tatendrang an. An zwei Seiten des Grundstückes pflanzten wir Bäume und Sträucher in Dreierreihen. Wie immer kamen nur heimische, standortgeeignete Gewächse in die Erde: Faulbaum, Vogelbeere, Schwarzer Holunder, Kreuzdorn und ein paar weitere. Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme suchte für uns insgesamt 19 verschiedene Arten aus und legte fest, wo genau welche Pflänzchen stehen sollen, damit diese optimale Wachstumsbedingungen haben.

Über Uwe Truckenmüller haben wir auch  Mühlenwerke-Geschäftsführer Thomas Brumme kennengelernt. Beide sind naturverbundene Jäger, über diese gemeinsame Leidenschaft lernten sie einander kennen. Dabei berichtete Uwe von unserem Verein und von unserer Suche nach geeigneten Flächen, auf denen wir Pflanzungen durchführen können. Herr Brumme war von dem Projekt Otto pflanzt! begeistert und stellte eine Fläche auf seinem Firmengelände zur Verfügung, auf der wir Bäume und Sträucher auf insgesamt circa 150 Metern Länge pflanzen durften.

Ingrid zeigt den Brüdern Gabriel (12) und Alexander (10) wie es geht

Thomas Brumme legt Wert auf Nachhaltigkeit: Als Nahrungsmittelproduzent empfindet er die Abhängigkeit von Natur und Umwelt besonders stark. Durch „Grüne Oasen im Stadtgebiet“ möchte er etwas zurückgeben. Und selbstverständlich kommt in den Mühlenwerken „grüner Strom“ zum Einsatz. „Wir denken darüber nach, wie wir die Nachhaltigkeit stetig weiter verbessern können. Dies fragen auch unsere Kunden nach. Da hat es gut gepasst, das Grundstück zu begrünen“, so Brumme. Außerdem wünscht er sich, dass Kinder früh lernen, wie man richtig pflanzt.

Generationen kommen zusammen

Die Pflanzaktion wurde von einer bunten Mischung aus Freiwilligen jeden Alters besucht. Die engagierte 80-jährige Ingrid spendierte uns Weintrauben aus ihrem Garten und erklärte Interessierten einiges über das Hegen und Pflegen von Pflanzen. Außerdem freuten wir uns über die Studierenden, die an der Pflanzung teilnahmen. Jung und Alt kamen zusammen, lernten voneinander und schufen gemeinsam ein zukünftiges, kleines Ökosystem.

Ein der Besucher der Veranstaltung war ein junger Familienvater. Er buddelte und pflanzte gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Alexander (10 Jahre) und Gabriel (12 Jahre). „Magdeburg steht es gut zu Gesicht, dass die Stadt etwas verschönert wird. Ich bin stolz, sagen zu können, dass meine Söhne heute hier die Jüngsten sind. Meine Hoffnung ist, dass sie diejenigen sein werden, die sich später einmal an den Bäumen erfreuen können. Das Einzige, was mich etwas traurig macht, ist, dass, wenn man hier so etwas haben möchte, um ehrenamtliches Engagement nicht herumkommt, denn von politischer Seite passiert nichts – zumindest ist das mein Eindruck.“

Bei einer gemütlichen Mittagspause kamen die fleißigen Helfer ins Gespräch. Es gab viel zu erzählen, da ein Drittel der Teilnehmenden zum ersten Mal dabei war. Und zum Mittag wurden wir wieder ganz lieb versorgt: Sushi de Luxe brachte uns zwei große bunte Platten, und Voelkel Kisten mit leckerer Bio-Limo, dazu gab es wieder selbstgemachten Kuchen. Vielen lieben Dank!

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Otto pflanzt!  gewinnt
Magdeburger Umweltpreis!

Mit Spaten auf der Bühne: Matthias, Ingrid, Steffen, Felix und Hartwig (v. l.) nehmen für Otto pflanzt! die Urkunde entgegen
Foto: Landeshauptstadt Magdeburg

Zugegeben, ein Fünkchen Hoffnung war schon da, als wir vor zwei Wochen die Einladung zur Verleihung des Magdeburger Umweltpreises erhielten. Schließlich hatten wir uns ja im Frühjahr dafür beworben. Andererseits: Es war eine normale, gedruckte Einladungskarte, die da vor zwei Wochen kam. Eine Karte, wie sie wohl viele erhalten haben…

 Gestern, am 25. November, war es dann soweit: Verleihung des Umweltpreises im Gesellschaftshaus an der Schönebecker Straße. Drei Preis-Kategorien: „Wirtschaft“, „Forschung“ und – „Jugend und Private“, unsere Kategorie.

Spannung …

Zuerst der dritte Preis, er geht an die Solidarische Landwirtschaft Vielfeld e.V. (Solawi). Das ist ein Zusammenschluss aus Erzeugerinnen und Erzeugern ökologischer Produkte mit deren Abnehmern und Abnehmerinnen, bei der die Kosten gerecht aufgeteilt werden. Ein Projekt, von dem alle profitieren.

Die Spannung steigt.

Der zweite Preis geht an die Otto-von-Guericke-Uni für das Projekt des Nachhaltigkeits-Zertifikates NAO. Hier geht’s darum, dass die Studierenden zusätzlich zu ihrem Abschluss das Zertifikat als zusätzliche Qualifizierung erwerben können. Ein wirklich einmaliges Projekt, das übrigens maßgeblich von Juliana Hilf koordiniert und realisiert wurde – „unserer“ Jule, die auch bei Otto pflanzt!  im Vorstand ist.

Die Spannung steigt weiter: Sollten wir etwa wirklich ? Jaaa!

Der erste Preis geht an – Otto pflanzt!

Die Laudatio hält Dr. Katrin Wendt-Potthoff vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Sie sagt:

Otto pflanzt! als Initiative hat mich besonders beeindruckt. Ich selbst kenne Magdeburg seit etwa 30 Jahren (…), es kam mir am Anfang etwas grüner vor. (…) Die Initiative Otto pflanzt! hat in ihrer Bewerbung einen schönen Spruch zitiert: Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt. Schöner kann man das kaum sagen. (…) Otto pflanzt! kann eindrucksvolle Pilotprojekte vorweisen, wo alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sehen können, wie es wächst und gedeiht.“

(Hier ein Audio-Mitschnitt).

Es ist eine Auszeichnung, die uns glücklich macht – und die wir teilen möchten mit allen Menschen, die zu diesem Erfolg in den letzten Monaten beigetragen haben.

Wir sind Ende 2019 gestartet mit nichts als einer Idee und dem festen Willen, Magdeburg wieder grüner zu machen. Aus der Ohnmacht angesichts des fortschreitenden Klimawandels und Tausender verlorener Bäumen in Magdeburg entstand bei uns der Wunsch, selbst etwas zu tun – und nicht auf die Politik zu warten.

Nach ein paar ersten Treffen standen der Name „Otto pflanzt!“ und das grobe Konzept: für jeden Magdeburger und jede Magdeburgerin einen Baum zu pflanzen. Wir sind gestartet als Initiative unter dem Dach eines anderen Vereins. Seit Anfang dieses Jahres sind wir selbst als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Aus einer Handvoll begeisterter Menschen am Anfang wurde inzwischen eine Truppe von 40 Vereinsmitgliedern – und bei den Pflanzungen erfahren wir Unterstützung von Dutzenden freiwilliger Helfer und Helferinnen, von Firmen, die uns Flächen anbieten, die uns Geld spenden, uns mit Sachspenden unterstützen oder uns während der Arbeitseinsätze verpflegen. Diese Hilfe ist für uns unendlich wertvoll. Mittlerweile haben wir gut 5700 Bäume und Sträucher in die Erde gebracht, zum Jahresende werden es knapp 7000 sein.

Noch ist es ein weiter Weg bis zu unserem Ziel. Eines aber wird bereits sichtbar: dass man mit einer Idee, wenn man nur daran glaubt und sie hartnäckig verfolgt, wirklich etwas erreichen kann.

Doch es geht uns nicht nur um das Pflanzen – wir wollen auch dafür sorgen, dass wir nicht gleichzeitig immer mehr Stadtgrün verlieren. Zum Beispiel geht es um die Versiegelung wertvollen Ackerbodens am Eulenberg, um überflüssige Parkplätze, sinnlos gefällte Bäume. Diesen Dialog führen wir gemeinsam mit den anderen Mitgliedern im Klimabündnis Magdeburg bei den 1. Magdeburger Klimakreisen am 8. Dezember gemeinsam mit der städtischen Verwaltung. Und freuen uns auf spannende Zeiten, viele Pflanzaktionen und einen guten Dialog zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung!

Weitere Infos über die Preisverleihung – auch in den anderen Kategorien – auf der Website der Landeshauptstadt Magdeburg.

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Pflanzung am Elbweg 1 – für Bernd Krüger
wurde ein Herzensprojekt Wirklichkeit

Am 20.11.2021 durften wir das am Elbweg bei den Salbker Seen gelegene Grundstück von Bernd Krüger bepflanzen. Auf circa 1000 Quadratmetern seiner Grundstücksfläche setzten wir rund 900 Bäume und Sträucher ein. Mit insgesamt über 50 Helferinnen und Helfern konnten wir somit nicht nur unserem Ziel näher kommen, einen Baum oder Strauch für jede Magdeburgerin und jeden Magdeburger pflanzen, sondern auch Herrn Krüger eine große Freude machen.

Um 10 Uhr starteten wir unsere Pflanzaktion. Das heißt: So war es geplant. Bevor wir uns jedoch um die Pflanzen kümmern konnten, mussten wir zunächst uns um Tiere kümmern: Zwei Rehe waren irgendwie auf das umzäunte Grundstück gelangt.

Das Problem daran: Rehe mögen kleine Bäume und Sträucher ziemlich gern. Deshalb mögen wir Rehe lieber außerhalb unserer Pflanzungen. Also: Tore auf, Kette bilden, Rehe raustreiben … Das sagt sich leicht, die beiden hatten aber keine Lust zu gehen, schlugen Haken – und blieben. Vorerst.

Wir begannen mit der Pflanzung. Dieses Mal konnten wir uns über einen sehr weichen Untergrund freuen, die Spitzhacke brauchten wir selten. Das Löcher graben mit dem Spaten verlief daher wie am Schnürchen.

Und dann – kam von irgendwo der Ruf: Die Rehe sind raus! Offenbar war ihnen das Treiben zu viel geworden, und zum Schluss genügte es, dass ein einzelnes Mitglied sie sanft zum Ausgang drängte.

Bereits kurz nach 14 Uhr hatten wir alle 900 Pflänzchen (120 Bäume und 780 Sträucher) in der Erde – Rekordzeit!

Eine stärkende Mittagspause legten wir natürlich trotzdem ein: Die Verpflegung in Form von herzhaften Burgern (neben Hamburgern auch vegetarische und vegane Burgervarianten) wurde uns gesponsert von Beat Burger. Die Firma Voelkel versorgte uns mit leckeren Limonaden und alkoholfreiem Punsch – ein ganz dickes Dankeschön! Außerdem gab’s noch selbstgebackenen Apfelkuchen.

Für Herrn Krüger ist die Fläche ein Herzensprojekt. Er hatte das Grundstück im Jahre 2004 einer guten Freundin abgekauft und nach und nach in einen Rückzugsort für die Natur verwandelt. Bereits 100 Bäume und Sträucher hatte er inzwischen selbst gepflanzt und liebevoll gepflegt. Eine Pflanzung in dieser Größenordnung aber wäre für den 79-Jährigen zu viel geworden. Und das, obwohl er wirklich fit ist: Krüger verzeichnete bereits Erfolge bei Deutschland-, Europa- und sogar Weltmeisterschaften im Crosslauf – Altersklasse 75 bis 80. Klar, dass er auch bei unserer Pflanzaktion tatkräftig mit anpackte, grub und pflanzte, Schubkarren fuhr und sich um die Wasserversorgung fürs Angießen kümmerte. Und nebenbei machte er in seiner Küche noch den Punsch für uns warm.

Krügers großes Gartengrundstück ist eine ökologische Besonderheit. Elbnah gelegen, mit Erhebungen und Senken, einige uralte Bäume stehen darauf, ein Teich beherbergt Frösche, Fasane und viele andere Vögel sind zu Besuch … wunderbar. Jedoch setzten die Trockenjahre 2018 und 2019 einigen Pflanzen so sehr zu, dass sie eingingen. Zugleich kommt es aber auch immer wieder zu Hochwasser. „Mitte März, wenn im Riesengebirge die Schneeschmelze einsetzt, wird die Fläche überschwemmt“, berichtet Bernd Krüger. „Das kommt ungefähr alle 4 Jahre vor. Und dann immer so um den 15. März. Man kann fast die Uhr danach stellen!“

Solche Überschwemmungen von ufernahen Ökosystemen sind ein natürlicher Vorgang, der eine wichtige Rolle für den Wasser- und Nährstoffhaushalt spielt. Allerdings schieden die Senken deshalb für die Bepflanzung aus. Bei der Auswahl der Pflanzen galt es, Arten zu bevorzugen, die sowohl mit Trockenheit als auch mit gelegentlicher Nässe nicht allzu große Schwierigkeiten haben: insgesamt 6 verschiedene Baumarten (darunter Stieleiche und Eberesche) und 13 verschiedene Straucharten, wie Kornelkirsche, Vogelkirsche, Mispel und Pfaffenhütchen.

Die Finanzierung dieser Pflanzung am Elbweg wurde übrigens durch eine einzige sehr großzügige Spende sichergestellt – sie kam von unserem Vereinsmitgliedes Sven Kampfert, dem Geschäftsführer der MDTH (Magdeburger Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH): satte 2000 Euro! Vielen Dank, lieber Sven!

Übrigens: Auch historisch hat dieses Grundstück eine Bedeutung für Magdeburg: Etwa hundert Jahre lang lag das berühmte Kettenschleppschiff „Gustav Zeuner“ in der Elbe an diesem Grundstück an. Kurz nach dem Kauf des Grundstückes durch Herrn Krüger half er dabei, dass das zu diesem Zeitpunkt bereits stark verrostete und nahezu schrottreife Schiff restauriert und in den Magdeburger Handelshafen verlegt wurde, wo es heute noch als Museumsschiff zu bestaunen ist.

Packte fleißig mit an: Grundstücks-Eigentümer Bernd Krüger
Spender Sven Kampfert (l.) und Otto-pflanzt!-Gründer Steffen Tilsch
Sorgfältig setzt Carina ein Bäumchen in die Erde
Ingrid zeigt den jungen Leuten, wie's geht
Lecker! Mittags gab's gespendete Burger
Da packt die ganze Familie mit an - aber wenn's schwer wird, muss der Papa ran
Auch die Jüngsten waren konzentriert dabei
Hurra - gemeinsam haben wir's geschafft! Die Helferinnen und Helfer am frühen Nachmittag nach getaner Arbeit
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Wellener Weg: Wie lange brauchen wir
für 950 Pflanzen und 100 Meter Zaun?

Der Wellener Weg im Stadtteil Diesdorf, eine Fläche am äußersten Stadtrand, die zweite Pflanzung dieser Saison. Über 1000 Quadratmeter sind zu bepflanzen. 950 Bäume und Sträucher. Pflanzlöcher markieren, buddeln, Pflanzen rein, sorgfältig das Loch wieder schließen …

Der Vorteil: Die Fläche ist eben, nur mit Gras bewachsen. Das Problem: Die Rinde der Bäume und Sträucher ist ein gefundenes Fressen für Hasen und Rehe, heißt: Wir müssen die ganze Fläche einzäunen. 100 Meter Drahtzaun mit 1,80 Meter Höhe spannen, über 30 Zaunpfähle einschlagen … schaffen wir das an einem Tag?

Der Eigentümer der Fläche, Markus Bertram, hatte sich im Sommer bei uns gemeldet. „Wir haben uns dazu entschieden, Brachland zu kaufen, um es zur Bepflanzung zu nutzen. Die Stadtränder, speziell Diesdorf, verkommen ja immer mehr zu Betonwüsten.“

Er selbst wohnt nicht im Wellener Weg. „Aber auch in unserer Wohnstraße in Diesdorf wurden in den letzten Jahren drei Bäume, die teilweise über 100 Jahre alt waren gefällt. Wir wollten einfach etwas tun.“

Irgendwann hatte er dann einen Aufkleber von Otto pflanzt! auf einem Auto entdeckt, sich im Netz über uns erkundigt – und dann hatte er die Idee, er meldete sich und bot die Fläche zur Bepflanzung an. Ortstermin – die Sache war schnell ausgemacht.

Samstag, kurz vor zehn, das Thermometer zeigt sechs Grad, die Helfer und Helferinnen treffen ein. Zuerst die Namenslisten, Luca-App, Warn-App – das übliche Schutzprogramm, es ist ja schon Standard in Zeiten der Pandemie.

Dann Absprachen zur Organisation. Die Fläche wird vermessen, mit Öko-Sprühfarbe werden die Abstände zu den Nachbargrundstücken auf dem Boden eingezeichnet. Dann: Pflanzpunkte ausgemessen und markiert, die Pflanzen sollen gleichmäßigen Abstand haben.

Während die Einen noch messen, schnappen sich Andere einen Spaten und fangen an. Spatenbreit und spatentief, die Ansage ist einfach. Die Zahl enorm: Fast tausend Löcher müssen gebuddelt werden.

Dann kommt Uwe mit den Bäumen. Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme, der uns seit über einem Jahr fachlich und ehrenamtlich zur Seite steht, hat die Pflanzen wieder ausgesucht, eingekauft und uns zum Selbstkostenpreis überlassen. Nun wandert er über die Fläche und verteilt die Arten gezielt auf die Löcher. Baum, Strauch, Strauch, Baum … Hinter ihm warten schon wieder Aktive, um die Pflanzen liebevoll einzubuddeln.

Es fällt kaum auf, dass sich längst auch Mario Gerlich mit Frau und Töchterchen unter die Pflanzenden gemischt hat – der Chef von SushiFreunde und Sushi deluxe. Nun ist fast Mittag, und unter dem Zelt-Pavillon hat er auf den Tischen zwei große Platten Sushi spendiert. Super Lecker! Außerdem haben Mitglieder Kuchen mitgebracht, gegen den Durst steht leckere Bio-Brause bereit, gespendet von der Firma Voelkel. Super, eine solche Stärkung!

Und schon geht’s weiter. Während die einen buddeln, rollen die anderen den Drahtzaun aus, hämmern mit einer Ramme die Metallprofile in den Boden. Dann das Dilemma: Haben wir zu viele Pflanzen? Sind die Lochabstände zu groß? Jedenfalls: Der Zaun reicht nicht ganz, wenn wir unsere Pflanzen alle in den Boden bringen wollen. Also werden wir eben in Kürze noch einmal wiederkommen.

Und dann gibt es noch eine Überraschung, die hat Mario Gerlich uns mitgebracht hat. Seit Monaten können Kunden, über die beiden Lieferdienste SushiFreunde und SUSHIdeluxe Sushi bestellen und dabei selbst quasi einen Baum pflanzen, indem sie drei Euro spenden. „Und dabei sind 1656 Euro für euch zusammengekommen“, verkündet Mario.  Felix verkündet freudig: „Damit können wir 552 Bäume in die Erde bringen!“

Aber das heißt auch: 525 Menschen haben bei ihrer Sushi-Bestellung freiwillig je 3 Euro für Otto pflanzt! gespendet. WIR DANKEN EUCH!

Noch vor 16 Uhr sind wir mit unserer Arbeit fertig – es war wieder anstrengend, hat aber unheimlich Spaß gemacht. Kommenden Samstag geht es weiter, Pflanzung am Elbweg 1. Und auch die folgenden Wochenenden sind ausgebucht. „Aber im Januar, Februar und März haben wir noch Termine frei“, sagt Felix. „Vielleicht bietet uns bis dahin ja noch jemand weitere Flächen zur Bepflanzung an.“

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Pflanzung beim 1. FCM! Plötzlich hatte
Otto pflanzt!  ein paar unverhoffte Fans

Viele Hände - schnelles Ende! Die wackeren Helferinnen und Helfer von Otto pflanzt! und Blau-weiss verwurzelt vor dem Stadion

Mal ehrlich, die Frage hatte doch jeder im Hinterkopf: Tore schießen und Bäume pflanzen – was hat das denn miteinander zu tun?

Am Sonntag, vor dem Heimspiel des 1. FCM gegen Verl, war es soweit: Unter dem Motto Blau-Weiss verwurzelt haben wir auf 700 Quadratmetern Fläche vor dem Stadion 45 Bäume und 655 Sträucher gepflanzt. Voraus gingen Monate der Vorbereitung, mehr als 30 engagierte Magdeburgerinnen und Magdeburger machten mit, im Boot die Wirtschaftspartner des FCM und natürlich – die Fans.
Die Fans? Jawoll.

Sonntag, 9.30 Uhr, die ersten beiden großen Zelte waren gerade aufgebaut, da fängt es an zu regnen und der Wind wurde auch immer stärker. Um mehr Schutz in den Zelten zu haben, fuhren wir unsere Autos als Schutz für die Zelte auf die Wind-Seite. Dann legten wir los. Der Boden: für Pflanzungen eine Katastrophe. Hier muss irgendwann der Bauschutt von halb Magdeburg abgeladen worden sein. Gut, dass wir nicht nur mit Spaten, sondern auch mit Spitzhacken ausgerüstet sind.

War waren gerade zwei Stunden im Einsatz, da kam ein Van aus Staßfurt, mit sehr leidenschaftlichen Fans: Blau-weiße Trikots, Fahnen, Schals, Base Caps. Parkten auf dem Gübser Weg, sprangen raus: „Hey, was macht ihr denn hier!“ War sofort klar: Diese Jungs und das Mädel – die wohnen hier sozusagen, das ist ihr Zuhause. Und wir waren … etwas … im Weg.
„Wir pflanzen hier Bäume. Für den FCM, für Blau-Weiß, ganz offiziell, ist alles abgeklärt.“

Wie – abgeklärt? Nö, nicht mit uns, meiten sie: „Das geht nicht, das ist unser Parkplatz! Da parken wir immer!“ Und taten das auch: Sie fuhren auf den Platz neben der Pflanzfläche. „Das ist doch Unsinn, was ihr da macht! Pflanzt halt da, wo ihr keinen stört – und wo ihr keinem den Parkplatz wegnehmt.“

Irgendwie war uns das schon klar: Hier geht‘s um Sport, da kommen Fans. Wir buddeln Bäume ein. Auch noch am Parkplatz. Wozu? Was haben Bäume mit Fußball zu tun? Wer soll das verstehen? Die Fans?

Wir pflanzen hier knapp 700 Bäume und Sträucher. Der 1. FCM finde das jedenfalls toll, deshalb gibt es das Projekt Blau Weiß verwurzelt. Weil wir alle in Magdeburg verwurzelt sind. Weil wir zum FCM stehen. Und weil wir, Otto pflanzt!, etwa tun wollen fürs Klima. Unser aller Klima. Zusammen mit unserem FCM.

Das haben wir versucht zu erklären. Aber die Jungs waren nicht gerade überzeugt. „Macht das dann wenigstens so, dass keine Parkplätze verloren gehen.“ Hey, Leute – die Parkplätze reichen immer noch aus! Es sind genug!

Und als wir ihnen erzählten, dass am Morgen auch Tim Sechelmann und Sirlord Conteh (für Nichtwissende: zwei hervorragende Spieler des Vereins) bereits tatkräftig mit angepackt und mehrere Pflanzlöcher gebuddelt hatten, war das Eis gebrochen: Okay, Leute, wo sind denn die Spaten?“

Spaten hatten wir ruck-zuck am Start, Spitzhacken auch (bei dem steinigen Boden war das unbedingt nötig), und die sechs Staßfurter fingen an zu buddeln, man sah: wahre Fan-Power!

Ist ja klar: Echte Fans, die in ihrem Stadion „wohnen“, die lassen es sich natürlich auch nicht nehmen, selbst „ihr“ Grundstück mit einzurichten. An dieser Stelle: Danke, Leute!

Die Magdeburger unterstützen das Projekt längst viel selbstverständlicher. Beispiel Enriko Dietmar, der seit vielen Jahren kein Heimspiel verpasst hat, packte vor dem Spiel zusammen mit seinen beiden Söhnen mit an und freute sich darüber, selbst mehrere Bäumchen in die Erde zu bringen. Enrico: „Für mich war es heute doppeltes Glück! Vormittags konnten wir etwas Gutes für unsere Heimatstadt tun und nachmittags haben wir uns gefreut, dass unser Club 2:0 gegen Verl gewonnen hat.“

Ein großes Dankeschön bekam auch Otto pflanzt! von Blau Weiß verwurzelt. „Wir wünschen eurem Verein für die zukünftigen Herausforderungen alles Gute“, so Stephan Lietzow, Leiter Marketing & Vertrieb vom 1. FCM. Und wir freuen uns, dass alles so wunderbar geklappt hat – es war nämlich kompliziert: Da die Fläche vor dem Stadion von der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg, der MVGM, verwaltet wird, mussten wir uns an die Messegesellschaft wenden – und rannten offene Türen ein. „ Die MVGM unterstützt das Projekt gern, um einen Beitrag für mehr Stadtgrün und damit zur Klimaverbesserung zu leisten“, sagt MVGM-Geschäftsführer Steffen Schüller.

Und auch die Politik ließ sich am Sonntag sehen: Über drei Stunden lang schwitzte Stadtrat Jens Rösler (SPD) auf der Fläche mit Hacke und Spaten: „Ich unterstütze Otto pflanzt, weil es wichtig ist, viele Bäume nachzupflanzen, weil das Pflanzendefizit sehr groß ist in Magdeburg.“

Nach getaner Tat: Auf einem Stück der Grünfläche vor dem FCM-Stadion wachsen nun Bäume und Büsche
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Eicheln, Nüsse und Kastanien: So
pflanzen Tiere einen neuen Wald

Walnüsse, Eicheln, Haselnüsse und andere Leckereien: Im Herbst gibt es ein reichhaltiges Nahrungsangebot für verschiedene Tiere. Krähen, Eichhörnchen und Eichelhäher sind in der Lage, größere Früchte und Nüsse fortzutragen, die sie dann teilweise als Wintervorrat vergraben. Denn Nüsse und Eicheln sind voller Nährstoffe wie Proteine und Öle. Nur: Häufig kommt es vor, dass die Tiere diesen Vorrat später gar nicht wiederfinden. Das ist kein „Versehen“ der Natur – sondern hat einen Sinn: So tragen die Tiere – besonders oft Vögel – zur Verbreitung von Bäumen und Sträuchern bei.

Vögel als Baumpflanzer? Die können uns prima helfen! Auf diese Idee kam Daniel Müller-Habbel, Revierleiter im Staatswald Eckenhagen (Bergisches Land). Die Herausforderung war eine Wiederaufforstung großer Flächen nach dem verheerenden Sturm Kyrill. Der Förster sammelte 600 Kilo Eicheln und Bucheckern und deckte damit im betroffenen Gebiet über 20 „Frühstückstische“ für die Eichelhäher. Eichelhäher lieben Eicheln, sie konnten gar nicht widerstehen und sackten alles ein, was sie wegtragen konnten. Sie futterten sich satt, vergruben Vorräte und – vergaßen einen Teil. Im Frühjahr begann so die Entstehung eines neuen Waldes, geschaffen mit Hilfe der Vögel …

Wie der Name schon sagt: Der Eichelhäher liebt Eicheln - und hilft mit seinen Vorräten bei der Aufforstung

Die Wirkung der Winterkälte auf Samen

Wurde ein Wintervorrat in der Erde vergraben, fangen die Samen in der Regel nicht sofort an zu keimen. Das ist gut so: Sonst würden die zarten Pflänzchen beim nächsten Frost erfrieren. Deshalb sind in unserer Klimazone viele Pflanzenarten „Kaltkeimer“: Die Samen dieser Arten müssen erst über einen längeren Zeitraum hinweg Kälte ausgesetzt sein, damit es zur Keimung kommt. Die Logik: Erst der Winter, danach wird gekeimt.

Gesteuert wird dieser Mechanismus maßgeblich über keimhemmende Pflanzenhormone wie die Abscisinsäure im Samenkorn. Diese Hormone werden durch eine länger andauernde Kälteeinwirkung allmählich abgebaut. Erst dann kann ein Keim – beim erneuten Temperaturanstieg im Frühling – austreiben. Und, so ganz nebenbei, ist das auch sehr ökonomisch: Es bleibt den Tieren so viel Nahrung wie sie brauchen. Und nur das, was Eichhörnchen, Eichelhäher und Co. in während der kalten Jahreszeit nicht wieder ausbuddeln, wird später keimen.

Übrigens: Die in milderem und tropischem Klima beheimateten Pflanzen müssen sich nicht vor Kälte schützen – die Samen der meisten der dort heimischen Arten sind sofort keimfähig und treiben auch ohne Kältereiz aus.

Züchten von kaltkeimenden Pflanzen aus Samen

Für das Ziehen kaltkeimender Pflanzen aus Samen gibt es verschiedene mögliche Vorgehensweisen. Die einfachste davon ist die Aussaat im Herbst. Beispielsweise können Walnüsse direkt ein paar Zentimeter tief im Balkonkasten vergraben werden. In der Winterzeit erhalten die Nüsse den benötigen Kältereiz und keimen mit ein wenig Glück im Frühjahr aus.

Allerdings gelingt die Keimung bei einem Teil der Saat nicht – das ist normal. Einige Samen bleiben einfach steril, manchmal haben  auch Würmer, Bakterien oder Pilze an den Eicheln und Nüssen geknabbert. Die keimen dann nicht mehr, bleiben im Boden und verrotten später.

Daher sollte immer eine höhrere Anzahl an Samen gesät werden als Jungpflanzen erwünscht sind. Wer also drei Walnussbäume ziehen möchte, sollte im Herbst 6 bis 7 frisch gesammelte Walnüsse im Garten oder im Balkonkasten vergraben.

Die zweite Möglichkeit für die Zucht besteht darin, den für die Keimung benötgten Reiz künstlich zu erzeugen – man spricht von Stratifikation. Bei Kaltkeimern erreicht man diese durch Kühlung der Samen über einen längeren Zeitraum hinweg. Diese Variante kann beispielsweise bei der Zucht von Wein und Lavendel angewendet werden. Hierfür werden die Samen für bis zu 12 Wochen in einem geschlossenen, mit Sand oder Torf gefüllten Gefäß den Kühlschrank gelegt. Die Aussat in die Erde erfolgt anschließend bei höheren Temperaturen.

Kastanie, Haselnuss und Walnuss gehören wie viele andere heimische Pflanzen zu den Kaltkeimern. Auch bei vielen Obstbaumarten wie Apfel und Mirabelle benötigen die Samen für die Keimung einen Kältereiz. Die meisten Gemüsesorten hingegen sind Warmkeimer, da sie in unseren Breitengraden nicht heimisch sind, sondern ursprünglich aus wärmeren Gebieten stammen. Hierzu zählen beispielsweise Gurke, Tomate, Kürbis und auch einige beliebte Kräuter wie der Basilikum

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Aktuelles Allgemein

Start in die zweite Pflanzsaison
Erster Arbeitseinsatz mit 56 fleißigen Händen​

Am vergangenen Samstag haben wir die neue Pflanzsaison eröffnet!

28 Helferinnen und Helfer haben die Fläche im Elbweg 1 bei strahlend blauem Himmel vorbereitet. Wir haben uns über so viele engagierte Unterstützer sehr freut. Domino’s Pizza  aus Magdeburg und Voelkel verpflegten die pfleißige Mannschaft dankenswerterweise!

Nach dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende“ waren wir gegen 15 Uhr fertig und hatten die 1000 qm bearbeitet.

Ein großes Dankeschön an alle!

Am 20.11.2021 bepflanzen wir die Fläche.

Da Bilder (und das schöne Video von Openeyesmedia unten) mehr sagen als 1000 Worte, hier ein paar Impressionen vom Einsatz.

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Aktuelles

Otto pflanzt! ist Mitglied im neuen Kulturbeirat der Stadt

Otto pflanzt! ist Mitglied im neuen Kulturbeirat der Stadt

Im Frühjahr hatte der Stadtrat beschlossen, zur fachlichen Unterstützung des Kulturausschusses einen beratenden Kulturbeirat zu bilden. Dieser Beirat steht nun fest – und Otto pflanzt! ist Mitglied!

Fünf Mitglieder wurden von Regina-Dolores Stieler-Hinz, der Beigeordneten für Kultur, Schule und Sport, in das Gremium berufen. Es sind: Sandy Gärtner (Theaterpädagogin, Artist e.V.), Stephan Michme (Moderator, Musiker), Robin Zöffzig (Maler, Bildkünstler), Matias Tosi (Opernsänger, Regisseure, Künstler, Leiter Grüne Zitadelle) und Felix Bosdorf als Vertreter von Otto pflanzt! e.V..

Wie waren wir zu der Ehre gekommen?

Wie ihr wisst, wurde Otto pflanzt! im vergangenen Jahr auf den 2. Platz zum Magdeburger des Jahres gewählt. Piotr Bielecki hatte mit der Schaffung der Magdeburger Lichterwelten zwar den 1. Platz gewonnen, doch da er als Pole wenig Bezug zu unserer Stadt hat, schied er für dieses Amt aus – und wir rückten nach. Also fragte der Kulturausschuss-Vorsitzende Oliver Müller uns, ob wir bereit sind, in dem Gremium mitzuwirken. Man wollte neben den Experten aus dem Kultur-Bereich auch einen „Otto-Normal“-Magdeburger vertreten sehen. Diese Einladung haben wir doch gerne angenommen!

Was ist die Aufgabe des Kulturbeirates?

Der Kulturbeirat prüft eingereichte Projektanträge zur Förderung der freien Kulturszene in Hinblick auf Qualität und Zielsetzung und beurteilt die Wirkung auf die künstlerische und kulturelle Entwicklung der Stadt. Er gilt als beratendes Gremium des Kulturausschusses des Stadtrates.

In seiner 1. Sitzung hat der Beirat bereits über verschiedene Anträge sowie die jeweilige Höhe der Projektgelder beraten, sowie eine Empfehlung an den Kulturausschuss des Stadtrates gegeben. Dieser entscheidet abschließend über die Fördermittel im  November, welche die freie Kulturszene in 2022 erhält.

v. l.n.r. Sandy Gärtner, Stephan Michme, Regina-Dolores Stieler-Hinz & Oliver Müller
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Aktuelles

Startet mit uns in die zweite Pflanzsaison!

Es ist endlich so weit, für Otto pflanzt!  beginnt die zweite Pflanzsaison!  Gemeinsam wollen wir unser Magdeburg wieder grüner machen. Sei dabei, wir freuen uns auf dich!

Damit wir besser planen können, haben wir Doodle-Listen eingerichtet. Wir bitten euch, dass ihr euch dort eintragt, damit wir ungefähr wissen, mit wie vielen helfenden Händen wir rechnen dürfen.

Hier die Übersicht:

30.10.2021 Vorbereitung Fläche Elbweg,

Elbweg 1, 39122 Magdeburg

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/pgu8n2asukdgdnby?utm_source=poll&utm_medium=link

07.11.2021 Pflanzung vor der MDCC Arena,

Heinz-Krügel-Platz 1, 39114 Magdeburg

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/q7c244dw6gxnp5vb?utm_source=poll&utm_medium=link

13.11.2021 Pflanzung Fläche am Wellener Weg (Diesdorf)

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/a2tp4h2bmqxcv6un?utm_source=poll&utm_medium=link

20.11.2021 Pflanzung Fläche am Elbweg,

Elbweg 1,39122 Magdeburg

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/cwd3k3b7sfuake9n?utm_source=poll&utm_medium=link

27.11.2021 Pflanzung Mühlenwerke,

Zum Mühlenwerk 1, 30106 Magdeburg

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/hut5a8dpmitz5qap?utm_source=poll&utm_medium=link

04.12.2021 Pflanzung Humanas Pflege GmbH & Co. KG,

Hans-Grade-Straße 127, 39130 Magdeburg

Anmeldung:

https://doodle.com/poll/xr6cknpd677pgakz?utm_source=poll&utm_medium=link

Wir freuen uns auf euch! Mach den grauen November mit uns grün!

Wenn ihr Fragen habt, schreibt gerne an info@ottopflanzt.de.

Das war bei einer Pflanzung Anfang des Jahres: Hartwig verteilt die Bäumchen in die bereits gebuddelten Löcher
Keine Angst vor Matsch! Leonie sorgt dafür, dass die Wurzeln gut in der Erde stecken
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Aktuelles

Otto presst! Der erste eigene Apfelsaft –
obwohl es eigentlich gar keine Äpfel gab …

Die Bearbeitungsstraße (Luftaufnahme von openeyesmedia.de)

Die Idee war ja total naheliegend: Vor einem Jahr haben wir an der Oebisfelder Straße Apfelbäume gepflanzt – jetzt wollten wir auch eigenen Apfelsaft pressen!
Nein, kleiner Spaß. Natürlich konnten die jungen Bäume noch nicht tragen. Sie waren beschnitten worden, damit sie im Sommer möglichst wenig Wasser verdunsten. Aber: Neben der Fläche stehen zwei alte Apfelbäume, dort wollten wir ernten. Dumm nur, dass auch an diesen Bäumen keine fünf Äpfel hingen, da war wohl jemand schneller.
Apfelsaft haben wir trotzdem gepresst – Uwe war unsere Rettung! Unser Pflanzenexperte Uwe Truckenmüller erntete für uns Aktion 50 Kilo in seinem Garten und stellte sie dem Verein zur Verfügung. Vielen Dank an dieser Stelle, lieber Uwe!
Und dann ging’s los. Es war ein fantastischer Samstagnachmittag, die Sonne lachte. Unser Aktive Ramona hatte uns eine große mechanische Presse ausgeliehen und uns im Vorfeld gut eingeführt.

Zuerst bauten wir uns eine „Produktionsstraße“ auf.

Erste Station: Die Äpfel wurden gewaschen.

Zweite Station: Äpfel zerteilen und vom Kerngehäuse befreien.

Dritte Station: ein Kurbel-Häcksler, der das Obst zerkleinerte. Diese Masse füllten wir dann in die Saftpresse.
Von außen sieht die Maschine aus wie ein kleines Fass, innen ist sie mit einem Netz ausgekleidet.

Obst rein, Deckel drauf, von oben presst ein Stempel, den man mit einer Kurbel immer weiter nach unten presst. Flasche mit Trichter drunter halten … und mit viel Kraft kurbeln.

Der frische Saft ist leider nur wenige Tage haltbar, war aber kein Problem: Der Saft war nämlich sooo lecker, dass wir die ersten Liter schon am gleichen Nachmittag getrunken haben.
Und: Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mal gemeinsam etwas zu unternehmen, was nicht mit der Planung unserer Pflanzungen zu tun hatte. Die starten im November – auch darauf freuen wir uns schon!
Und in wenigen Jahren werden wir dann tatsächlich die Äpfel von unser selbst angelegten Streuobstwiese ernten – wozu wir euch selbstverständlich einladen werden.

Bis dahin werden wir die Bäume in der Oebisfelder Straße sorgsam pflegen!

Fleißig kurbeln, unten fällt das geschredderte Obst raus
Zuerst wird das Obst geswaschen
Dann kommen die Stücke in den Häcksler
Das Matsch-Obst kommt nun in die Presse
Oben zudrehen - unten fließt der Daft raus!
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Warum wird jetzt im Herbst
der Wald so schön bunt?

(Und warum pflanzen wir nicht schon im Sommer?)

Wieso pflanzt „Otto pflanzt“ eigentlich Bäume und Sträucher im Herbst und was hat das mit buntem Herbstlaub zu tun? Ein kleiner Ausflug in die Welt der Bäume und Sträucher in der bunten Jahreszeit.

 

Während der Frühlings- und Sommermonate nehmen Bäume und Sträucher Nährstoffe und Energie über Blätter und Wurzeln auf. Das Chlorophyll in den Blättern sorgt nicht nur für eine grüne Blattfarbe, sondern ist in einem biochemischen Prozess – der Photosynthese – beteiligt, Kohlenstoffdioxid und Wasser unter Einwirkung von Sonnenlicht in Zucker und Sauerstoff umzuwandeln.

 

Die Lebensweise von Bäumen und Sträuchern verändert sich, wenn die Tage im Herbst kürzer werden: Nährstoffe und Energie müssen für die bevorstehenden Wintermonate gespeichert werden. Sommergrüne Bäume und Sträucher entziehen hierfür ihren Blättern die Säfte und transportieren sie zu den Wurzeln. Dann ist das Chlorophyll aus den Blättern überflüssig und wird abgebaut. Nun zeigen sich andere Farbstoffe, die in den Blättern enthalten sind, und sorgen für eine gelbe, orange, rote und manchmal sogar blaue oder violette Farbgebung. Aber woher kommen diese Farben?

 

Verantwortlich sind Carotinoide, etwa die Xantophylle, und die sehen nicht nur hübsch bunt aus, sondern haben eine wichtige Aufgabe: Der Umbau von Kohlendioxid mithilfe von Chlorophyll in Kohlenstoff und Sauerstoff ist ein aggressiver chemischer Vorgang, der die Zellen der Blätter schädigen könnte – und die Carotinoide schützen die Blätter davor.

Ganz zum Schluss zerfallen auch die bunten Farbstoffe, und das Laub wird braun.

 

Im Herbst liegt der Fokus auf den Wurzeln. Während die Blätter im Herbst langsam absterben, fokussieren sich die Pflanzen stärker auf ihre Wurzeln. Die wärmeren Sommermonate sind vorbei, der Boden ist allerdings noch warm. Außerdem gibt es mehr Niederschläge, die Gefahr einer Austrocknung des Bodens ist geringer. Unter diesen Bedingungen können sich die Wurzeln optimal ausbilden. Frisch gepflanzte Bäume und Sträucher können sich so in ihrer neuen Umgebung gut einwurzeln, bevor der erste Frost kommt. Im nächsten Frühjahr ist die Pflanze dann in der Lage, mit voller Kraft neu auszutreiben. Deshalb pflanzen wir die Bäumchen und Sträuchern nur von Anfang November bis Ende März.


Übrigens: Nicht alle Laubbäume und Sträucher verfärben sich im Herbst, und nicht alle Nadelbäume sind immergrün. Die Lärche beispielsweise wird gelb und verliert ihre Nadeln. Die Stechpalme hingegen trägt auch im Winter ihr grünes Laub. Ob ein Baum oder ein Strauch im Winter kahl ist, hängt mit der Widerstandsfähigkeit der Blätter oder Nadeln gegenüber den härteren Umgebungsbedingungen im Winter zusammen.

Die Blätter der robusten Stechpalme sind im Winter grün
Grünes Blattwerk eines Ahornbaumes während der warmen Jahreshälfte
Natürliche Farbstoffe wie Xantophylle sorgen für die Farbenpracht, wenn das Clorophyll abgebaut ist
Setzling zwischen Herbstlaub: Eine gute Jahreszeit für Pflanzungen
Die Nadeln von Lärchen verfärben sich im Herbst gelb und fallen ab
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Otto pflanzt! – Otto klebt!
Ihr seht uns in der ganzen Stadt …

Ob in Rothensee oder Sudenburg, in Diesdorf oder Fermersleben – überall kann man ihnen inzwischen begegnen: den kleinen  –  oder großen  –  grünweißen Aufklebern: Otto pflanzt! Auf Autos, Fahrradtaschen, Lastenrädern, an Türen …

Die Mitglieder aus unserem Team haben – selbstverständlich – schon vor ein paar Monaten ihre privaten Fahrzeuge mit den Aufklebern dekoriert. Wir möchten damit Werbung machen, in den Straßen der Landeshauptstadt und darüber hinaus – klar.

Aber wahrscheinlich am meisten zu sehen sind die (elektro-) Autos von zwei Partnern, die täglich insgesamt Hunderte von Kilometern zurücklegen:

Unsere Partner Domino`s Pizza und SUSHI Freunde / Sushi deluxe fahren mit Ihren Lieferfahrzeugen in und um Magdeburg schon seit einigen Wochen mit den schönen großen Aufklebern umher und machen so Werbung für uns. Dies freut uns besonders, nachdem die beiden Lieferdienste bereits großzügig gespendet haben und die Geschäftsführer höchstpersönlich und aktiv bei den Pflanzungen mit angepackt haben.

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie ihr einen kleinen (7 cm) oder großen (20 cm Durchmesser) Aufkleber kommt – ist ganz einfach:

Werdet Mitglied im Verein, so unterstützt ihr uns direkt und ihr erhaltet mit eurem Willkommensbrief ein paar kleine Aufkleber nach Hause geschickt. Aber auch bei der nächsten Infoveranstaltung, beim offenen Plenum oder spätestens bei der nächsten Pflanz-Party im November könnt ihr euch Aufkleber mitnehmen.

Macht mit! Gemeinsam machen wir Magdeburg wieder grüner!

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Wie wichtig ist Stadtgrün, damit es uns
gut geht? Macht mit bei dieser Studie!

Wenn wir Bäume pflanzen, hat das mehrere Gründe. Klimaschutz ist einer, die Schaffung von Lebensräumen ein zweiter, aber beim dritten – geht es um uns selbst!

Ein Spaziergang im Park bringt Energie zurück, eine grüne Umgebung macht uns glücklicher. Es ist beispielsweise bekannt, dass bereits 5 Minuten in einer grünen und natürlichen Umwelt ausreichen, um die Herzrate und den Blutdruck zu verringern sowie die Stimmung zu verbessern. Grau dagegen – das Grau der Stadt oder auch nur ein grauer Tag – drückt aufs Gemüt. Und in der Arbeitswelt belastet das besonders.

Aber warum ist das eigentlich so? Welche psychologischen Mechanismen stecken hinter diesem wohltuenden Effekt von Grün?

Darüber ist bisher wenig bekannt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Münster möchten das gerne ändern: Unter der Leitung von Micha Hilbert startet dazu jetzt eine Online-Studie, und Otto pflanzt! möchte das Projekt gern unterstützen – mit Eurer Hilfe! Gesucht werden Berufstätige ab einem Alter von 18 Jahren mit Interesse an psychologischer Forschung.

Micha erklärt: „Wir suchen insgesamt 150 Berufstätige, die uns, verteilt über zwei Wochenenden, einige kurze Online-Fragebögen ausfüllen. Der Gesamtaufwand beträgt etwa zwei Stunden. Für die Teilnahme benötigt ihr nur einen Computer oder ein Smartphone.“

Man füllt zunächst den ersten Fragebogen aus und wird dann weiter zu einer zweiten Seite geleitet, auf der man seine Mail-Adresse einträgt. Micha: „Diese beiden Schritte haben wir getrennt, damit die generierten Daten nicht 1:1 mit der Mail-Adresse in Verbindung gebracht werden können. Wir melden uns dann innerhalb von etwa zwei Tagen per Mail mit Infos zum weiteren Ablauf. Die Studie läuft noch sehchs Monate, danach rechnen wir drei Monate für die Auswertung ein.“

Hier geht’s zum ersten Teil der Studie:QR-Code

https://www.unipark.de/uc/enreco/

Eine Bezahlung dafür gibt es nicht, aber ein kleines Dankeschön: Die Uni verlost unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein paar Wunschgutscheine, außerdem gibt’s nach Abschluss einen schicken Erholungs-Guide der Uni Münster – über 40 Seiten Wissen, Tipps und Tricks rundum das Thema Work-Life-Balance.

Wie mag die Studie ausgehen? Wir sind gespannt, Ihr auch? Natürlich werden wir hier über die Ergebnisse berichten.

Bei Fragen könnt Ihr Euch direkt an Micha Hilbert wenden. Ihr erreicht ihn direkt per Mail über enreco@uni-muenster.de

Micha Hilbert von der Uni Münster leitet das Projekt
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Aktuelles

Magdeburger Kulturbrücke: Die kleine Maja
bedankte sich bei uns mit einem Bild

Auch wenn alle Beteiligten des Öfteren auf ihre Wetter-App schauten: Es war locker wolkig und ab und an schön sonnig am Samstag auf der Hubbrücke – hier hatten wir unseren Stand aufgebaut, um am 11.09.2021 im Rahmen der „Kulturbrücke“ mit Menschen ins Gespräch zu kommen und über die Aktivitäten und die Fortschritte unseres Vereins zu informieren.

Mit Partnern des Magdeburger Klimabündnis teilten wir uns einen Stand, an dem Saatbomben gebaut, Nussecken gegessen, Flyer verteilt, Sticker auf Roller geklebt und Gespräche geführt wurden. Uns ging es an diesem Tag weniger um Spenden, als eher darum, Tatkräftige zu finden, die beim Pflanzen helfen, sobald im November unsere Saison losgeht.

Dabei haben wir auch die fünfjährige Maja und ihren Vater Zoltán aus Ungarn getroffen. Sie wollten viel über Otto pflanzt! erfahren – und gerne gaben wir Auskunft. Am nächsten Tag erreichte uns über Facebook eine Nachricht, Zoltán schickte uns ein Bild, das Maja extra für uns gemalt hat! Dafür ein großes Kösz! – Dankeschön!

Uns zeigt dies, dass Natur- und Klimaschutz ein Thema ist, über das sich auch die Kleinen schon Gedanken machen. Andere Kinder wollten unsere Sticker gern auf ihre Roller kleben – kein Einspruch unsererseits, wir freuen uns über die mobile Verbreitung des Logos!

Neben vielen kurzen, aber auch einigen tiefgründigen Gesprächen wurde die Atmosphäre von Musik untermalt, die uns vom Elbufer aus erreichte, und am frühen Abend gab es dann ein lokal gebrautes Helles der Getränkefeinkost – Lecker. Der Tag kann als voller Erfolg gewertet werden, da wir viele Menschen erreicht haben, die noch nicht von Otto pflanzt! gehört haben, einige unsere Infogruppen beigetreten sind und wir direkte Zusagen zum Helfen bekommen haben.

Der Stand von Otto pflanzt!  auf der Hubbrücke war gut besucht. Von rechts: Linus, Juliana, Birgit
Wolken, aber oft auch blauer Himmel - das Wetter hat mitgespielt
242.000 Bäume für Magdeburg - unser Ziel. Helft mit!
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Aktuelles

Blutspende Einmal piksen, zweimal
helfen – wir haben mitgemacht!

Wie kann ich einen gemeinnützigen Verein wie Otto pflanzt! unterstützen ohne einen Cent? – Mit einem Piks bei der Blutbank! Damit spendet man sogar zweimal …
Ganz entspannt: Juliana macht's vor und knetet den Ball, das Blut fließt durch den Schlauch

Zugegeben, die Idee ist nicht neu, aber sie ist absolut klasse: Wie kann ich einen gemeinnützigen Verein wie Otto pflanzt!  unterstützen, ohne auch nur einen Cent aus dem Portemonnaie zu nehmen? – Mit einem Piks bei der Blutbank! Und damit spendet man gleich zweimal: Blut für Menschen, die es dringend brauchen, und einen Beitrag für Otto pflanzt!

Um 16 Uhr stehen wir vor der Tür von Haus 29 an der Leipziger Straße – die Blutbank der Uniklinik, fünf Leute von Otto pflanzt!.  Silke Schulze, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Blutbank, nimmt uns herzlich in Empfang. Mit ihr zusammen hatte Otto-pflanzt!-Vorstandsmitglied Juliana die Aktion geplant.

Der Hintergrund ist ernst, und dabei geht es weniger um uns und das Klima: Blutspenden retten sehr viele Leben. 80 Prozent aller Menschen, so sagt das Rote Kreuz, benötigen im Laufe ihres Lebens eine Blutspende. Aber nur drei Prozent der Bevölkerung spenden.

500 bis 600 Spenden sammelt die Blutbank der Uniklinik im Monat ein, in guten Monaten auch mal 900. „Doch um allein den Bedarf der Klinik zu decken, bräuchten wir regelmäßig mindestens 1400 Spenden“, sagt Silke Schulze.

Also, los geht’s. Zuerst das Unvermeidliche: Bürokratie. Ausweis zeigen, Fragebögen ausfüllen, Beratung durch einen Arzt. Etwas nervig, aber das hat sich die Klinik nicht ausgedacht, ist Vorschrift, zur Sicherheit. Welche Bedingungen erfüllt sein sollten, haben wir unten verlinkt, vorab schon mal dies: Zur Spende sollte man keinen leeren Magen und auch zuvor genügend getrunken haben, mindestens einen, am besten 1,5 Liter.

Dann Platz nehmen auf dem Blutspende-Sessel, Arm freimachen – pieks. Au! Aber so schlimm ist das wirklich nicht. Ein paar Röhrchen werden mit Blut gefüllt, dann ein Beutel, insgesamt opfert man 480 Milliliter. Und danach: ein paar Minuten ausruhen.

Zuvor hatte jeder hat eine Spendenkarte bekommen. 25 Euro zahlt die Klinik für das Blut, und die geben wir nun gleich weiter: Dafür liegen Aufkleber mit der Bankverbindung von Otto pflanzt! aus. Einfach aufkleben, unterschreiben und in die bereitstehende Box damit. Erledigt!

Nun darf sich jeder eine Stärkung abholen: In der „Kantine“ gibt’s ’ne Marke für den Kaffeeautomaten – und einen Picknick-Beutel: belegtes Brötchen, Saft, Joghurt, Apfel, Schokoriegel. Lecker!

Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit Prof. Dr. Hans-Gert Heuft, dem Chef der Blutbank (korrekt heißt das: Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank) im Vorgarten des Hauses. Wir berichten über unsere geplanten Aktionen – und bedanken uns noch einmal, dass er diese tolle Gemeinschaftsaktion ermöglicht hat. Aber Heuft gibt den Dank sofort zurück: „Ich finde es einfach toll, was Ihr macht.“ Und verspricht sogar, bei einer unserer nächsten Pflanzungen dabei zu sein, sofern sein Terminkalender das irgendwie ermöglicht.

Am Ende des Nachmittags steht, unabhängig von der Aktion für den Verein, steht für die meisten von uns fest: Wir kommen wieder – in etwa zwei Monaten dürfen wir das nächste Mal spenden. Macht auch Ihr mit!

Infos zur Blutbank und zum Blutspenden gibt’s hier: http://www.itib.ovgu.de/Spendearten/Blut.html)

P.S.: Wir hatten geschrieben, dass wir fünf Leute waren – zu sehen sind aber nur vier. Der Fünfte ist Felix, der leider nicht spenden durfte, er hat die Fotos gemacht.

Nach der Spende ein informatives Gespräch im Vorgarten der Blutbank: Linus, Juliana, Prof. Dr. Heuft, Hendrik und Matthias (v. l.)