Die Pflanzen

Wir pflanzen grundsätzlich standortheimische Gehölze. Das sind Bäume und Sträucher, die in Deutschland heimisch und zugleich für den jeweiligen Standort geeignet sind. Wir beziehen unsere Pflanzen aus der Region. Die Anzahl der Arten, die wir auf einem konkreten Grundstück pflanzen, ist abhängig von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche. Auf kleineren Flächen sollen es mindestens fünf Arten sein, auf größeren Flächen entsprechend mehr.

Hier zeigen wir euch ein paar Beispiele von Gehölzen, die wir pflanzen. 

Feldahorn (Acer campestre)

Wuchshöhe: 10 - 15 m
Futterpflanze für: zahlreiche Schmetterlingsarten, Sand-, Mauer- und Schmalbienen, 15 Vogelarten

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Wuchshöhe: 1,5 - 5 m
Futterpflanze für: Schmetterlinge, Sand-, Furchen- und Schmalbienen, 24 Vogelarten, Käfer, Säugetiere

Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis)

Wuchshöhe: 1 - 4 m
Futterpflanze für: zahlreiche Schmetterlingsarten, 21 Vogelarten, Wildbienen und Hummeln

Hasel (Corylus avellana)

Wuchshöhe: 2 - 6 m
Futterpflanze für: zahlreiche Schmetterlingsarten, u.a. die Haseleule, Käfer, 10 Vogelarten, Säugetiere, u.a. die Haselmaus

Hainbuche (Carpinus betulus)

Wuchshöhe: bis 25 m
Futterpflanze für: Schmetterlinge, Mauerbienen, Käfer, Vögel, Säugetiere

Holzapfel (Malus sylvestris)

Wuchshöhe: 3 - 6 m
Futterpflanze für: Bienen, Säugetiere, Vögel

Alles Wichtige, kurz erklärt

Uns erreichen immer wieder Anfragen wie „Könnt ihr uns 2-3 Bäume spenden?“, „Könnt ihr nicht dort einen Baum pflanzen?“ oder „Wir haben hier einen Setzling – braucht ihr den?“.

Bei „Otto pflanzt!“ handelt es sich um ein kleines Team, welches im großen Stil großflächige Pflanzungen durchzuführt. Es besteht die Gefahr, dass wir uns in kleineren Pflanzungen aufreiben. 

„Otto pflanzt!“ ist satzungsgemäß auch dem Naturschutz verpflichtet. Deshalb pflanzen wir nur heimische Gehölze aus zertifizierter Herkunft. Der Grund: Unsere Vögel, Insekten und all die anderen heimischen Tiere sollen ebenfalls einen Nutzen aus unseren Pflanzungen haben.

Da aber jeder Baum zählt – vor allem in der Stadt – hat sich die BUND e.V.-Kreisgruppe Magdeburg angeboten zu helfen. Der BUND betreibt mit dem Ökogarten eine kleine Baumschule, in der Bäume abgegeben bzw. zum selbst pflanzen abgeholt werden können. Außerdem betreut der BUND kleine Flächen und Aktionen in der Stadt, an denen Pflanzungen stattfinden können. Falls ihr also Pflanzen übrig habt oder vor eurer Haustür dringend ein paar Bäume fehlen oder Ihr gern Baumpate für einen oder einzelne Bäume werden möchtet, meldet euch bei:
vorstand@bund-md.net
Tel: 01575-0002294 (Hartmut Koblischke)

Ursprünglich hatten wir mit nur 3 Euro pro Baum kalkuliert. Durch die Dürre waren wir gezwungen, die Setzlinge mit Holzhackschnitzeln gegen Verdunstung zu schützen, dadurch ist der Preis gestiegen.

Tatsächlich klingen 4 Euro – je nachdem, wer gefragt wird – viel oder wenig. Wir pflanzen 2-3 jährige Bäumchen und Sträucher, diese sind relativ günstig zu bekommen. Der Rest der Kosten wird für die Pflanzvorbereitung und unsere Kommunikation (Webseite, Flyer, Transport, Holzhackschnitzel, Wasser usw.) genutzt.

ABER #TEAMTREES PFLANZT DOCH BÄUME FÜR 1 Dollar, oder?
Ja, es geht auch günstiger –  aber kaum in Deutschland. In Afrika und Asien bekommt man einen Baum schon für wenige Cent in den Boden, da dort die Setzlinge günstiger und die Pflegekosten niedriger sind.

WARUM VERLANGT “MEIN BAUM FÜR MAGDEBURG” 390 Euro PRO BAUM?
Durch die stadteigene Aktion werden große Bäume (3m +) mit entsprechendem Wurzelballen und einem Holzskelett gepflanzt. Diese sind sehr viel teurer in der Anschaffung, und das Pflanzen ist nur mit großen Maschinen möglich. Das ist eine vollkommen andere Herangehensweise als wir sie anstreben.

WARUM SOLLTEN WIR BEI EUCH UND NICHT WOANDERS SPENDEN?
Letztlich ist uns egal, welche Organisation Geld erhält – wichtig ist, dass Bäume gepflanzt werden! Im Raum Magdeburg handelt es sich aber um die größte derartige Aktion mit lokalem Ansatz. Wenn ihr die Bäume also hier sehen wollt, spendet an Otto pflanzt!

Wir verwenden 2-3 jährige Baumsetzlinge, die wir aus einer regionalen Baumschule beziehen. Knapp 72,6 % der Gelder gehen in das Pflanzmaterial und in die mit der Pflanzung verbundenen Kosten wie Bodenvorbereitung, Pflanzwerkzeuge, Flächenakquise, Pflanzplanung und Pflegekonzepte.

14,8 % der Gelder sind für die nachhaltige Pflege (z.B. Holzhackschnitzel als Schutz gegen Verdunstung oder Gießmaßnahmen auf selbstbetreuten Flächen) vorgesehen – denn was nützt eine Pflanzung, wenn der Baum schon im ersten Jahr vertrocknet?
Pflanzen und Pflege machen zusammen also knapp 87,4 Prozent aus. (Stand: Frühjahr 2023)

Weitere 7,3 % gehen in die Vereinskosten, wie Vereins-Haftpflichtversicherung, Kommunikation, Kontoführung und Marketing (diese Webseite, Flyer).

Für Bildungsprojekte – zum Beispiel für Vorträge und Pflanzungen mit Schülerinnen und Schülern – wurden in der Vergangenheit rund 4,9 % ausgegeben.

In die politische Arbeit – unsere Mitwirkung beim Klimabündnis, das unser Verein mit ins Leben gerufen hat, fallen 0,35 % an (anteilig Verwaltung, Druckkosten).

Nein. Wir bringen alle Bäume und Sträucher gemeinsam bei einem oder mehreren Pflanz-Events in den Boden. Die Termine geben wir rechtzeitig bekannt. Wenn Du Zeit hast, bist Du sehr gern zum Mitbuddeln und Mitpflanzen eingeladen.

Grundsätzlich kaufen wir die benötigten Pflanzen Ende Oktober bei regionalen Baumschulen selbst ein. Diese stellen wir zur Pflanzung auf unseren Pflanzpartys zur Verfügung. Alle Helfer und Helferinnen haben dann die Möglichkeit, selbst mitzupflanzen. Ob Du nur einen Baum oder mehrere in den Boden bringst, hängt von Dir und der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Pflanzpartys ab.

Wir pflanzen bevorzugt standortheimische Gehölze. Das sind Bäume und Sträucher, die in Deutschland heimisch und zugleich für den jeweiligen Standort geeignet sind. Wir beziehen unsere Pflanzen aus der Region. Die Anzahl der Arten, die wir auf einem konkreten Grundstück pflanzen, ist abhängig von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche. Auf kleineren Flächen sollen es mindestens fünf Arten sein, auf größeren Flächen entsprechend mehr.

Der Klimawandel findet statt, die Klimazonen verschieben sich. Vegetation und Tierwelt müssen sich dem anpassen.

Es liegt vielleicht nahe, sich vor diesem Hintergrund weltweit nach Pflanzenarten umzusehen, die an die kommenden Klimaverhältnisse bereits angepasst sind. Damit erreicht man dann auch rasch eine große Artenvielfalt – die Stadt wird zum botanischen Garten.

Aber: unsere heimischen Tierarten können mit den ihnen fremden Pflanzenarten meist nichts anfangen. So werden beispielsweise die Früchte der heimischen Gewöhnlichen Berberitze von 19 Vogelarten gefressen, die Früchte der nichtheimischen Thunberg-Berberitze nur von 7 Arten.

Ziel unseres Projektes ist aber nicht nur, den Bestand an Gehölzen zu erhöhen, sondern zugleich die Tierwelt (besonders Insekten und Vögel) zu unterstützen, indem durch die Bäume und Sträucher auch Nahrung und Lebensraum bereitgestellt wird. Und hierfür sind nicht-heimische Arten deutlich weniger geeignet.

Um aber vorhersehbare Ausfälle wegen des Klimawandels dennoch möglichst auszuschließen, orientieren wir uns an der Vegetation, die bei uns an besonders warme und trockene Standorte angepasst ist. Pflanzen, von denen zu erwarten ist, dass sie mit den zukünftigen Klimabedingungen nicht zurechtkommen, werden nicht verwendet.

Wir pflanzen immer im Zeitraum von Anfang November bis März (Vegatationsruhe). In dieser zumeist auch feuchten Zeit haben die Pflanzen die besten Chancen, sich an ihrem neuen Standort zu etablieren. Die genauen Termine werden auf der Website und in unserem Newsletter bekannt gegeben.

Wenn wir sie pflanzen, sind die Bäume und Büsche ein bis zwei Jahre alt – “Baumbabys” sozusagen. Ihre Lebenserwartung ist je nach Art ganz unterschiedlich: Eichen können zum Beispiel mehrere hundert Jahre alt werden. Wir pflanzen sie für unsere Ur-Urenkel!

Büsche werden normalerweise nicht so alt, aber 40 bis 70 Jahre können sie auch erreichen. Und man kann sie immer wieder verjüngen, indem man sie etwa alle 15 Jahre stark zurückschneidet.

Boden ist ein wunderbarer Wärmespeicher. Selbst wenn die Luft schon frostig und der Boden mit Reif bedeckt ist, ist es im Untergrund noch deutlich wärmer. So können junge Bäume heimlich und ungesehen wachsen – nach unten, mit ihren Wurzeln. Über der Erde herrscht dabei Winterruhe, das heißt für die Pflanzen, dass sie nicht zugleich Kraft für das Wachstum und den Erhalt der Blätter brauchen. So können sie für den Anfang alle Kraft in die Wurzeln stecken. Deshalb ist der späte Herbst die beste Pflanzzeit (auch wenn wir manchmal kalte Finger dabei bekommen).

Die letzten Sommer haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel eine Tatsache ist und in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. Wie schon seit Jahrzehnten prognostiziert, werden die Sommer heißer und trockener, Regen ist eher im Winter zu erwarten. Die Fachleute nennen das „Winterregengebiet“ oder „Mittelmeerklima“. Dass unsere Pflanzenwelt daran nicht gut angepasst ist, sehen wir: Buchen und Linden leiden besonders stark unter dem Trockenstress.

Es gibt aber auch bei uns Pflanzen, denen solche Bedingungen nicht viel ausmachen. Das sind Arten, die natürlicherweise gern an besonders warmen, trockenen Standorten wachsen: in aufgelassenen Steinbrüchen zum Beispiel oder an sonnenbeschienenen Steilhängen. Dementsprechend wählen wir die Pflanzen für die uns zur Verfügung stehenden Flächen sorgfältig aus.

Der Aspekt der Pflege ist für die Aktion sehr wichtig. Es wäre nutzlos, Bäume in den Boden zu bringen, die dann bei ungünstiger Witterung direkt wieder eingehen. Wir haben viele Stunden in ein sinnvolles Pflanz- und Pflegekonzept gesteckt, das wir je nach Fläche gemeinsam mit dem Flächenbesitzer anpassen und vertraglich absichern. Wir unterzeichnen hierzu eine Vereinbarung mit dem Flächeneigentümer. Die Flächen bleiben im Eigentum der bisherigen Besitzer, die sich verpflichten, die gepflanzten Bäume und Büsche langfristig wachsen zu lassen.

Wir wählen unsere Bäume und Sträucher ausschließlich nach ökologischen Kriterien (geeigneter Standort, Angebot für die Tierwelt) aus. Deshalb wählen wir auch Arten, die wirtschaftlich uninteressant sind.

Außerdem wünschen wir uns, dass die von uns gepflanzten Bäume nicht bereits im Jugendalter wieder gefällt werden. Im Wirtschaftswald wird aber genau das gemacht. Die Bäume werden dort üblicherweise nach 70 bis 120 Jahren gefällt; viele haben aber eine Lebenserwartung von mehreren hundert Jahren!

Zum Glück ja! Zum Beispiel:
MeinBaum-MeinDresden.org
leipzig-pflanzt.de
iplantatree.org

Nein, die Daueraktion der Stadt Magdeburg mein Baum für Magdeburg wurde ursprünglich von Alt-OB Dr. Willi Polte ins Leben gerufen und will ausschließlich einzelne Bäume pflanzen, die bereits mehrere Meter hoch sind. Wir sehen uns auch nicht in Konkurrenz dazu, da wir eher (größere) Flächen begrünen wollen und keine einzelnen Alleen oder Baumscheiben.

Wir verwenden für unsere Pflanzungen ausschließlich wurzelnackte Pflanzen, welche nur ohne eigenes Laub umgesetzt bzw. eingepflanzt werden können. Anfang Oktober haben die Setzlinge ihr Laub voraussichtlich noch nicht abgeworfen. Bei einer Pflanzung am Einheitstag (3. Oktober) läge die Anwachs-Wahrscheinlichkeit der Bäume bei nur etwa 10 Prozent.

Otto – so hießen zwei große Persönlichkeiten der Stadtgeschichte in Magdeburg: Otto von Guericke und Otto der Große.
Auch Du bist OTTO – auch du kannst Großes vollbringen und Teil der Stadtgeschichte werden, wenn Du mit Deinem Engagement bei Otto pflanzt! der Stadt etwas für die Ewigkeit hinterlässt!