Die Pflanzen

Wir pflanzen ausschließlich standortheimische Gehölze. Das sind Bäume und Sträucher, die in Deutschland heimisch und zugleich für den jeweiligen Standort geeignet sind. Wir beziehen unsere Pflanzen aus der Region. Die Anzahl der Arten, die wir auf einem konkreten Grundstück pflanzen, ist abhängig von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche. Auf kleineren Flächen sollen es mindestens fünf Arten sein, auf größeren Flächen entsprechend mehr.

Idealerweise soll ein naturnaher & klimastabiler Mischwald entstehen – wenn es der Flächengeber zulässt sogar neuer Urwald.

Pflanzen, Bäume und Sträucher

Uns erreichen immer wieder Anfragen wie „Könnt ihr uns 2-3 Bäume spenden?„, „Könnt ihr nicht dort einen Baum pflanzen?“ oder „Wir haben hier einen Setzling – braucht ihr den?„.

Bei „Otto pflanzt!“ handelt es sich um ein kleines Team, welches im großen Stil großflächige Pflanzungen versucht durchzuführen. Es besteht die Gefahr, dass wir uns in kleineren Pflanzungen aufreiben. 

Da jeder Baum zählt – vor allem in der Stadt – hat sich die BUND e.V.-Kreisgruppe Magdeburg angeboten zu helfen. Der BUND betreibt mit dem Ökogarten eine kleine Baumschule, in der Bäume abgegeben und zum selbst pflanzen abgeholt werden können.

Außerdem betreut der BUND kleine Flächen und Aktionen in der Stadt, an denen Pflanzungen stattfinden können.

Falls ihr also Pflanzen übrig habt oder vor eurer Haustür dringend ein paar Bäume fehlen oder Ihr gern Baumpate für einen oder einzelne Bäume werden möchtet, meldet euch bei:

oder kommt zum regelmäßigen Monats-Treffen in den Ökogarten, welches an jedem 4. Freitag im Monat in der Klosterwuhne 27a stattfindet.

Wir verwenden für private Flächen 2-3 jährige Baumsetzlinge, die wir aus einer regionalen Baumschule beziehen. Die Setzlinge werden im Durchschnitt 90 Cent kosten. Insgesamt ca. 60% der Gelder gehen in das Pflanzmaterial und in die mit der Pflanzung verbundenen Kosten wie Bodenvorbereitung, Pflanzwerkzeuge, Flächenakquise, Pflanzplanung und Pflegekonzepte.
Höhere Kosten können entstehen, wenn die Flächeneigentümer (z.B. die Stadt) die Bepflanzung vorgeben und die Pflege von der Initiative übernommen werden muss. Außerdem möchten wir nicht allein Bäume pflanzen, sondern Stadtgrün ökologisch komplexer mit Gehölzen und Blühwiesen fördern. So erfordert z. B. eine neu anzulegende Streuobstwiese die Pflanzung von veredelten Hochstämmen, für eine neue Blühwiese muss ggf. der Oberboden abgeschoben werden.

Der Einsatz der Spenden ist somit bei den konkreten Projekten von vielen Faktoren abhängig und wird auf der Homepage der Initiative projektbezogen und transparent dargestellt.

20% der Gelder sind für die nachhaltige Pflege (z.B. Gießen) vorgesehen – was nützt ein Baum wenn er schon im ersten vertrocknet?

Weitere 10% gehen in die Projektnebenkosten, wie Kommunikation und Marketing (diese Webseite, Flyer) und die Crowdfunding-Gebühren.

In der Aktion haben wir einen Puffer von 10% für Unvorhergesehenes vorgesehen.

Die genauen Kostenverteilungen werden wir erst am Ende der Aktion auswerten können. Diese sind abhängig von der Anzahl der zu pflanzenden Bäume, Unterstützungen von Bürger*innen und Organisationen, Anzahl der Flächen und der damit verbundenen Anzahl der Pflanzevents.

Bleibt Geld bei der Kampagne übrig, werden wir dies für die den Bestandsschutz oder weitere Pflanzungen in Magdeburg nutzen.

Tatsächlich klingen 3€ – je nachdem wer gefragt wird – viel oder wenig. Wir pflanzen 2-3 jährige Bäumchen und Sträucher – diese sind relativ günstig (<1€) zu bekommen. Der Rest der Kosten wird für die Pflanzvorbereitung und unsere Kommunikation (Webseite, Flyer) genutzt.

Der Wert von 3 € je Baum entspricht dem Kalkulationsansatz der Dresdner Initiative „Mein Baum – mein Dresden“. Er kann eingehalten oder sogar unterschritten werden, wenn auf privaten Flächen gepflanzt werden kann und die Flächeneigentümer teilweise oder vollständig für Vorbereitung und Sicherung der Fläche aufkommen sowie die Pflege der Pflanzen übernehmen.

Höhere Kosten können entstehen, wenn die Flächeneigentümer (z. B. die Stadt) die Bepflanzung vorgeben und die Pflege von der Initiative übernommen werden muss. Außerdem möchten wir nicht allein Bäume pflanzen, sondern Stadtgrün ökologisch komplexer mit Gehölzen und Blühwiesen fördern. So erfordert z. B. eine neu anzulegende Streuobstwiese die Pflanzung von veredelten Hochstämmen, für eine neue Blühwiese muss ggf. der Oberboden abgeschoben werden.

Der Einsatz der Spenden ist somit bei den konkreten Projekten von vielen Faktoren abhängig und wird auf der Homepage der Initiative projektbezogen und transparent dargestellt.

Aber #teamtrees pflanzt doch Bäume für $1!

Ja, es geht auch günstiger – aber kaum in Deutschland. In Afrika und Asien bekommt man einen Baum schon für wenige Cent in den Boden, da dort die Setzlinge günstiger und die Pflegekosten niedriger sind.

Warum verlangt mein Baum für Magdeburg 320€ pro Baum?

Durch die stadteigene Aktion werden große Bäume (3m+) mit entsprechendem Wurzelballen und einem Holzskelett gepflanzt. Diese sind sehr viel teurer in der Anschaffung und das Pflanzen ist nur mit großen Maschinen möglich. Das ist eine vollkommen andere Herangehensweise als wir sie anstreben.

warum sollten wir bei euch und nicht wo anders Spenden?

Letztlich ist uns egal, welche Organisation Geld erhält – wichtig ist, dass Bäume gepflanzt werden! Im Raum Magdeburg handelt es sich aber um die größte derartige Aktion mit lokalem Ansatz. Wenn ihr die Bäume also hier sehen wollt, spendet an Otto pflanzt!

Nein, die Daueraktion der Stadt Magdeburg mein Baum für Magdeburg wurde ursprünglich von Dr. Willi Polte ins Leben gerufen und will eher einzelne große Bäume pflanzen. Wir sehen uns auch nicht in Konkurrenz dazu, da wir eher (größere) Flächen begrünen wollen und keine einzelnen Alleen oder Baumscheiben.

Zum Glück ja!
Im letzten Jahr haben die Dresdener von MeinBaum-MeinDresden.org 75.000 Bäume gepflanzt.
Dauerhaft spenden kann man z.B. auch bei www.iplantatree.org

Am 3.10. beträgt die Anwachswahrscheinlichkeit der Bäume ca. 10%. Wir verwenden für unsere Pflanzungen ausschließlich wurzelnackte Pflanzen, welche nur ohne eigenes Laub umgesetzt bzw. eingepflanzt werden können. Anfang Oktober haben die Setzlinge ihr Laub voraussichtlich noch nicht abgeworfen.

Entsprechend des gemeinsam erreichten Spendenstandes Ende Oktober kaufen wir die damit erreichte Anzahl an Pflanzen ein. Diese stellen wir zur Pflanzung auf unseren Pflanzpartys zur Verfügung. Jeder wird die Möglichkeit haben, selbst mitzupflanzen. Ob du nur einen Baum oder mehrere in den Boden bringst, hängt von dir und der Anzahl der Teilnehmer bei den Pflanzpartys ab.

Boden ist ein wunderbarer Wärmespeicher. Selbst wenn die Luft schon frostig ist, auch wenn der Boden schon mit Reif bedeckt ist, ist es im Untergrund noch deutlich wärmer. So können junge Bäume heimlich und ungesehen wachsen – nach unten, mit ihren Wurzeln. Über der Erde herrscht dabei Winterruhe, das heißt für die Pflanzen, dass sie nicht zugleich Kraft für das Wachstum und den Erhalt der Blätter brauchen. So können sie für den Anfang alles in die Wurzeln stecken. Deshalb ist der späte Herbst die beste Pflanzzeit (auch wenn wir manchmal kalte Finger dabei bekommen).

Nein. Wir bringen alle Bäume und Sträucher gemeinsam bei einem oder mehreren Pflanzevents in den Boden. Die Termine geben wir rechtzeitig bekannt. Wenn du Zeit hast, bist du sehr gern zum Mitbuddeln und Mitpflanzen eingeladen.

Der Klimawandel findet statt, die Klimazonen verschieben sich. Vegetation und Tierwelt müssen sich dem anpassen.

Es liegt nahe, sich vor diesem Hintergrund weltweit nach Pflanzenarten umzusehen, die an die kommenden Klimaverhältnisse bereits angepasst sind. Damit erreicht man dann auch rasch eine große Artenvielfalt – die Stadt wird zum botanischen Garten.
Allerdings können unsere heimischen Tierarten mit den ihnen fremden Pflanzenarten meist nichts anfangen.

So werden beispielsweise die Früchte der heimischen Gewöhnlichen Berberitze von 19 Vogelarten gefressen, die Früchte der nichtheimischen Thunberg-Berberitze nur von 7 Arten.

Ziel unseres Projektes ist aber nicht nur, den Bestand an Gehölzen zu erhöhen, sondern zugleich die Tierwelt (besonders Insekten und Vögel) zu unterstützen, indem durch die Bäume und Sträucher quasi Futter bereitgestellt wird. Und hierfür sind nicht-heimische Arten deutlich weniger geeignet.

Um aber vorhersehbare Ausfälle wegen des Klimawandels dennoch möglichst auszuschließen, orientieren wir uns an der Vegetation, die bei uns an besonders warme und trockene Standorte angepasst ist. Hinzu kommen die Beobachtungen des vergangenen Sommers (2019), die uns deutlich zeigen, welche Arten besonders anfällig gegen Trockenstress sind.

Pflanzen, von denen zu erwarten ist, dass sie mit den zukünftigen Klimabedingungen nicht zurechtkommen, werden nicht verwendet.

Wir wollen im Zeitraum von Ende Oktober bis Ende November 2020 pflanzen. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, werden aber baldmöglichst in unserem Newsletter bekanntgegeben.

Wenn wir sie pflanzen, sind die Bäume und Büsche ein bis zwei Jahre alt – Baumbabys sozusagen. Ihre Lebenserwartung ist je nach Art ganz unterschiedlich: Eichen können zum Beispiel mehrere hundert Jahre alt werden. Wir pflanzen sie für unsere Ur-Urenkel!

Büsche werden normalerweise nicht so alt, aber 40 bis 70 Jahre können sie auch werden. Und man kann sie immer wieder verjüngen, indem man sie etwa alle 15 Jahre stark zurückschneidet.

Die letzten beiden Sommer haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel eine Tatsache ist und in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. Wie schon seit einigen Jahrzehnten prognostiziert, werden die Sommer heiß und trocken, Regen ist eher im Winter zu erwarten. Die Fachleute nennen das „Winterregengebiet“ oder „Mittelmeerklima“. Dass unsere Pflanzenwelt daran nicht gut angepasst ist, sehen wir auch: Buchen und Linden leiden besonders schwer unter dem Trockenstress.

Es gibt aber auch bei uns Pflanzen, denen solche Bedingungen nicht viel ausmachen. Das sind Arten, die an besonders warmen, trockenen Standorten wachsen: in aufgelassenen Steinbrüchen zum Beispiel oder an sonnenbeschienenen Steilhängen.

Dem entsprechend wählen wir die Pflanzen für die uns zur Verfügung stehenden Flächen sorgfältig aus. Pflanzen, von denen zu erwarten ist, dass sie mit den zukünftigen Klimabedingungen nicht zurechtkommen, werden nicht verwendet.

Wir wählen unsere Bäume und Sträucher ausschließlich nach ökologischen Kriterien (geeigneter Standort, Futter für die Tierwelt) aus. Dadurch wählen wir auch viele Arten, deren Holz wirtschaftlich völlig uninteressant ist. Auf diese wollen wir aber nicht verzichten.

Außerdem wünschen wir uns, dass die von uns gepflanzten Bäume nicht bereits im Jugendalter wieder gefällt werden. Im Wirtschaftswald wird aber genau das gemacht. Die Bäume werden dort üblicherweise nach 70 bis 120 Jahren gefällt; sie haben aber eine Lebenserwartung von mehreren hundert Jahren!

Der Aspekt der Pflege ist für die Aktion sehr wichtig. Es wäre leider sehr nutzlos, Bäume in den Boden zu bringen, wenn alle bei ungünstiger Witterung direkt wieder eingehen würden. Wir haben viele Stunden in ein sinnvolles Pflanz- und Pflegekonzept gesteckt, das wir je nach Fläche gemeinsam mit dem Flächenbesitzer anpassen und vertraglich absichern. Wir unterzeichnen hierzu eine Vereinbarung mit dem Flächeneigentümer. Die Flächen bleiben im Eigentum der bisherigen Besitzer, die sich verpflichten, die gepflanzten Bäume und Büsche langfristig wachsen zu lassen.

Wir pflanzen ausschließlich standortheimische Gehölze. Das sind Bäume und Sträucher, die in Deutschland heimisch und zugleich für den jeweiligen Standort geeignet sind. Wir beziehen unsere Pflanzen aus der Region. Die Anzahl der Arten, die wir auf einem konkreten Grundstück pflanzen, ist abhängig von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche. Auf kleineren Flächen sollen es mindestens fünf Arten sein, auf größeren Flächen entsprechend mehr.

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