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gepflanzte Bäume

Otto heckt was aus – Otto pflanzt! startet ein Pilotprojekt 

Initiatorin Birgit gräbt Löcher
Alle, die die Pflanz-Aktionen unterstützen oder (bislang?!) am Rande verfolgen, wissen: In der Regel sind die Flächen groß – Ziel ist eine Mindestgröße von 700 m2. Eine Ausnahme macht der Verein für Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie z. B. Kitas, Schulen, Spielplätze, …
Der Grund für die pragmatische Entscheidung liegt darin begründet, dass sich das Kernteam seine Kräfte bewusst einteilen muss. Auch wenn die Mitgliederzahlen stetig steigend, ist die Anzahl der ehrenamtlich Aktiven noch überschaubar.
 
Umso bemerkenswerter ist ein
Pilotprojekt, das im Sommer 2023 auf der Mitgliederversammlung beschlossen wurde und am vergangenen frühlingshaften Samstag startete. Im Kleingarten von Christoph Franke und seiner Lebensgefährtin Patricia Kukielka wurde eine – im Otto pflanzt!-Maßstab sehr kleine Hecke gepflanzt.
Auf gerade einmal 27 Metern kamen 19 Sträucher in den Boden – allesamt einheimisch in einer vielfältigen Mischung. Ergänzend zu sonst bei den Pflanzungen eingesetzten Gehölzen wurden hier z. B. kleinwachsende Weiden (Blaugrüne-, Rosmarinblättrige- und Zweifarbige Weide – alle in ihren Wildbeständen gefährdet – letztere natürlich nur noch im östlichen Harz vorkommend) sowie verschiedene Wildrosen ergänzt.
Die Pflanzung bildet den Auftakt zu OTTO HECKT WAS AUS. Damit geht ein langgehegter Wunsch von Georg Hilbert und Birgit Schubert-Hilbert in Erfüllung. Sie haben die Aktion innerhalb des Vereins initiiert und setzen sie eigenverantwortlich um. „Unser Wunsch war es, unser Anliegen für mehr Stadtgrün in die Breite zu tragen und dabei das Erlebnis zu ermöglichen, dass es ganz und gar nicht gleichgültig ist, ob wir grüne, exotische Wüsten aus Thuja, Kirschlorbeer & Co. pflanzen oder ob wir mit der Pflanzung einheimischer Gehölze auch der heimischen Tierwelt eine Chance geben – über Nistplätze hinaus auch 

als Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und Kleinsäuger – letztlich sogar für uns selbst, da auch wir die Blüten, Blätter und Früchte etlicher einheimischer Wildgehölze nutzen können.“ erklärt Birgit Schubert-Hilbert ihr Engagement.

Früh übt sich - Sohn Oskar hilft kräftig mit
Kleingärtner Christoph Franke ist mit Begeisterung dabei
„Es stimmt uns traurig, wenn Eigentümer:innen und Nutzer:innen von Grundstücken auf wohltuendes und nützliches Grün verzichten und sich hinter Kunststoff-Flechtzäunen abschotten.“ ergänzt Georg Hilbert. „Wir alle gemeinsam sind aufgerufen, unsere Gärten und unsere Stadt lebenswert zu gestalten.“
Für die Pflanzung kleiner Hecken ist nun ebenfalls eine Bewerbung bei Otto pflanzt! möglich. Die Pflanzungen erfolgen jeweils im Herbst. „Limitiert, weil wir lediglich ein Zweierteam für die Planung und Umsetzung bilden und ausschließlich im Herbst, weil wir im Frühjahr viel Zeit in unserem eigenen naturnahen Garten benötigen.“ erklärt das neue „Team im Team“.
Aufmerksam geworden durch die Pflanzung am Gartenzaun gab es direkt eine spontane Bewerbung vom Nachbargrundstück. „Zusammen mit den bereits vorliegenden Anwärter:innen ist die nächste Pflanzsaison im Herbst damit bereits gut ausgefüllt.“ freuen sich die beiden Hecken-Botschafter:innen.
Christoph Franke, der sich ebenfalls bei Otto pflanzt! engagiert, und seine Familie begrüßen freudig das Projekt: “Ich bin stolz Teil dieses Pilotprojekts gewesen zu sein und danke den beiden für ihr leidenschaftliches Engagement. Ich würde mich freuen, wenn viele andere Menschen diesem Beispiel folgen.”