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Kinder malen mit Marcel de Well

Ein großes Bild für eine grüne Zukunft

Lieben Kunst und Natur: Leon (11), John (12), Johanna (8), Mila (9), Maren (12), Mira (8) und Marcel de Well (v. l.)

Was haben Kunst und Naturschutz miteinander zu tun? Viel! Durch die Beschäftigung mit Kunst beschäftigen wir uns mit uns selbst – und mit unserer Zukunft. Eine Zukunft, die freundlicher, grüner, lebenswert sein soll. Das betrifft die jungen Menschen ganz besonders.

Wir hatten deshalb eine Idee: Wir luden Kinder ein, zusammen mit dem Magdeburger Künstler Marcel de Well ein Bild zu malen. Ein großes Bild, das die Hoffnung auf eine große, naturnahe, gesunde Zukunft in Magdeburg ausdrückt! Titel: „Die grüne Brücke“.

Schnell fanden wir Kontakt zu Ulrike Gehle, Projektleiterin der KinderKulturTage (KiKuTa) – und auch sie war begeistert – und half uns.

Das Bild, das entstehen sollte: ein sogenanntes Trptychon, ein dreiteiliges Bild. Denn es sollte ja sehr groß werden, trotzdem müsste es aber gut zu transportieren sein. Die „Leinwand“: Drei Platten von jeweils 1,50 m Höhe und 90 cm Breite.

Am 14. September treffen wir uns mit dem Künstler Marcel und den Kindern Mila (9), Johanna  (8), Maren (12), Mira (8). John (12) und Leon (11) im Garten der Rothenseer Kirche – bei angenehmem Wetter. Marcel hat die Platten bereits vorbereitet, ausgedruckte Schablonen decken geschwärzte Teile ab, die später eben schwarz bleiben sollen. Die Kinder bekommen Schaumstoff-Rollen und Paletten mit Acryl-Farbe, dann ging’s los – je zwei Kinder an einer Platte: Unter Anweisungen rollen sie die Farben auf die Flächen.

Nach zwei Stunden ist das Gemälde fertig. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Maren (12). „Besonders toll fand ich es, den Farbverlauf für den Himmel zu machen, die verschiedenen Farbtöne.“

Vier Tage später, am 18. September, steht das dreiteilige Bild im Gesellschaftshaus am Klosterbergegarten, Präsentation auf der Abschlussveranstaltung der KiKuTa 2022 – und erntet Beifall. Auch Ulrike ist begeistert: „Ein wunderschönes Projekt, danke an alle, die mitgemacht haben!

Und was wird nun aus dem Gemälde?

Es soll gegen Ende des Jahres einen ganz prominenten Platz in der Stadt bekommen – wo, wollen wir heute noch nicht verraten. Nur so viel: Wir haben einen Ort gefunden, an dem das Bild jedes Jahr von rund 70.000 Menschen gesehen werden kann!

Hendrik und Babett von Otto pflanzt! mit Marcel an den vorbereitete Platte: Graue Schablonen decken die schwarze Stadt-Silhouette ab
Marcel verteilt die Acryl-Farben auf drei Paletten:
Zwei Kinder pro Tafel und Palette
Marcel zeigt, wie es geht, die Kinder schauen gespannt zu:
Gleich sind sie selbst die Künstlerinnen und Künstler!
Johanna (vorn) und Mila arbeiten konzentriert, Marcel leitet sie an
John gestaltet mit der Rolle die Blautöne des Himmels
Mit einem Metall-Häkchen zieht Leon die Folie ab
Marcel de Well: "Das war eine tolle Aktion - hat allen ganz viel Spaß gemacht!"
Der Himmel ist fertig - jetzt machen Mila und Johanna erst mal ein Selfie!
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Mission Stadtgrün retten!

Unser Stadtgrün leidet unter der diesjährigen extremen Trockenheit. Das ist in allen Stadtteilen zu sehen. Deswegen haben wir im Rahmen des Runden Tisches Magdegrün die Magdeburgerinnen und Magdeburger aufgerufen, unser Stadtgrün zu wässern. Als kleinen Anreiz haben wir als Verein, mit unseren Partnern einen Wettbewerb ins Leben gerufen. Da wir aber nicht nur reden möchten, sondern auch selbst anpacken, sind wir in kleinen Teams losgezogen und haben gewässert.

Hauptschwerpunkt über fünf Wochen waren die Bäume rund um die Johanniskirche. Dafür haben wir meist Brunnenwasser vom Grundstück von unseres Ehrenmitglieds Uwe Truckenmüller geholt und sind dann mit Eimern und Kanistern losgezogen, um das Wasser an die Bäume zu bringen. Dabei haben uns im Laufe der Zeit immer mehr Leute unterstützt und wir sind immer effizienter geworden. 

Von Wässerung zu Wässerung hatten wir mehr Bollerwagen, Lastenräder und mit Hängrietta einen 1a-elektrischen Anhänger fürs Fahrrad bzw. zum Laufen. Ihr fragt euch, wo wir den her haben?
Den haben wir uns ausgeliehen. Es kommt noch besser, das könnt ihr auch, schaut einfach mal bei Uncrowd Magdeburg vorbei.

Im Video seht ihr, wie Christoph  mit Hängrietta das Wasser an die Bäume bekommen hat. So hat der Wässerungseinsatz für alle Spaß gemacht!

Bei Einsätzen an der Kanonenbahn haben wir mit Hängrietta und zwei Lastenrädern Wasser von einer öffentlichen Pumpe geholt und sind zur etwa 1 km entfernten Kanonenbahn gefahren. Dabei haben wir mit einer Fahrt ganze 350 Liter transportiert bekommen. 

Übrigens haben wir die Standorte der Pumpen der gesamten Brunnen in der Stadt digitalisiert. Wir haben von der unteren Wasserbehörde die Standorte (Straßennamen) der Pumpen bekommen. Nachdem wir die Straßennamen der Pumpenstandorte hatten, haben wir mit Jens Winter die Magdeburger Twitter-Gemeinschaft aufgerufen, uns die GPS Koordinaten zu schreiben. Keine 48 Stunden später hatten wir so gut wie alle Koordinaten zusammen. Alle Punkte hat Jens Winter dann alle auf seiner Seite www.baumfreunde-md.de/home implementiert und damit wird allen die Suche nach einer öffentlichen Pumpe erleichtert! Die Geschichte dazu haben wir hier ausführlich beschrieben.

Nachdem es sich etwas herumgesprochen hatte, dass wir in Kleingruppen losziehen und Stadtgrün wässern, wurden wir von Patrick Egenwald angesprochen. Er ist Geschäftsstraßenmager in der Alten und Neuen Neustadt und ehrenamtlich bei uns engagiert. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Rothensee haben wir gemeinsam mit Patrick in der Moritzstraße, in der er auch sein Stadtteilbüro hat, gewässert. Dabei haben wir leider die Erfahrung machen müssen, dass das Wasser garnicht eindringen konnte, sondern weggeflossen ist. Da mussten wir dann mit viel Geduld den Boden erst einfeuchten und dann nachgießen.

Bei einer gemeinsamen Wässerung in Olvenstedt mit den Kindern und Jugendlichen des Treffs Mühle haben wir die Jugend für ihre Natur im Quartier sensibilisiert. Dabei haben uns Stefan Köhler, die Streetworkerin Sandra Tempel und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung unterstützt. So haben wir zwei Fliegen auf einmal geschlagen und sowohl Stadtgrün gewässert, als auch  Bildungsarbeit geleistet.

Am letzten Freitag hatten wir dann die größte öffentliche Aktionär Wässerung des Stadtgrüns durchgeführt.

Einsatzort: Die Bäume im Labyrinth an der Karl-Schmidt-Straße in Buckau. Dafür brachte die Buckauer-GWA den Stein ins Rollen.

Ihr Sprecher Patrick Jannack rief ein Nachbarschafts-Gießen ins Leben. Als wir durch die Volksstimme davon erfuhren, boten wir sofort Hilfe an. Gemeinsam schauten wir uns zunächst die Lage vor Ort an.

Wir erklärten ihm, wie wir in den vergangenen Wochen geholfen haben, das Stadtgrün zu wässern. Nach Möglichkeit verwendeten wir öffentliche Pumpen für unsere Wässerungen. Doch leider ist die Pumpe in der Nähe zurzeit defekt und kam somit für die geplante Aktion nicht in Frage. 

… deswegen lockert Christoph den Boden auf, damit der Boden das Wasser besser aufnimmt.

Um die selbst betreute Fläche an der Oebisfelder Straße wässern zu können, hat Otto pflanzt! über den Sommer von den SWM ein Standrohr zum Anschluss an einen Hydranten ausgeliehen – und das kam auch hier zum Einsatz.

Mit schwerer Technik packt die Freiwillige Feuerwehr Südost mit an

Am Freitag um 19 Uhr rückten 13 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Südost an um zu unterstützen.

Zu dem Zeitpunkt füllte sich langsam das Labyrinth mit Menschen. Nach einer kleinen Ansprache durch die GWA und einer Gieß-Einweisung durch uns begann die Aktion.

Über 50 Anwohnerinnen und Anwohner, meist junge Familien mit Kindern, packten mit an.

Livemusik und kühle Getränke von Voelkel und dem Brauhaus Brewckau sorgten für gute Laune.

Nachdem es langsam dunkel geworden war, stellten die Kameraden der Feuerwehr zwei große Lichtmasten auf.

Ich bin gerne zu der familienfreundlichen Aktion in Buckau gekommen und fand besonders daran Gefallen, wie das Verantwortungsgefühl der Kinder für ihre Umwelt über die Faszination für die Feuerwehrtechnik nachhaltig geweckt werden konnte. Diese spaßige Kombination finde ich für die Zukunft beispielhaft.

Joakim Blomquist

Spontane Unterstützung bekamen wir bei dieser Aktion durch das Autohaus Nordstadt GmbH. Mit einem Transporter und 2000 Liter Wasser im Gepäck rückten die Mitarbeiter an. Nach der Wässerung im Labyrinth, wo insgesamt 11500 Liter Wasser an die Bäume gebracht worden waren, zogen die Helferinnen und Helfer mit dem Transporter des Autohauses weiter zum Spielplatz in der Gaertnerstraße, Ecke Norbertstraße, und wässerten dort die Bäume.

Wir freuen uns übrigens, wenn sich noch mehr lokale Firmen einbringen würden, für unser Stadtgrün.

Übrigens: Das Wasser – abgesehen von den 2000 Litern – die das Autohaus Nordstadt gespendet hat, bezahlt der Verein Otto pflanzt! e.V. bei den SWM.

Die Lage im ganzen Stadtgebiet ist dramatisch, die diesjährige historische Trockenheit ist sehr vielen Bäumen im Stadtgebiet anzusehen. Wir brauchen für die nächsten Jahre ein Bewässerungskonzept, das an die sich dramatisch verändernden Klimabedingungen angepasst ist. Die nächsten Sommer werden im Durchschnitt nicht leichter für das Überleben unser Stadtbäume, dies ist Konsens in der Wissenschaft!

Das nötige Umdenken in der Pflege muss auch im Stadtgartenbetrieb Einzug halten. Stadtbäume tragen wesentlich zur Abkühlung, zum Wohlbefinden und zur Luftqualität bei. Dies müssen wir bewahren, dafür müssen wir uns einsetzen!

Es ist nicht mehr ausreichend, wenn sich die Stadt nach fünf Jahren aus der Pflege zurückzieht. Dazu muss aber der Stadtrat dem Stadtgartenbetrieb die notwendigen Mittel zu Verfügung stellen.

Wir wollen in den nächsten Jahren das Konzept solcher öffentlichen Wässerungsaktionen – als Event für die ganze Familie und auch als dezentrale Pflegepatenschaften – im Stadtgebiet ausbauen. Wir fordern  die Stadt auf, ihrer Aufgabe der Pflege von öffentlichem Stadtgrün intensiver nachzukommen. Viele Bäume in der Stadt werden das Jahr nicht überleben.

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Grün, grüner – Magdeburg!

Ein Überblick über Magdeburgs Stadtgrün und seine Pumpen

Karte Baumfreunde MD - Übersicht über Magdeburg

Ja, davon träumen wir: Wir wollen wieder einer der grünsten Städte Deutschlands werden! Damit unser Magdeburg auch in Zukunft – in Zeiten der Klimaerwärmung – lebenswert bleibt.

Doch wie viel Stadtgrün haben wir eigentlich?

Wir wollten es genau wissen und haben nachgefragt. Unser Alt-OB und Schirmherr Dr. Willi Polte hat eine Übersicht der Flächen zusammengestellt. Hier für euch die Übersicht in Zahlen:

  • 1800 ha öffentliches Grün, das durch die Stadt bewirtschaftet wird. Dazu zählen 19 gestaltete Parkanlagen, ohne Friedhöfe und straßenbegleitende Baumreihen.
  • 700 ha Kleingartenanlagen (ohne Privatgärten).
  • 1507 ha Waldfläche im Biederitzer Busch und in der Kreuzhorst.

Aber wir wollten es noch genauer wissen! Und wir sind fündig geworden: Der Informatiker und engagierte Magdeburger Jens Winter hat eine Übersicht aller Stadtbäume auf einer digitalen Karte erstellt. Unter www.baumfreunde-md.de kann man genau – in Form eines kleinen Steckbriefes – folgende Daten entnehmen:

  • Baumart
  • Gebiet
  • Pflanzjahr
  • Baumhöhe
  • Krohnendurchmesser
  • Stammumfang
  • wissenschaftlicher Name
  • Einen Link zum Wikipedia-Beitrag zur jeweiligen Baumart
Auch wir haben die öffentlichen Pumpen schon öfters verwendet

Da wir im Rahmen des Runden Tisches Magdegrün mit der Stadtverwaltung zusammen die Bevölkerung aufgerufen haben, das Stadtgrün zu wässern, und da man dazu kein Trinkwasser nutzen sollte, haben wir uns überlegt, die Pumpen im Stadtgebiet zu verwenden.

Gesagt – getan, nachdem wir diese ausprobiert haben, haben wir uns gefragt, wo überall Pumpen im Stadtgebiet zu finden sind. Deswegen haben wir die Standorte der Pumpen bei der Unteren Wasserbehörde der Landeshauptstadt Magdeburg erfragt und als Excel Übersicht zur weiteren Verfügung gestellt bekommen. Auf der Übersicht waren „nur“ die Straßen aufgeführt, in der die Pumpen stehen. Jens Winter hat deswegen über Twitter die Gemeinschaft aufgerufen, die genauen Standorte der Pumpen zu lokalisieren und ihm die Koordinaten zur Verfügung zu stellen.

Toll: Diese hatte er – dank der großartiger Magdeburger Twittercommunity – in wenigen Stunden zusammen!

Und hat dann die Pumpen auf seiner Seite

http://baumfreunde-md.de/home implementiert. 

Es gibt rund 100 Pumpen im Stadtgebiet verteilt. Davon sind ein paar (wegen z.B. Reparaturmaßnahmen) nicht angeschlossen bzw. betriebsbereit. Übrigens Jens Winter Hinweise zu den Pumpen oder allgemein seiner Seite entgegen. 

Jetzt kann jeder Interessierte auf einen Blick in der digitalen Karte sehen, wo bei ihm oder ihr in der Nähe öffentliche Pumpen zu finden sind.

Pumpe in der Annastraße Kreuzung Diesdorfer
Historische Pumpe in der Hegelstraße
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Oebi-Fläche feierlich eröffnet!

... und viel Prominenz war dabei

Oberbürgermeisterin Simone Borris und Otto pflanzt!-Vorstand Felix Bosdorf enthüllen gemeinsam das Hinweis-Schild an der Oebisfelder Straße

Was lange währt … sagt man, und das – war jetzt wirklich lange: 21 Monate ist es her, dass wir unsere allererste Fläche an der Oebisfelder Straße bepflanzt haben, genau gesagt: Heute, am Montag, 8. August 2022, waren 632 Tage vergangen.

Und heute Nachmittag haben wir sie endlich feierlich eingeweiht – mit tollen Gästen, über die wir uns riesig gefreut haben!

Kurzer Blick zurück. Es war Samstag, der 14. November 2020, als wir mit  rund 30 Leuten antraten, um zum ersten Mal eine große Fläche mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen: 58 hochstämmige Obstbäume, 800 heimische „Baby“-Bäume, dazu Hunderte von Sträuchern. Insgesamt 1866 Pflanzen kamen damals in die Erde.

Zuvor: Das Schild ist mit einem Tuch verhüllt

Gepflanzt mit Mindestabstand und Kontroll-Listen, mit Masken. Die geplante Feier fiel dann ganz der Pandemie zum Opfer. Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben!

Heute, 15 Uhr. Eine Catering-Firma hatte einen Pavillon aufgestellt. Es gab Kaffee und Kuchen, Saft und Sekt. Feierlich enthüllten Simone Borris und Otto-pflanzt!-Vorstand Felix zusammen das Schild. Die Oberbürgermeisterin hatte schon in der Vergangenheit aktiv selbst mit angepackt. „Und das werde ich auch gerne wieder tun, wenn es die Zeit zulässt. Ich finde es großartig, was Otto pflanzt! in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat.“

Auch Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner würdigte in einem Grußwort die Arbeit des Vereins, lobte besonders den Einsatz vor dem Hintergrund der Trockenheit und würdigte den Einsatz gegen den Klimawandel. Und selbstverständlich ließ es sich auch der Eigenbetrieb Stadtgärten und Friedhöfe (Eb. SFM) nicht nehmen, dabei zu sein! und folgte unserer Einladung:  Mit dem Eigenbetrieb hatte Otto pflanzt!  damals, im Vorfeld der Pflanzung, den Nutzungsvertrag für die Fläche abgeschlossen, der uns verpflichtet, die Fläche für insgesamt sieben Jahre zu pflegen.

Und das tun wir sehr gewissenhaft: Erst gestern hatten wir hier unseren letzten Wässerungseinsatz – es war bereits der fünfte in diesem besonders trockenen Jahr. Damit haben wir noch Glück, da der Boden dort die Feuchtigkeit prima speichern kann.

Zur Begrüßung gab es Sekt und Saft
Fototermin - die Tafel wird enthüllt!
Staatssekretär Dr. Steffen Eichner kam als Vertretung für Umwelt- und Klimaschutzminister Prof. Dr. Armin Willingmann

Aus der Gästeliste

Alt-OB Dr. Willi Polte (Schirmherr von Otto pflanzt!), Annekatrin Thurm, Stefan Matz (Eb SFM), Madeleine Linke und Jürgen Canehl, (beide BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Manuel Pape (SUNK), Anne-Marie Keding (CDU), Ehrenmitglied Uwe Truckenmüller (Pflanzenhof Beyme)

Erfolg: Die Ausfälle bei den Heistern (den „Jungbäumen“) halten sich halbwegs in erwarteten Grenzen, und die Apfelbäume sehen bisher alle bis auf einen sehr vital aus. 

Was wünschen wir uns jetzt für die Zukunft? Vielleicht zwei Dinge: Zuerst natürlich mehr Regen für unsere Pflanzen! Und dann: Dass wir auf dem Weg des Wandels unserer schönen Stadt Magdeburg weiterhin bei der Gestaltung des dazugehörigen und notwendigen Stadtgrüns beitragen können.

Wenn wir diese Aufgabe von Anfang an gemeinsam anpacken, schaffen wir für die Magdeburgerinnen und Magdeburger und Menschen aus aller Welt, die es noch werden möchten, eine Stadt, die lebenswert ist – und ein Klima, in dem sich die nächsten Generationen hoffentlich wohlfühlen.

Besonders im Süden der Stadt wird es in den nächsten Jahren – durch die Ansiedlung von Intel – starke Veränderungsprozesse geben. Bei der dazugehörigen Gestaltung des Stadtgrüns tragen wir gerne unseren Teil bei!

Entspannte Runde: Unter dem großen Pavillon gab es Kaffee und Kuchen

Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, freuen wir uns, dass unser Partner Christian Seyboth von openeyesmedia.de uns mit seiner Drohne ein spektakuläres Video  erstellt hat. 

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Unser Stadtgrün ist in Gefahr –
aber wir packen mit an!

Vereinsmitglied Carina füllt Wasser für den Transport an die Bäume um

Wir erleben zur Zeit eine der schlimmsten Trockenheiten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 141 Jahren. Seit 2018 regnet es zu wenig. Gerade für ältere Bäume wird das zur Gefahr. Ein großes Problem seien die versiegelten Flächen, so Dr. Karsten Rinke vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Department Seenforschung, in einem ZDF-Beitrag. Denn: Wenn es dann mal regnet, fließt das Wasser direkt in die Flüsse und weiter in die Meere, anstatt lokal in die Böden einzusickern. 

Darunter leidet unser Stadtgrün, nachdem die letzten Sommer schon trocken waren, besonders. Deswegen haben wir mit der Stadt zusammen die Bevölkerung aufgerufen, das städtische Grün zu wässern. Wichtig ist dabei, kein wertvolles Trinkwasser zu verwenden, sondern beispielsweise öffentliche Pumpen zu nutzen.

Damit es für die Magdeburgerinnen und Magdeburger auch einen kleinen Anreiz gibt, haben wir unter unseren Partnern einige Preise eingeworben. Unter dem Hashtag #waessernfuermd suchen wir das kreativste Foto von euren Bewässerungseinsätzen. Schickt diese einfach per Mail oder über die sozialen Netzwerke an uns. 

Aber: Otto pflanzt!  wäre nicht Otto pflanzt!, wenn wir nicht auch selbst anpacken würden. Deswegen sind wir am 17. Juli mit einigen Engagierten losgezogen und haben vormittags und abends Stadtbäume gewässert. 

Bei dem Einsatz haben wir 2400 l Wasser an die Bäume gebracht. Das Wasser stammte aus einem Brunnen, der unserem Pflanzenexperten Uwe Truckenmüller gehört. Wir haben das Wasser in große Wasserbottiche gefüllt und sind mit seinem Transporter losgezogen.

Wir waren am Petriförder, an der Johanniskirche, in der Herrenkrugstraße und an der Hochschule Magdeburg Stendal Stadtbäume aktiv.

Damit der Boden das Wasser besser aufnimmt, haben wir zum Teil die Erde um die Bäume etwas aufgelockert.

Für die Aktion hat uns Uwe Truckenmüller seinen Firmentransporter, Wasser und Bottiche übrigens gratis zur Verfügung gestellt.

Mit einer Schubkarre fährt Christoph zum Tatort

Auch wenn wir mit einigen Leuten insgesamt acht Stunden unterwegs waren und so die Aktion selbstverständlich wiederholen wollen – erreichen wir natürlich nicht alle Bäume, die es nötig hätten. Deswegen hier nochmal der dringende Appell an alle Leserinnen und Leser: Beteiligt euch an der #waessernfuermd, um gemeinsam mit uns das Stadtgrün zu erhalten!

Wie Ihr sicher wisst, haben wir für unsere Pilot-Fläche in der Oebisfelder Straße die Pflege-Verantwortung selbst übernommen. Damit die Pflanzen gut anwachsen, müssen wir zur Zeit, bei der extremen Trockenheit, alle zwei Wochen raus und wässern. Richtig – das klingt verhältnismäßig nicht viel, dies liegt aber daran, dass wir hier einen super Boden haben,  der besonders viel Feuchtigkeit aufsaugt – und auch festhält.

Übrigens, die Stieleichen, die die Stadt rund um unsere Fläche gepflanzt hatte, wässern wir selbstverständlich jedes Mal mit.

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Umweltretter des Alltags gesucht

Unter diesem diesjährigen Motto lobte die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) in der Summe 15.000 Euro Preisgeld für herausragendes Engagement aus.
Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann Foto: Manuel Pape, SUNK

„Dabei sein ist alles“ – unter diesem Olympischen Motto fuhren wir zur Preisverleihung und waren damit Teil der 26. Verleihung des Umweltpreises des Landes Sachsen-Anhalt. Wir freuten uns dabei, mit anderen großartigen Initiativen und Einrichtungen ins Gespräch zu kommen. Insgeheim hofften wir natürlich auch, nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen. Das war zum Schluss auch der Fall, aber völlig anders als gedacht, geschweige denn erträumt. Aber der Reihe nach …

Am vergangenen Mittwoch den 13. Juli 2022 sind wir der Einladung der SUNK gefolgt und trafen uns pünktlich vor dem Lockschuppen in der Nähe vom Wissenschaftshafen. Wir, das waren in dem Fall Babett, Hartwig, Hendrik und Felix.

Wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Auch unsere liebe Julia Zigann, die sich nicht „nur“ bei uns als engagiertes Vereinsmitglied hervortut, war dabei – sie ist aber gleichzeitig noch bei der Love Foundation engagiert und arbeitet seit ein paar Monaten hauptamtlich an der Hochschule Magdeburg Stendal als Klimaschutzmanagerin. Der neu geschaffene Job passt zu der grünen Ideenmaschine – wie sie selbst von sich sagt – wie die Faust aufs Auge.

Mit den einleitenden Worten „Das Engagement der Sachsen-Anhalter beeindruckt uns immer wieder. Dieser Einsatz für Umwelt, Natur- und Klimaschutz hat Vorbildcharakter, den wir sehr gerne mit dem Umweltpreis Sachsen-Anhalt hervorheben und würdigen“ eröffnete die Geschäftsführerin der SUNK Nele Herkt die Preisverleihung. Diese Worte gingen sicher den meisten unter die Haut, da alle, die sich in dem Raum versammelt hatten, sich permanent mit dem Thema auseinandersetzten und ständig für die Verbesserung und die Bekämpfung der Folgen des globalen Klimawandels mit voller Kraft und Hingabe einsetzten.

Es folgte ein Grußwort des Ministers für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Prof. Dr. Armin Willingmann. In diesem Jahr gab es 67 Bewerbungen auf den Umweltpreis dazu äußert sich der Minister erfreut: „Die große Resonanz zeigt: In Sachsen-Anhalt gibt es zahlreiche Umweltretter, die oftmals eher unbemerkt Gutes tun. Mit dem Umweltpreis des Landes rücken wir diese Vorreiter ins verdiente Rampenlicht und setzten so ein sichtbares Zeichen für gelebten Umweltschutz.“

Dann stieg nochmal die Spannung. Dr. Nele Herkt, Dr. Boß und Prof. Dr. Willingmann verkündeten die Dritt-, Zweit- und Erstplatzierten. Da die Jury nach einer ersten Bewertungsrunde mit mehreren Punkt-Gleichständen konfrontiert war, entschied sie sich, drei dritte, einen zweit und einen ersten Umweltpreis zu vergeben.

Von links: Dr. Nele Herkt (SUNK-Geschäftsführerin), Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann, Andreas Gottschalt, Jonas Gräber (3. Platz Umweltpreis: GastroHilft), Dr. Willy Boß (SUNK-Vorsitzender) Foto: Manuel Pape, SUNK

Gleichrangig den dritten Platz des Umweltpreiess 2022 errangen die GastroHilfegUG aus Halberstadt, die KiTa „Sonnenkäfer“ mit der KitTa-Imkerei aus Tangerhütte, sowie das Projekt OdeAnDieBiene ein Umweltprojekt des Endorfer Ackerbaus zur Förderung der Artenvielfalt gewonnen. Alle Drittplatzierten erhielten jeweils 1500 Euro Preisgeld.

Auf den zweiten Platz kommt das Bildungshaus Riesenklein, das aus einem Kindergarten, einer Kinderwerkstatt, einer Grundschule und einer Gemeinschaftsschule besteht und mit dem Nachwuchs allerhand Umweltprojekte umsetzt, dies wurde mit 4000 Euro honoriert.

Auf den ersten Platz schwamm das erste Bürgerforschungsschiff Deutschlands, die „Make Science Halle“. Betrieben von Science2Public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation.

Ausgezeichnet mit dem Umweltehrenpreis 2022 sind Julia Zigann, Joris Spindler und der Heimat- und Schiffereiverein Bittkau e.V.

Julia Zigann ist für unseren Verein so etwas wie die kreative-gute-Laune-Fee, die mit ihrem Fachwissen und ihrem Netzwerk unseren Verein bereichert.

Der Biologe Joris Spindler hat als Mitbegründer von Vitoria eine nachhaltige Lebensgemeinschaft geschaffen, in der alle Bewohnerinnen und Bewohner ihre ressourcenschonend leben und viele Ding gemeinsam nutzen. teilen. So haben sie es geschafft, ihren CO2 Fußabdruck von 12 Tonnen (deutscher Durchschnitt) auf ca. 4 Tonnen zu senken. Als Referent im Klimabonus e.V. hat er uns unterstützt. Heute arbeiten wir eng im Netzwerk des Klimabündnisses zusammen.

Joris Spindler sagte bei der Preisverleihung: „Das Ziel ist es, von 12 Tonnen CO2 auf unter 2 Tonnen pro Jahr zu kommen. Dies wurde international vereinbart bei der Klimakonferenz in Paris. Dazu ist es notwendig sehr umfassende Maßnahmen in allen vier großen CO2-Bedarfsbereichen Verkehr, Heizung/Strom, Ernährung und Konsum umzusetzen.“

SUNK-Vorsitzender Dr. Willy Boß, SUNK-Geschäftsführerin Dr. Nele Herkt und die Preisträger der drei Umweltehrenpreise: der Heimat- und Schiffereiverein, vertreten durch die Vereinsvorsitzende Aileen Lemme und den Bittkauer Ortsbürgermeister Alexander Wittwer; Julia Marie Zigann; Joris Spindler. Daneben Umweltminister Prof. Dr. Willingmann (v. l. n. r.) Foto: Manuel Pape, SUNK

"Es gibt unzählige Folgen der Klimakrise, die uns alle künftig betreffen werden. Aber es gibt mindestens genauso viele Maßnahmen, um die Folgen des Klimawandels zu mindern, und in dieser Vielfalt an Möglichkeiten haben wir eine Chance für eine lebenswerte Zukunft. Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Umweltpreises 2022 haben deutlich gezeigt, wie vielfältig Klima- und Umweltschutz angegangen werden kann."

Julia Zigann

Nach der offiziellen Verleihung gab es für alle die Möglichkeit, mit den verschiedenen Bewerbern, einigen Vertretern aus der Jury und den anwesenden Politikern ins Gespräch zu kommen.

Plötzlich passierte für uns das völlig unerwartete: Andreas Gottschalt von GastroHilft gUG, die wenige Minuten vorher einer der diesjährigen Preisträger waren, kamen auf uns zu und meinte, sie fänden unser Projekt so großartig, dass Sie 500 Euro von ihrem Preisgeld an uns abgeben möchten.

Wow, damit hatten wir nicht gerechnet! Wir waren völlig überrascht und gerührt. Wir sagen an der Stelle nochmal tausend Dank für die großzügige Teilhabe Eures Preisgeldes. Gottschalt berichtete uns, dass das Team von GastroHilft gUG 2 Tonnen Lebensmittel in der Woche retten! Wir finden, für so ein Engagement haben Sie sich den 3. Platz beim Umweltpreis des Landes verdient!

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Hallo Elke und Ingolf – zeigt uns doch
mal, wie Ihr Eure Bäumchen pflegt!

Ingolf und Elke Otto freuen sich über die Buche - sie hat sich prächtig entwickelt

Montagabend, 30 Grad. Wir sind bei Familie Otto in Magdeburg-Salbke: „Kontrollbesuch“!

Nein – Elke und Ingolf heißen uns herzlich willkommen. Vor vier Monaten, am 13. März, hatten wir hier den Garten bepflanzt, 240 Bäume und Sträucher. Jetzt ist Hochsommer, seit Wochen gab’s keinen Regen mehr. Fragt man sich doch: Wie sehen die Bäumchen heute aus?

Gemeinsamer Rundgang, und eigentlich genügt ein Blick: Toll! Alles saftig grün! Nur ganz vereinzelt ein paar Pflanzen, die keine Blätter mehr haben, aber tot sind auch sie nicht.

Und – wie macht ihr das mit der Pflege?

Wir sind jedes Wochenende hier“, sagt Elke. Und wie lange? „Na ja, wir jedes Mal so zwei bis drei Stunden“, sagt Ingolf. „Um die tausend Liter sind das wohl jedes Mal.“ Klingt nach Arbeit, aber Elke lacht: „Ist es auch – aber das macht doch Spaß! Es war so schön zuzugucken, wie die Pflanzen immer mehr Blätter bekommen haben.“

Um den Garten zu bewässern, haben sie sich ein Bewässerungssystem gebaut. Nicht nur, weil das am umweltfreundlichsten ist. „Grundwasser gibt’s hier fast gar nicht mehr, der Spiegel ist um sechs bis acht Meter abgesunken“, erklärt Ingolf.

Jetzt führen die Regenrohre von den Dachflächen der beiden Gebäude in einen großen Bottich, von dort werden sie in Sammelbehälter gepumpt und von dort in zwei Bassins, in denen das Ehepaar die Kannen füllt.

Die Flächen rund um die Bäumchen sind etwas vertieft, damit das Wasser gut einsickern kann, zusätzlich hat Ehepaar Otto jeder Pflanze ein paar Handvoll Rindenmulch spendiert, damit es nicht so schnell verdunstet.

Ehepaar Otto möchte gern ein Beispiel geben, wie man aktiv werden kann – und auch bei dieser Hitze die Bäume und Sträucher im Garten am Leben hält.


Aber am besten, Ihr schaut Euch im Video unten an, was Elke Euch über ihre Pflege zu erzählen hat!

Besichtigung im Garten - alles im grünen Bereich! (in der Mitte Felix von Otto pflanzt!)
Auch diese Reihe - super! Mulch hält die Feuchtigkeit fest
Hier kommt das Regenwaser von den Dachflächen an, die Pumpe...
... pumt es dann in diese Zwischenspeicher und von dort aus ...
... geht es dann in diese Bottiche, wo es mit Kannen entnommen wird.
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Hilfe, Hilfe – unser Stadtgrün braucht dringend Wasser!

Um das Stadtgrün zu retten, starten wir gemeinsam mit der Stadt Magdeburg, eine Bewässerungs-Challenge!

Seit ein paar Wochen haben wir regelmäßig über 30 Grad, bis zu 16 Stunden brennt die Sonne am Tag! Und das nach einer Trockenphase, die schon viel zu lange andauert. „Das bisherige Jahr 2022 war in Sachsen-Anhalt deutlich zu trocken“, meldet Sachsen-Anhalts Umweltministerium.

Unser Baum-Experte Uwe Truckenmüller kann das nur bestätigen. „Alle Bäume leiden unter der extremen Trockenheit und Hitze, und sehr viele junge und alte Bäume sind bereits abgestorben. Wenn unsere Bäume nicht sterben sollen, dann müsst Ihr sie jetzt gießen! Nicht nur die Gartenbäume, sondern, wenn es euch möglich ist, auch die Straßenbäume vor eurer Haustür, und auch Streuobstbäume sind natürlich sehr dankbar.“

Unser Schirmherr, Alt-OB und Initiator der Initiative "Mein Baum für Magdeburg" Dr. Willi Polte wässert außer Konkurrenz (auch) mit

Die Idee zum Wettbewerb haben wir von unseren Freunden aus Leipzig übernommen, vielen Dank für den großartigen Aufruf nach Leipzig! Beim ersten Runden Tisch Magdegrün, den wir am Montag gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Umweltamtes, des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (Eb SFM), des Stadtplanungsamtes, des Liegenschaftsservices, des Naturschutzbeirates, sowie den Naturschutzverbänden BUND und NABU hatten, haben wir entschieden, wir müssen Handeln! Deswegen rufen wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung Magdeburg zum Wässern auf!

Für die Pflege und damit auch die Wässerung ist im Stadtgebiet der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg zuständig. Für den Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg liegt der Fokus auf der Linderung der Auswirkungen von Trockenheit durch Wässerung des besonders gefährdeten Grüns. So werden mit insgesamt acht Fahrzeugen vor allem Jungbäume mit dem dringend benötigten Nass versorgt. Auch Stauden und Beete mit Wechselbepflanzung werden dieser Tage durch die Gärtnerinnen und Gärtner des Eigenbetriebes extra gegossen. Wiesen- und Rasenflächen werden hingegen nicht bewässert. Da wir es bei der extremen Trockenheit in diesem Jahr aber mit einer Herkulesaufgabe zu tun haben, kommt leider der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, der für „normale“ Sommer gerüstet ist, mit dem Bewässern nicht hinterher. Da uns allen das Stadtgrün am Herzen liegt, rufen wir deswegen die Bevölkerung zum Wässern auf!.

Jetzt heißt es anpacken: Holt die Kannen raus, macht sie voll und rettet die Bäume – da wir die extreme Situation nur gemeinsam bewältigen, wollen wir daraus einen Wettbewerb machen.

  • Und so geht es:

  • Schickt uns euer bestes / lustigstes / kreativstes Foto von eurem Wässerungseinsatz!
  • Einsenden könnt ihr die Fotos über die Sozialen Netzwerke Facebook, Instagram und Twitter verlinkt dazu einfach unseren Kanal und nutzt den Hashtag #waessernfuermd oder sendet sie klassisch per Mail (info@ottopflanzt.de).
  • Eine Jury kürt Ende August dann die Gewinnerbilder. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gibt es:
    1. einen Apfelhochstamm (gespendet vom Pflanzenhof Beyme),
    2.  zwei Gutscheine für All You Can Eat bei SUSHIFREUNDE (gespendet von SUSHIFREUNDE), 
    3. eine Kiste Margret & Karl Apfelsaft (von Voelkel), 
    4. das Buch „Genug für alle, für immer – Nachhaltigkeit ist einfach komplex“ von unserem aktiven Vereinsmitglied Dr. Hartwig Haase  

               zu gewinnen! – Viel Glück an alle Teilnehmerinnen                 und Teilnehmer!

Bäume und Sträucher brauchen nicht "nur" im Sommer Wasser, auch bevor sie in die Erde kommen! Deswegen schwemmt Julia die Pflanzen vorher ein.
  • Wichtig, nutzt für die Wässerung nach Möglichkeit kein Trinkwasser! Es gibt im ganzen Stadtgebiet öffentliche Pumpen. Mit den Trinkwasservorräten müssen wir, insbesondere aufgrund der alarmierenden Lage, sparsam umgehen.
  • Erzählt euren Freunden, Verwandten und Nachbarn von der Aktion, da wir nur gemeinsam unser Stadtgrün erhalten können!
  • Ihr fragt Euch, wie ich richtig gieße, hier erklären wir es euch. 🙂
Der kleine Oskar hilft mit
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Zwei Tage Glut-Hitze: Holt bitte die
Gießkannen raus, rettet die Bäume!

Die Sonne brennt ... morgen 33 Grad, Sonntag 34 Grad, so der Wetterdienst. Die Bäume haben Durst ...

Morgen (Samstag, 18. Juni 2022) kriegen wir 33 Grad, Sonntag wird’s noch heißer – bis zu 16 Stunden brennt die Sonne am Tag! Und das nach einer Trockenphase, die schon viel zu lange andauert. „Das bisherige Jahr 2022 war in Sachsen-Anhalt deutlich zu trocken“, meldet Sachsen-Anhalts Umweltministerium. „Im Vergleich mit der Referenzperiode von 1961 bis 1990 wären bisher 207 Millimeter Niederschlag zu erwarten gewesen. Gefallen sind jedoch nur 157 Millimeter.“

Die dramatische Situation in Sachsen-Anhalt zeigt seht gut auch ein Bericht des MDR von Ende Mai.

Unser Baum-Experte Uwe Truckenmüller kann das nur bestätigen. Er hat sich im Magdeburger Stadtgebiet umgeschaut und überall Belege für die schlimme Situation gefunden. „Alle Bäume leiden unter der extremen Trockenheit und Hitze, und sehr viele junge und alte Bäume sind bereits abgestorben.“

In einem Appell wendet sich Uwe an die Magdeburgerinnen und Magdeburger: „Wenn Eure Bäume nicht sterben sollen, dann müsst Ihr sie jetzt gießen! Nicht nur die Gartenbäume, sondern, falls möglich, auch die Straßenbäume vor eurer Haustür, und auch Streuobstbäume sind natürlich sehr dankbar.“

Soll heißen: Holt die Kannen raus, macht sie voll und rettet die Bäume – diese beiden heißen Tage nach der bereits andauernden Trockenheit könnten sonst das Ende für Hunderte von ihnen bedeuten.

Und man kann noch mehr tun, damit die Hitze den Bäumen weniger anhaben kann. Uwe gibt folgende Tipps:

  • Lasst die Vegetation unter den Bäumen lang wachsen! Dann kann sich der Boden nicht so stark erhitzen.
  • Schneidet die Obstbäume, damit sie weniger Laub haben und damit weniger Wasser verdunsten!
  • Entfernt die Stammausschläge und Jungtriebe. (Wie das geht, zeigte euch Uwe bereits im Video-Beitrag.)
  • Wenn Eure Bäume von Misteln befallen sein sollten, entfernt die Misteln! Sie entziehen den Bäumen Nährstoffe und Feuchtigkeit. (Über die Gefahr durch Misteln für Bäume hat unser Mitglied Carina hier geschrieben.)
  • Mäht Euren Rasen jetzt am besten gar nicht (und wenn Ihr später mäht, bloß nicht zu kurz, Mäher auf höchste Stufe)! Ist das Gras kurz, trocknen Sonne und Wind die Erde viel schneller aus. Das gefährdet neben den Pflanzen selbst auch die Insekten, auf die wiederum die Vögel angewiesen sind.
Beispiel: Leonie füllt die Kannen zur Bewässerung - ein Bild aus den Anfängen unserer Fläche auf der Oebisfelder Straße. Inzwischen ist hier alles ganz grün geworden. Und wir sorgen dafür, dass es so bleibt

Aber: Was für die Bäume gilt, das gilt nicht für Euren Rasen: Hier zu wässern, wäre tatsächlich Wasserverschwendung.

Denn gelber Rasen sieht vielleicht bescheiden aus, der erholt sich aber in wenigen Wochen.

Kümmert Euch um die Bäume!

Wir haben übrigens am letzten Samstag (10.06.) nicht nur unsere Obstbäume an der Oebisfelder Straße klimafit gemacht (Uwe hat sie beschnitten), sondern auch alle Bäume und Sträucher gewässert.

Für die späteren Pflanzungen tragen die Flächeninhaber die Verantwortung, und wir hoffen, dass sie sich um ihre Bäume kümmern.

Am Montag soll laut Deutschem Wetterdienst endlich Regen kommen, möglicherweise sogar reichlich.

„Vielleicht kommt aber auch wieder nur wenig“, sagt Uwe, „und vielleicht ist es für viele Bäume dann auch schon zu spät.“

Bitte, nutzt dieses Wochenende und holt die Gießkannen raus!

Für den Erhalt unseres Stadtgrünes!

Nur gemeinsam bewahren wir jetzt unsen Baumbestand!

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Uwe erklärt die Obstbaumpflege
Weniger Blätter = Mehr Kraft!

Obstbäume beschneiden – das macht man doch im Frühjahr … oder? Wieder so eine Halbwahrheit. Wir waren jetzt draußen. Auf der Streuobstwiese an der Oebisfelder Straße hat unser Baumpflege-Experte Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme die rund 60 Apfel- und Birnenbäume geschnitten.  Der Landschaftsgärtner und Landschaftsplaner gibt sein Wissen an der Stelle gerne weiter. 

„Wir müssen die Bäume jetzt fit machen für die trockenen Monate“

Uwe Truckenmüller

Zuerst zupft er die sogenannten Wassertriebe vom Stamm. Dann bescheidet er die Krone. Die Logik ist ganz einfach. Jedes Blatt verdunstet Wasser. Das führt bei längeren Trockenperioden dazu, dass die Bäume nicht mehr genug haben. Deshalb werden wir die Blattmasse reduzieren. Halbe Blattmasse – halber Wasserverbrauch!“ Und dafür ist der Juni der beste Monat, sagt Uwe.

Unsere Bäume sind noch sehr klein, man muss also nicht befürchten, dass darin Vögel brüten, die wir beim Schnitt stören würden. Gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die Bäumchen von ihren Störenfrieden zu befreien: Blutläuse werden abgestreift, Blätter mit Mehltau und Gespinstmotten entfernt.

Wie der Schnitt im Einzelnen vor sich geht, seht Ihr im Video.

Übrigens: Uwe ist Ehrenmitglied unseres Vereins – sein Einsatz war natürlich ehrenamtlich.
 
Hier könnt ihr den Vorher- und Nachher Vergleich sehen!
Vor dem Sommer-Erziehungsschnitt
... und nach der Pflegemaßnahme

P.S.: Das Video haben wir spontan bei der Baumschnitt-Aktion mit dem Handy für Euch aufgezeichnet. Bitte entschuldigt die teilweise schlechte Tonqualität.

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Treffen mit Ministerin Steffi Lemke
Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!

Der Slogan ist legendär, jeder kennt ihn von der Fußball-WM 2006. Die damalige Euphorie, unsere deutsche Nationalmannschaft fährt zum Finalspiel in die Bundeshauptstadt, hat sich einfach kollektiv eingebrannt. Aber keine Sorge, wir haben nicht über Nacht unseren Vereinszweck geändert. Auf Einladung der Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) waren wir am Donnerstag bei ihr in Berlin!

Am Magdeburger Hauptbahnhof wurden wir von Thea-Helene Gieroska in Empfang genommen. Sie ist in Magdeburg im Regionalbüro von Steffi Lemke tätig. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Grünen Jugend aus Sachsen-Anhalt fuhren wir über Berlin Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz. Von da liefen wir rüber ins Bundesumweltministerium.

Die Vertretung von Otto pflanzt! vor dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (von links): Steffen, Felix, Babett, Doreen, Hartwig, Joakim
Blick auf die Berliner Mauer

Das Gebäude beeindruckt durch seine Geschichte.

Zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung verlief an der südlichen Gebäudefront die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Die ungewohnte Nähe zur BRD nutzte die DDR-Führung zur Spionage, so erklärte es uns die fachkundige Mitarbeiterin des Hauses.

Ehemalige Mauerstücke, welche heute im Gebäude integriert sind, zeigen nicht nur, auf welche Art und Weise ein ganzes Volk eingesperrt wurde. Die Graffitis der Mauerstücke zeugen auch von der Nachwendezeit und der damit verbundenen kulturellen Szene, die an diesem Standort aktiv war. Davon ist heute jedoch nur noch sehr wenig zu erkennen.

Nach dieser Einführung freuten wir uns auf das Gespräch mit der Ministerin! Frau Lemke begann mit einer kurzen Erläuterung der gerade gelaufenen Umstrukturierung im Hause. Die ist nach Beginn einer neuen Legislaturperiode üblich. Die Umstrukturierung hängt damit zusammen, dass verschiedene Aufgaben, wie in diesem Fall der Verbraucherschutz, von einem anderen Ministerium in das Bundesumweltministerium gewechselt sind.

Dann hatten wir etwa eine halbe Stunde lang die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei konzentrierten wir uns auf Aspekte, die uns in der Praxis in letzter Zeit Kopfzerbrechen bereitet haben.

Wir sprachen die Fällungen im Biederitzer Busch und in Elbenau an. Die Ministerin versprach, sich mit der zuständigen Bundesforst in Verbindung zu setzen. Unserem Wunsch, für jede Kommune einen Beauftragten u.a. für Bürgeranfragen zum Pflanzen von Bäumen zu implementieren, damit man als Ehrenamtlicher nicht in der Flut der unterschiedlichen Zuständigkeiten ertrinkt, musste die Ministerin leider eine Absage erteilen. Grund: Es handelt sich hier um Kommunalrecht.

Jedenfalls hat sich die Ministerin über unsere Anregungen aus der Praxis gefreut!

Babett fragt die Ministerin
Ministerin Lemke stellt sich unseren Fragen

Nach einem Gruppenfoto hieß es für Frau Lemke dann auch schon: auf zum nächsten Termin. Wir haben durch den Besuch nicht nur gelernt, wie es in groben Zügen im Ministerium zugeht, sondern auch, was alles zum Job der Ministerin dazugehört. Oh, da lobt man sich doch seinen nine-to-five-Job…

Da uns im Vorfeld bewusst war, dass die Zeit nicht ausreichen wird, um tiefgründig ins Gespräch zu kommen, hatten wir von Anfang an vor, die Probleme nur kurz anzureißen, damit die anderen Gäste auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Wir boten gleich zu Anfang des Gesprächs mit der Ministerin an, ihr die Fragen nochmal ausführlich per Mail zu schicken, was sie sehr begrüßte. Einige wertvolle Informationen konnte sie uns dennoch ad hoc mitgeben.

Für uns ging es weiter zum Mittagessen. Im Anschluss besuchten wir den Reichstag. Dort gab es nach einem Gruppenfoto für uns die Möglichkeit, den historischen Bau individuell zu erkunden. Wir nutzten diese Gelegenheit und schauten von der Plattform  direkt ins grüne Herz der Bundeshauptstadt.

 

Der letzte Programmpunkt des spannenden Ausflugs führte uns zum Brandenburger Tor. Von da aus startete unser kleiner Stadtrundgang durch das politische Machtzentrum der Stadt. 

Wir waren insbesondere darüber erstaunt, welche Lobbyorganisationen an diesem exklusiven Standort ihren Sitz haben und damit die Nähe zur Politik (aus-)nutzen, um Einfluss  auf die Politiker und somit auch auf die Gesetzgebung  zu nehmen. Dabei erwähnte der Stadtführer, dass Lobbyarbeit an sich erstmal nichts Negatives ist. Lobbyarbeit, oder anders ausgedrückt, Einflussnahme, haben wir heute (für den Natur- und Umweltschutz) auch betrieben.

Rechts könnt ihr einen (nicht vollständigen) Ausschnitt der Lobbyorganisationen sehen, die direkt am Brandenburger Tor ihren Sitz haben. Da wir quasi auch Lobbyarbeit betrieben haben, haben wir unser Logo mal kurzzeitig dazugehalten.  

Tafel mit Logos der Lobbyorganisationen, die am Brandenburger Tor vertreten sind

Organisiert (in Zusammenarbeit mit dem Büro von Frau Lemke) und bezahlt wurde die Exkursion übrigens vom Bundespresseamt. Jedem Bundestagsabgeordneten räumt der Bundesrechnungshof die Möglichkeit ein, drei Mal im Jahr Besuchergruppen zu empfangen. Allen mitgereisten Vereinsmitgliedern hat der Ausflug, der gleichzeitig auch unsere erste Bildungsfahrt als Verein war, außerordentlich gefallen.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!

Gruppenbild mit der Ministerin Lemke und allen Teilnehmern der Exkursion (Bildquelle: BMUV)
gemeinsamer Besuch des Reichstages aller Ausflugsteilnehmer (Bildquelle: Bundestag)
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Urteile fällen – nicht aber Bäume

Im Dezember 2021 hatten Bürger und Bürgerinnen Otto pflanzt! informiert, dass an der Straße zwischen Elbenau und Grünewalde nicht angekündigte massive Baumfällungen stattfinden. Otto pflanzt! war sofort vor Ort, dokumentierte das Geschehen und zählte mindestens 180 gefällte Eichen. Auch konnten eindeutige Fraßspuren des vom Aussterben bedrohten und streng geschützten Großkäfers Eichenheldbock festgestellt werden.

Gemeinsam mit Dr. Hans-Joachim Döring, ehemaliger Beauftragter der Evang. Kirche für Umwelt und Entwicklung schrieb Dr. Hartwig Haase von Otto pflanzt! das zuständige Wirtschaftsministerium des Landes, sowie das für Naturschutz zuständige Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt an. Parallel dazu suchten wir Verbündete bei den Naturschutzverbänden. Der Zusicherung des Wirtschaftsministers unter Sven Schulze (CDU) im Antwortschreiben, dass „es sich um Arbeiten im Rahmen der guten fachlichen Praxis handelt“, konnten wir leider nicht folgen!

Nach vorheriger Begehung des Betriebs- und des Revierleiters sind Gefährdungen der Verkehrssicherheit von 103 Eichen festgestellt worden. Allerdings wurden die Bäume nicht gekennzeichnet und es wurde auch keine Dokumentation angefertigt. Die Prüfung auf zu schützende Artvorkommen – das Vorkommen des Heldbockes in der Hartholzaue wäre zu erwarten gewesen – wurde ohne Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde, sowie wieder ohne Protokoll durchgeführt.

Spuren des Heldbockes
Spuren des Heldbockes

Am 05.04.2022 hatte der Landesfortbetrieb zu einem Ortstermin und zu Erläuterungen eingeladen. Vertreter der Zivilgesellschaft (Otto pflanzt! und Experten der Umweltverbände des BUND und des NABU), ein Baumsachverständiger, ein Entomologe des Landesamtes für Umweltschutz trafen sich mit Vertretern des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt sowie der Unteren Naturschutzbehörde an dem Ort, an dem über 180 stattliche alte Eichen gefällt und erheblich in das Landschaftsbild und damit die Biosphäre eingegriffen wurde.

Nach langer (zweieinhalbstündiger), sachlicher und intensiver Diskussion, gingen die unterschiedlichen Akteure mit Respekt und mit mehr gegenseitigem Verständnis, aber auch mit weiterhin bestehenden unterschiedlichen Sichtweisen auseinander.

Die Vertreter von Otto pflanzt! und den Umweltverbänden kritisieren weiterhin, dass die über 180 jährigen Eichen vollständig gefällt wurden. Der wertvolle Bestand hätte teilweise erhalten werden können, wenn rechtzeitig und regelmäßig eine Verkehrssicherung vorgenommen worden wäre. Für Menschen gefährliche Bäume hätten gezielt entnommen oder gesichert werden können.

Luftaufnahme Fällungen von etwa 180 Eichen in Elbenau
Luftaufnahme Fällungen von etwa 180 Eichen in Elbenau

Im Dialog vor Ort wurde zudem deutlich, dass die notwenige Kooperation vom Landesforst mit den naturschutzfachlich verantwortlichen Behörden, in dem Fall der Unteren Naturschutzbehörde oder dem Biosphärenreservat Mittlere Elbe leider nicht stattgefunden hat. Der Baumsachverständige Hartmut Beyer kritisierte zudem, dass in diesen hochsensiblen Bereichen auch der vorbereitende und erklärende Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vermisst wurde.

Ein besonderes Thema war die Erhaltung der Population des streng geschützten Großkäfers Eichenheldbock. Hier sagte der Landesforstbetrieb den Verbleib der Stämme, die Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien enthielten, im Waldrandgebiet erfreulicherweise zu. Der Entomologe Dr. Volker Neumann vom Landesamt für Umweltschutz konnte wertvolle Hinweise für den Umgang mit den Habitatbäumen geben, die von der Landesforst dankbar aufgenommen wurden.

In Auswertung des Dialoges sagte die Forst zu, bei zukünftigen Maßnahmen die Untere Naturschutzbehörde prinzipiell zu beteiligen, gemeinschaftlich zu entscheiden und diese Entscheidung auch gemeinsam zu vertreten.

Der Ortstermin wurde von beiden Seiten begrüßt. Wie sich zeigte, ist ein Dialog in komplizierten Fragen von großem Wert. Wären Vertreter der Umweltbehörden früher mit einbezogen worden, hätte der verantwortliche Forstbetreiber über die Eichen ein anderes fachliches Urteil gebildet und viele der Bäume nicht gefällt.

Wir stehen auch zukünftig für den Erhalt von wertvoller Biomasse ein und treten dafür gerne in den Dialog mit den zuständigen Behörden, den Naturverbänden und Experten. Wir hoffen, dass der Austausch zukünftig vor Fällungen erfolgt.

Dieses Beispiel zeigt, dass zivilgesellschaftliches Engagement zur Sensibilisierung beitragen und Prozesse positiv verändern kann!

Wir können nur jeden Bürger und jede Bürgerin dazu aufrufen, sich stärker einzubringen und in den entsprechenden Organisationen mitzuwirken!

Großes Aufgebot im Einsatz für einen großen Käfer (von links): Christian Kunz (BUND Sachsen-Anhalt), Martina Hoffmann (NABU Sachsen-Anhalt), Jens Dedow, Matthias Formella, Thomas Döring (Landesforst), Dr. Hartwig Haase (Otto pflanzt! e. V.), Anna Ehlers, Alexander Blank, Andreas Kriebel (Landesforst), Dr. Volker Neuman (LAU), Hartmut Beyer (Baumsachverständiger), Robert Mayer (Untere Naturschutzbehörde Salzlandkreis)
Foto: Dr. Hans-Joachim Döring (Beauftragter der EKM für Umwelt und Entwicklung i. R.)
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Pflanzen und befreien! Doppelter
Einsatz am letzten Tag der Saison

Für die letzte Pflanzung der Saison hat es uns an den äußersten südlichen Rand der Stadt gezogen. Bei der AGRAR GmbH in Randau-Calenberge war das Ziel, 650 Bäume und Sträucher in die Erde zu bringen. Das Wetter meinte es diesmal nicht ganz so gut mit uns, am Vortag hatte es noch geschneit. Auch wenn der Schnee schnell wieder verschwunden war, die Temperaturen waren immer noch im Keller, dazu gab es einen leichten Wind. Dies schreckte glücklicherweise aber keinen ab, mit anzupacken. 

Vor Beginn der eigentlichen Pflanzung mussten wir noch ein paar Fichten, die nicht mehr vital waren, entfernen. 

Wir haben uns gefreut, dass wieder so viele Helferinnen und Helfer mit gepflanzt haben! Mit über 30 Aktiven haben wir, nach den vorbereitenden Maßnahmen, in zwei Stunden alle geplanten 650 Bäume und Sträucher in die Erde gebracht. Bei den ersten Löchern dachten wir erst noch: Oh je, das wird eine steinige Angelegenheit! – Dies war aber zum Glück nur am Anfang der Fall, dann ging es richtig flott.

Sebastian Prells, Geschäftsführer der AGRAR GmbH, war selbstverständlich persönlich vor Ort und half mit. Er unterstützt die Idee von Otto pflanzt!, für jeden Einwohner und jede Einwohnerin Magdeburgs einen Baum zu pflanzen, und stellte deshalb die Fläche zur Verfügung. Natürlich hat sich die Firma, wie alle Flächeneigentümer, dazu verpflichtet, die Pflege der Pflanzen zu übernehmen.

"Das Projekt ist für uns eine Win-Win-Situation! Die Fichten, die auf der Fläche vorher standen, sind leider aufgrund der Tockenheit eingegangen. Wir werden mit Freischneidern die Neupflanzungen von Unkraut befreien und mit dem Schlauch regelmäßig gießen."

Sebastian Prells, Geschäftsführer der AGRAR GmbH

Parallel dazu der zweite Einsatz an diesem Tag: 300 Meter Luftlinie entfernt, am Greifenwerder, haben wir städtische Obstbäume von den Misteln befreit. Wie das geht, erklären wir Euch hier. Jedenfalls sind Misteln für Bäume der Horror.

Günther Kräuter, der Ortschaftsbürgermeister, hatte sich an uns gewendet und angefragt, ob wir unterstützen können, denn die schönen Obstbäume waren voll von den Misteln und würden das Jahr nicht überstehen, wenn die Bäume nicht endlich befreit würden. Wir haben nach Beratung im Team und der Zusage von Experten umgehend zugesagt.

Für die Aktion stand uns sogar der Baumsachverständige Hartmut Beyer zur Verfügung. Gemeinsam mit unserem Ehrenmitglied und Pflanzenexperten Uwe Truckenmüller  und Silke Beyme leitete er die Freiwilligen an. Dabei hatte die Arbeitssicherheit natürlich oberste Priorität! Es wurde mit Leitern gearbeitet, die einen größeren Fuß haben oder mit Spitzen fest im Boden verankert werden. Von unten hat dann noch jeweils eine Person die Leiter festgehalten. So konnte nichts schiefgehen.

Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (zuständig für städtische Grünanlagen) hatte für den Einsatz zwei Container bereitgestellt, um das Schnittgut abzutransportieren. Diese waren, dank der vielen fleißigen Hände, im Nu gefüllt. 67 Bäume haben wir so von den Misteln befreit – und damit gerettet!

Jedenfalls haben wir uns sehr gefreut, dass bei dem Doppeleinsatz insgesamt rund 50 Helferinnen und Helfer mit angepackt haben.

Hartmut Beyer zeigt, wie es geht

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die heute beim Befreien der Misteln auf den Obstbäumen mitgewirkt haben. Ich freue mich sehr, dass das Team so viele Bäume bearbeitet hat.

Günther Kräuter, Ortschaftsbürgermeister von Randau-Calenberge

Die Mittagsverpflegung hat diesmal die ALEXMENÜ GmbH & Co. KG in Unterstützung mit der Freiwilligen Feuerwehr übernommen – ganz lieben Dankl dafür! Außerdem gab es auch diesmal wieder leckeren selbstgemachen Kuchen, sowie Limo und Punsch von der Firma Voelkel für alle Beteiligten. 

Wir bedanken uns bei allen, die uns mit ihrer Tatkraft, mit Spenden oder mit Verpflegung unterstützt haben und freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Einsätze! Dies war die letzte Pflanzung der Saison, denn nun ist April, die Bäume schlagen aus und die Pflanzsaison ist vorbei. Mit den nächsten Pflanzungen starten wir dann wieder im November.

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Otto pflanzt!   ganz rasch – bei Rasch!
640 Bäume in zwei Stunden

Hendrik zeichnet die Pflanzpunkte ein
Julia Brandt und Jens Rösler (beide SPD) packen mit an
Das ging ja wirklich rasch bei Rasch! Samstag (19. März 2022) unser vorletzter Einsatz der Pflanzsaison. Aufgabe: einmal rund um das Firmengelände der Rasch Reinigung GmbH Bäume und Sträucher pflanzen. Insgesamt 640 Pflanzen – nicht so ganz wenig. Aber: Über 40 Helferinnen und Helfer waren zum Klosterkamp in Rothensee gekommen!
Und dann ging es los: Ein paar Leute markierten mit Bio-Spray die Pflanzpunkte, eine Garnison folgte mit Spaten und buddelte in einem Wahnsinnstempo. Machte  auch Spaß, nicht nur wegen des Super-Wetters: Firmen-Chef Matthias Rasch hatte die Fläche optimal vorbereiten lassen, alte Wurzeln entfernt, guten Boden aufgetragen. (Anmerkung: Pflanzungen in Gewerbegebieten sind normalerweise recht tückisch, weil dort oft Abriss-Trümmer, manchmal aus Kriegszeiten, unter der Erde liegen und man dann mit dem Spaten kaum reinkommt.)
 
Wieder durften wir einen OB-Kandidaten begrüßen. Jens Rösler (SPD) hat inzwischen zum dritten Mal persönlich mit angepackt! Das macht ihm offenbar Freude, denn er versprach uns: 
„Wenn im Herbst die nächste Pflanzsaison startet, bin ich gerne wieder mit dabei!“ – „Lieber Herr Rösler, gerne nehmen wir Sie beim Wort – ganz egal, wie die Wahl ausgeht!“
 
Sagenhaft: In rund zwei Stunden waren alle Bäume und Sträucher im Boden!
 
Wie kamen wir darauf, bei dieser Firma zu pflanzen? Wieder mal hatte unser Pflanzen-Experte Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme den Kontakt hergestellt, er kennt Firmenchef Matthias Rasch seit langem persönlich. Rasch:
„Ich fand die Idee gut. Die Flächen rund um das Gelände waren vorher ja auch ein wenig verwahrlost, da passte das doch gut. Zumal ich als Imker persönlich auch sehr verbunden bin mit der Natur.“
Aus diesem Grund bekommt Rasch auch noch eine Fläche mit Bienenweide eingesät.
 
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – Mittagspause!
Chef Matthias persönlich stellte sich vor den riesigen Firmengrill – ein Relikt aus DDR-Zeiten – und wendete fleißig Würstchen, Fleisch-Kroketten, aber auch vegetarische Sachen wie panierten Käse.
Wie immer gab es dazu erfrischende Bio-Limo von Voelkel.
 
In zwei Wochen dann unsere letzte Pflanzung dieser Saison, bei einem Agrarbetrieb in Randau – da suchen wir noch  Helferinnen und Helfer!
 
Mit den Pflanzungen geht’s im November weiter. Bis dahin werden wir aber nicht untätig sein – schließlich sind wir immer auf Flächen -Akquise. Soll heißen: Wir freuen uns, wenn sich weitere Firmen oder gern auch Privatpersonen  bei uns melden, die dem Beispiel von Matthias Rasch oder Familie Otto folgen möchten. Allerdings, wie immer gilt: Wir machen keine Ausgleichspflanzungen.
 
Unsere Pflanzen in der Oebisfelder Str. (für die wir die Pflege übernommen haben), werden wir über den Sommer natürlich auch nicht vergessen – die werden fleißig gegossen!
Immer wieder neue Gesichter packen mit an
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Otto pflanzt! bei Otto

... und wieder waren zwei Promis mit dabei!

Sonntagmorgen, Mitte März. Die Sonne meint es mal wieder gut mit uns. Wir, eine Gruppe aus dem Organisationsteam, hat sich im Garten von Familie Otto eingefunden. Das heutige Ziel – 240 Bäume und Sträucher in die Erde bringen. Das klingt überschaubar, aber doch leistet es einen Beitrag zu unserem großen Ziel einen Baum für jede Magdeburgerin und jeden Magdeburger zu pflanzen.  Damit sind wir  wieder ein Tausendstel näher an unserem Ziel.

 Doch wie war es zu der Pflanzung gekommen?

Im letzten Jahr am 23. September stellte Dr. Michael Bilharz vom Verein 3 fürs Klima die Klimawette vor und forderte die Stadt heraus, CO2 einzusparen. Der Beigeordnete Holger Platz nahm – als Vertreter der Stadt – die Wette an. Die Wetter verlor die Stadt übrigens leider. Als Wetteinsatz hat Holger Platz uns zugesagt, einen Arbeitseinsatz bei uns zu absolvieren. Da Wettschulden Ehrenschulden sind, gehen wir fest davon aus, dass er dies bei einer der kommenden Pflanzungen einlösen wird. 

Bei der Veranstaltung waren unter anderem Familie Otto und ein Vertreter von Otto pflanzt! dabei und wir tauschten uns etwas aus. Wenig später meldete sich Dr. Elke Otto bei uns mit der Nachricht, sie hätten ein Grundstück zur Bepflanzung zur Verfügung. Nach dem Vor-Ort-Termin war klar, wir bepflanzen das große neu erworbene Gartengrundstück von Familie Otto. 

 Toll: Neben dem Team waren zwei Spitzenkanidaten für die anstehende Oberbürgermeister-Wahl, Tobias Krull (CDU) und Jens Rösler (SPD), mit dabei. Wir haben uns sehr gefreut, dass die beiden Politiker schon zum wiederholten Mal bei den Pflanzungen mit angepackt haben. Es stimmt uns hoffnungsvoll, dass der zukünftige Oberbürgermeister oder die zukünftige Oberbürgermeisterin (Simone Borris, hat bei der Pflanzung im Dezember bei Humanas mit gepflanzt) das Grün der Landeshauptstadt am Herzen liegt. 

  Ihr werdet euch sicher wundern, warum wir auch Hochstämme gepflanzt haben. Unser Konzept sieht doch eigentlich vor, Heister, also Kniehohe Bäumchen zu pflanzen. Das ist richtig, aber das war ein Wunsch von Familie Otto, und sie trägt auch die Kosten. Unser Experte Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme hat somit nicht nur die Heister und Sträucher in einer regionalen Baumschule für die Pflanzung bestellt, sondern zusätzlich eine Stieleiche und drei Rotbuchen. Diese haben wir wieder an einem Pfahl angebunden, damit sie vor Wind geschützt sind. (Wie das geht, hatten wir mal hier beschrieben.)

Carina packt mit voller Kraft an
Carina packt mit voller Kraft an
Hartwig zeichnet die Pflanzpunkte ein
Hartwig zeichnet die Pflanzpunkte ein

"Wir haben das Grundstück im letzten Jahr gekauft. Jetzt sind wir dabei, das Haus zu renovieren. Beides schaffen wir nicht, aber der Klimawandel wartet nicht. Und das Gefühl, der drohenden Klimakatasthrophe macht leicht ohnmächtig. Deswegen haben wir uns an Otto pflanzt! gewendet. Es ist für beide Seiten gut. Otto pflanzt! weiß, dass wir uns um die Pflanzen kümmern - wir hatten Hilfe beim Einpflanzen - es ist ein großartiges gemeinsames Projekt. Es ist eine gute Initiative gegen den Klimawandel und den Verlust der Biodiversität."

Flächeneigentümerin Dr. Elke Otto berichtet am Rande der Pflanzung

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Familie Otto unserem großen Ziel ein Tausendstel näher gekommen sind und bedanken uns an der Stelle bei Domino’s Pizza, von wo wir wieder gratis mit leckeren Pizzen versorgt wurden, und bei der Firma Voelkel für die leckere,  erfrischende Limo. Insbesondere danken wir allen Helferinnen und Helfern für die Einsatzbereitschaft am Sonntagmorgen. 

Nachtrag.

Mitti Juli haben wir Familie Otto noch einmal besucht und gefragt, wie sie ihre Bäume pflegen – die Antwort lest Ihr hier.

Gruppenbild mit Hund (der von Uwe) - hier ist der harte Kern, der bis zum Schluss dabei war
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Pflanzung auf dem historischen Industriepark in Buckau

Viele Hände - schnelles Ende! Fast 40 Leute haben angepackt.
Die Sonne lacht - alle Helferinnen und Helfer sind fleißig dabei
Wenn Otto pflanzt! im Einsatz ist, meint es das Wetter meistens gut! So war’s auch am vergangenen Samstag: Die Sonne blinzelte zwischen einzelnen Wölkchen durch und sorgte für gute Laune, die Kälte störte nicht – im Gegenteil: Durch den Einsatz von Spaten (und gelegentlich Spitzhacken) wurde uns schnell warm:
Pflanzeinsatz auf dem Gelände des historischen Industrieparks in Buckau, hier ist der SKET Industriepark ansässig. Jeder Magdeburger verbindet damit Schwermaschienenbau. Die AW Management GmbH & Co. KG ließ uns dort zwei Flächen mit insgesamt etwa 500 Quadratmetern bepflanzen. Rund 500 Bäume und Sträucher kamen in die Erde: Stieleiche, Vogelkirsche, Vogelbeere, Mispel, Wildapfel und Wildbirne …
 
Toll: Über 30 Helferinnen und Helfer jeden Alterns waren zu dem Einsatz gekommen: Blitzschnell hatten wir die Pflanzpunkte ausgemessen, angezeichnet – und los ging die Buddelei. Besonders gefreut haben wir uns, dass der CDU OB Kandidat Tobias Krull mit vollem Körpereinsatz wieder mit dabei war! 
Start war um kurz vor zehn, um 11.20 Uhr war bereits alles fertig – der Boden war

"Immer mehr Unternehmen wollen umweltbewusst wirtschaften. Dazu gehört auch die AW Management GmbH & Co. KG.  Die Unternehmen, die auf unserem Gelände Mieter sind, produzieren für die Green Industrie. Da war es für uns mit logisch, dass wir Otto pflanzt! unterstützen und die freien Flächen für die Initiative zur Verfügung stellen." 

Ein verantwortlicher Mitarbeiter der SKET Industrie Park GmbH
vorbereitet, und das Graben an den meisten Stellen einfach. Nur an einer Seite der Fläche mussten wir Steine ausbuddeln, die wurden zu einem Haufen für Reptilien aufgestapelt.
 
Dann konnte sich die Gruppe stärken: Die AManagement GmbH & Co. KG hatte für belegte Brötchen und heißen Kaffee gesorgt, wir hatten wieder leckeren Kuchen gebacken und von Voelkel gab es Limo zur Erfrischung und Punsch.
 Der Kontakt zu der Firma war über unseren Pflanzen-Experten Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme zustande gekommen, er pflegt zur Zeit die Außenanlagen der SKET Industriepark GmbH.
 
Wenn  die Baumaßnahmen auf dem Gelände beendet sind, können wir dort voraussichtlich noch eine weitere Fläche im SKET-Industriepark bepflanzen.
Alles wird im Bild festgehalten
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240 wertvolle Pflanzen
für die Villa Wertvoll!

Und los geht's! Eine fröhliche Truppe aus Helferinnen und Helfern von der Villa Wertvoll und Otto pflanzt! startet mit der Arbeit (Foto: Julia Kissmann)
Sophie packte fleißig mit an - und hatte viel Freude dabei
Eine relativ kleine, aber sehr feine Pflanzung hatten wir im Februar auf dem Grundstück der „Villa Wertvoll“: Das ist eine gemeinnützige GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer kreativen Fähigkeiten professionell zu unterstützen – insbesondere in den Bereichen Theater, Breakdance, Film, Musik und Tonstudio. Ziel ist, dass die jungen Menschen Wertschätzung erfahren. Es gibt viele tolle Angebote, die dazu zudem für die Kinder und Jugendlichen kostenlos sind.
 
So rückten wir an einem Donnerstagmorgen mit ein paar Helfern und unserem Experten Uwe an der Mittagstraße 15a an, wo wir tatkräftig von einer Gruppe Jugendlicher unterstützt wurden. Ein wenig abweichend von unserem sonstigen Programm, kamen neben Stieleichen, Heckenkirschen, Hartriegel u. an. auch Obstgehölze in die Erde – fünf Apfelbäume und eine ganze Reihe verschiedener Beerensträucher: So können die Kids und Teens im Herbst draußen auch mal schnell ein paar Vitamine naschen! Insgesamt fanden 240 Bäume und Sträucher hier eine neue, wunderschöne  Heimat!
Fünf Apfelbäume und eine ganze Reihe Beerensträucher sollen für Nascherei sorgen
Obstbäume müssen angebunden werden - unser Experte Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme schlägt die Pfähle ein, Doreen hält derweil das Bäumchen fest
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Otto pflanzt!  macht Schule: Jaaa, wir
haben unseren Baum eingepflanzt!

Geschafft - alle Bäume eingepflanzt! Als Dankeschön bekamen alle Kinder eine Teilnahme-Urkunde

Dienstag, 8. Februar, 7.20 Uhr, Grundschule Stadtfeld. Es ist gerade hell geworden, als wir das Treppenhaus zur 3. Etage hochsteigen. Oben fliegt schon die Tür auf, ein Pulk von Viertklässlern stürmt den Flur – und sieht uns: „Hallo, Babett!“, „Hallo, Hendrik!“ – Sie haben uns erkannt, naja, sie wussten ja, dass wir kommen …

Otto pflanzt!“ macht Schule, heute der zweite Teil. Am 25. November 2021 hatten wir die Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal besucht und unseren Verein Otto pflanzt! e.V. vorgestellt, hatten erzählt, wie wichtig Bäume für unser Klima sind, wie sie helfen, das CO2 zu kompensieren, was unsere Heizungen, Autos und Flugzeuge in die Luft blasen. Am Ende der Doppelstunde hatte jedes Kind ein Bäumchen gepflanzt – in einen Blumentopf.

Heute ist der Tag, an dem die Kinder ihre Bäume auspflanzen.

Über die Winterferien hatten die Bäume zu Hause bei den Kindern verbracht. Nund bringen die Kinder sie auf den Schulhof. Wir laden die Eichen, Ebereschen und Kornelkirschen in unsere Autos und fahren los. Die Kinder mit ihrer Vertretungs-Lehrerin Karolin Steller nehmen den Bus. Treffpunkt: Wellener Weg (Diesdorf). Eine Fläche, auf der Otto pflanzt! bereits im Herbst Bäume gepflanzt und schon Löcher gegraben hatte für die Kinder-Bäume.

Unser „Einsatzwagen“ ist vollgepackt: Handschaufeln, Handschuhe, Wasser zum Angießen, ein Bottich zum Händewaschen, Handtücher – alles da. Wir öffnen den Wildschutz-Zaun und verteilen die Bäume schon mal an die Löcher, dann kommen die Kinder – ganz aufgeregt. Kurze Anweisung: Ihr bildet Zweiergruppen, der eine hält das Bäumchen, die andere buddelt das Loch zu. Dann bitte die Erde schön fest mit den Füßen andrücken!

Die Kinder wuseln aufs Feld, los geht’s. „Babett, ist das so richtig?“, fragt ein Mädchen, Babett schaut nach und nickt. „Hendrik, ich kriege den Baum nicht aus dem Topf“, ärgert sich ein Junge. – „Moment, die Erde ist sehr trocken, wir machen sie etwas nass, dann geht’s.“

Keine Stunde, dann sind alle Bäumchen an ihrem Bestimmungsplatz eingepflanzt. Auch die, deren Kinder an diesem Tag krank sind – sie haben Freundinnen und Freunde beauftragt, ihre Pflanzung zu übernehmen. Mit einer Gießkanne werden die jungen Pflanzen angegossen, dann binden die Kinder ein kleines, wasserfestes Etikett an das Stämmchen: Dieser Baum wurde gepflanzt von …
Zum Schluss, das darf nicht fehlen!, erhält jedes Kind eine Urkunde.

Und – hat es Spaß gemacht? – „Jaaa! Klaaar!“

gruppen
In Zweiergruppen pflanzen die Kinder ihre Bäume - die vorbereiteten Löcher haben wir mit roter Öko-Farbe markiert
Die Schultschen liegen am Zaun - es geht los!
Mit Handschuhen oder Schaufel geht es zur Sache
Zum Abschluss wird jeder Baum gewässert
Jeder Baum hat ein Schildchen, hier von Clara
So sahen die Urkunden aus (den Nachnamen haben wir hier entfernt)
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Pflanzsaison 2021/2022: Wir
sind noch nicht ganz fertig!

Wurzeln wollen in die Erde: Bis Saisonende pflanzen wir noch Hunderte Bäume und Sträucher! (Archivbild von der Fläche Oebisfelder Straße)

Das Jahr 2021 ist Geschichte – aber unsere Pflanzsaison noch nicht! Bis März – also in der Zeit, bevor die Bäume wieder im Laub stehen – geht es weiter! Ein paar Flächen warten noch auf neue Bäume und Sträucher. Für (mindestens) zwei Pflanzungen suchen wir noch helfende Hände. Und das ist unser Plan:

Donnerstag, 24. Februar

Wir bepflanzen das Gelände der Villa Wertvoll an der Mittagstraße mit ein paar Obst- und anderen Bäumen und vielen Sträuchern. Hier helfen uns die Kinder und Jugendlichen bei der Pflanzung.

Samstag, 5. März (Hilfe willkommen)

Eine große Aktion auf der Fläche der SKET Industriepark GmbH an der Schilfbreite. Hier kommen insgesamt etwa 500 Pflanzen in die Erde. Und ja – hier freuen wir uns noch über Hilfe! Wir möchten mit ca. 20 bis 25 Leuten antreten. Wer mitbuddeln möchte – bitte
hier anmelden.

Samstag, 12. März

Hier unterstützt Otto pflanzt! e. V. den Herrenkrug-Marathon (VLG 1991 MAGDEBURG E.V.) bei einer Pflanzung auf dem Gelände vom Rennverein mit Material.

Sonntag, 13. März

An diesem Tag geht es um eine Pflanzung in Salbke. Hier stellt eine Familie ihren großen Garten zur Verfügung. Als Gast (und Helfer) erwarten wir – mit etwas Glück – Magdeburgs SPD-Fraktionschef und OB-Kandidaten Jens Rösler.
Info: Dieser Termin war ursprünglich für den 19. Februar vorgesehen gewesen und musste verschoben werden, da Pflanzen nicht rechtzeitig geliefert werden konnten.

Samstag, 19. März (Hilfe willkommen)

Wir bepflanzen die tristen Randstreifen auf dem Gelände der Rasch Reinigung GmbH am Klosterkamp 1 (Seitenstraße der Saalestraße, bei Portola) und hier freuen wir uns wieder über tatkräftige Unterstützung von Euch, denn es geht um ein neues Leben für über 600 Pflanzen! Buddelt mit – aber gebt uns vorab ebenfalls bitte hier Bescheid.

Samstag, 26. März

Da haben wir eine unbestätigte Pflanzung auf dem Zettel. Hier geht es um ein großes Gelände im Bereich Herrenkrug – 80 Bäume und 570 Sträucher! Doch da das (verpachtete) Grundstück der Stadt Magdeburg gehört, muss diese ihr Okay für die Pflanzung geben. Darauf warten wir momentan noch. Auch hier könnten wir Unterstützung gut gebrauchen, bei Freigabe geben wir das sofort bekannt.

Samstag, 2. April (Hilfe willkommen)

Optimistischer sind wir bei der letzten geplanten Aktion der Saison: Auf der Firmen-Fläche der Agrar GmbH (Prinzenwiese 1, 39114 Magdeburg) im Süden der Stadt möchten wir auf etwa 700 Quadratmetern 40 Bäume und rund 540 Sträucher pflanzen.

Zusätzlich wollen wir Baumflegemaßnahmen betreiben. Dazu werden wir unter Anleitung bei dem Ausbrechen und Ausschneiden der Misteln behilflich sein. 

Alle Pflanzungen gehen um 10 Uhr los.

Wer zur Pflanzung kommt: Bitte bringt Euch Handschuhe mit und, wenn Ihr habt, einen Spaten (ein paar Spaten können wir auch ausleihen). Essen und Getränke organisieren wir! 

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Parmis rezensiert ein Buch über Bäume

So lernen Kinder, die Natur zu schätzen

Die siebenjährige Parmis ist begeistern von ihrem Buch "Bäume"
Diese Rezension schrieb Parmis für Otto pflanzt!

Wir können nur schützen, was wir kennen! Deshalb ist es immer eine gute Idee, unsere Kinder schon früh für das Thema Naturschutz zu interessieren. Unsere Vereinskollegin Birgit hatte deshalb ihrer kleinen Freundin Parmis (7) vor einigen Wochen das Buch „Bäume“ von Jen Green mit den wunderschönen Illustrationen von Claire McElfatrick geschenkt.

Ein Buch, das den Baum von den Wurzeln bis zur Krone kindgerecht erklärt, ihn als Lebensraum für Tiere zeigt und seinen Wert für Klima und Ökosystem darstellt.

Jetzt wollte Birgit wissen, wie das Buch dem Mädchen gefallen hat und bat: „Magst du uns für Otto pflanzt! vielleicht eine Rezension schreiben?“ Parmis mochte! Und hier ist ihre Rezension:

„Das Buch ist von Jen Green. In diesem Buch habe ich über die geheime Welt der Bäume erfahren. Zum Beispiel habe ich 52 Bäume auf der Erde kennengelernt, verschiedene Baumarten, z. B. Akazie, Esche … Ich finde das Buch spannend, weil es schön und interessant ist, die Erntezeit hat mir gut gefallen.

Im Essen könnte es Palmöl enthalten, aber um Platz für die Ölpalmen zu schaffen, werden Regenwälder zerstört. Wenn du die Regenwälder schützen willst, solltest du darauf achten, dass dein Essen möglichst kein Palmöl enthält.“

Wir sagen: Danke schön, Paris, für die tolle Rezension! Vielleicht führt dies dazu, dass auch andere Kinder Bücher über Bäume lesen, Bäume schützen helfen und einen Beitrag leisten, dass unsere Welt noch lange schön bleibt. Wir meinen: Verwandte und Bekannte sollten den Kindern viel öfter Bücher über Bäume schenken!

Wir können nur schützen, was wir kennen! Deshalb ist es immer eine gute Idee, unsere Kinder schon früh für das Thema Naturschutz zu interessieren. Unsere Vereinskollegin Birgit hatte deshalb ihrer kleinen Freundin Parmis (7) vor einigen Wochen das Buch „Bäume“ von Jen Green mit den wunderschönen Illustrationen von Claire McElfatrick geschenkt.