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Wie wichtig ist Stadtgrün, damit es uns
gut geht? Macht mit bei dieser Studie!

Wenn wir Bäume pflanzen, hat das mehrere Gründe. Klimaschutz ist einer, die Schaffung von Lebensräumen ein zweiter, aber beim dritten – geht es um uns selbst!

Ein Spaziergang im Park bringt Energie zurück, eine grüne Umgebung macht uns glücklicher. Es ist beispielsweise bekannt, dass bereits 5 Minuten in einer grünen und natürlichen Umwelt ausreichen, um die Herzrate und den Blutdruck zu verringern sowie die Stimmung zu verbessern. Grau dagegen – das Grau der Stadt oder auch nur ein grauer Tag – drückt aufs Gemüt. Und in der Arbeitswelt belastet das besonders.

Aber warum ist das eigentlich so? Welche psychologischen Mechanismen stecken hinter diesem wohltuenden Effekt von Grün?

Darüber ist bisher wenig bekannt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Münster möchten das gerne ändern: Unter der Leitung von Micha Hilbert startet dazu jetzt eine Online-Studie, und Otto pflanzt! möchte das Projekt gern unterstützen – mit Eurer Hilfe! Gesucht werden Berufstätige ab einem Alter von 18 Jahren mit Interesse an psychologischer Forschung.

Micha erklärt: „Wir suchen insgesamt 150 Berufstätige, die uns, verteilt über zwei Wochenenden, einige kurze Online-Fragebögen ausfüllen. Der Gesamtaufwand beträgt etwa zwei Stunden. Für die Teilnahme benötigt ihr nur einen Computer oder ein Smartphone.“

Man füllt zunächst den ersten Fragebogen aus und wird dann weiter zu einer zweiten Seite geleitet, auf der man seine Mail-Adresse einträgt. Micha: „Diese beiden Schritte haben wir getrennt, damit die generierten Daten nicht 1:1 mit der Mail-Adresse in Verbindung gebracht werden können. Wir melden uns dann innerhalb von etwa zwei Tagen per Mail mit Infos zum weiteren Ablauf. Die Studie läuft noch sehchs Monate, danach rechnen wir drei Monate für die Auswertung ein.“

Hier geht’s zum ersten Teil der Studie:QR-Code

https://www.unipark.de/uc/enreco/

Eine Bezahlung dafür gibt es nicht, aber ein kleines Dankeschön: Die Uni verlost unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein paar Wunschgutscheine, außerdem gibt’s nach Abschluss einen schicken Erholungs-Guide der Uni Münster – über 40 Seiten Wissen, Tipps und Tricks rundum das Thema Work-Life-Balance.

Wie mag die Studie ausgehen? Wir sind gespannt, Ihr auch? Natürlich werden wir hier über die Ergebnisse berichten.

Bei Fragen könnt Ihr Euch direkt an Micha Hilbert wenden. Ihr erreicht ihn direkt per Mail über enreco@uni-muenster.de

Micha Hilbert von der Uni Münster leitet das Projekt
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Blutspende Einmal piksen, zweimal
helfen – wir haben mitgemacht!

Wie kann ich einen gemeinnützigen Verein wie Otto pflanzt! unterstützen ohne einen Cent? – Mit einem Piks bei der Blutbank! Damit spendet man sogar zweimal …
Ganz entspannt: Juliana macht's vor und knetet den Ball, das Blut fließt durch den Schlauch

Zugegeben, die Idee ist nicht neu, aber sie ist absolut klasse: Wie kann ich einen gemeinnützigen Verein wie Otto pflanzt!  unterstützen, ohne auch nur einen Cent aus dem Portemonnaie zu nehmen? – Mit einem Piks bei der Blutbank! Und damit spendet man gleich zweimal: Blut für Menschen, die es dringend brauchen, und einen Beitrag für Otto pflanzt!

Um 16 Uhr stehen wir vor der Tür von Haus 29 an der Leipziger Straße – die Blutbank der Uniklinik, fünf Leute von Otto pflanzt!.  Silke Schulze, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Blutbank, nimmt uns herzlich in Empfang. Mit ihr zusammen hatte Otto-pflanzt!-Vorstandsmitglied Juliana die Aktion geplant.

Der Hintergrund ist ernst, und dabei geht es weniger um uns und das Klima: Blutspenden retten sehr viele Leben. 80 Prozent aller Menschen, so sagt das Rote Kreuz, benötigen im Laufe ihres Lebens eine Blutspende. Aber nur drei Prozent der Bevölkerung spenden.

500 bis 600 Spenden sammelt die Blutbank der Uniklinik im Monat ein, in guten Monaten auch mal 900. „Doch um allein den Bedarf der Klinik zu decken, bräuchten wir regelmäßig mindestens 1400 Spenden“, sagt Silke Schulze.

Also, los geht’s. Zuerst das Unvermeidliche: Bürokratie. Ausweis zeigen, Fragebögen ausfüllen, Beratung durch einen Arzt. Etwas nervig, aber das hat sich die Klinik nicht ausgedacht, ist Vorschrift, zur Sicherheit. Welche Bedingungen erfüllt sein sollten, haben wir unten verlinkt, vorab schon mal dies: Zur Spende sollte man keinen leeren Magen und auch zuvor genügend getrunken haben, mindestens einen, am besten 1,5 Liter.

Dann Platz nehmen auf dem Blutspende-Sessel, Arm freimachen – pieks. Au! Aber so schlimm ist das wirklich nicht. Ein paar Röhrchen werden mit Blut gefüllt, dann ein Beutel, insgesamt opfert man 480 Milliliter. Und danach: ein paar Minuten ausruhen.

Zuvor hatte jeder hat eine Spendenkarte bekommen. 25 Euro zahlt die Klinik für das Blut, und die geben wir nun gleich weiter: Dafür liegen Aufkleber mit der Bankverbindung von Otto pflanzt! aus. Einfach aufkleben, unterschreiben und in die bereitstehende Box damit. Erledigt!

Nun darf sich jeder eine Stärkung abholen: In der „Kantine“ gibt’s ’ne Marke für den Kaffeeautomaten – und einen Picknick-Beutel: belegtes Brötchen, Saft, Joghurt, Apfel, Schokoriegel. Lecker!

Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto mit Prof. Dr. Hans-Gert Heuft, dem Chef der Blutbank (korrekt heißt das: Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank) im Vorgarten des Hauses. Wir berichten über unsere geplanten Aktionen – und bedanken uns noch einmal, dass er diese tolle Gemeinschaftsaktion ermöglicht hat. Aber Heuft gibt den Dank sofort zurück: „Ich finde es einfach toll, was Ihr macht.“ Und verspricht sogar, bei einer unserer nächsten Pflanzungen dabei zu sein, sofern sein Terminkalender das irgendwie ermöglicht.

Am Ende des Nachmittags steht, unabhängig von der Aktion für den Verein, steht für die meisten von uns fest: Wir kommen wieder – in etwa zwei Monaten dürfen wir das nächste Mal spenden. Macht auch Ihr mit!

Infos zur Blutbank und zum Blutspenden gibt’s hier: http://www.itib.ovgu.de/Spendearten/Blut.html)

P.S.: Wir hatten geschrieben, dass wir fünf Leute waren – zu sehen sind aber nur vier. Der Fünfte ist Felix, der leider nicht spenden durfte, er hat die Fotos gemacht.

Nach der Spende ein informatives Gespräch im Vorgarten der Blutbank: Linus, Juliana, Prof. Dr. Heuft, Hendrik und Matthias (v. l.)
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Vier Grad weniger! Studie beweist,
wie Wälder das Klima schützen

Spaziergang im Küchenhorn bei Wolmirstedt - die Baumkronen schützen wie ein riesiger Schirm

Wälder sind der wichtigste Lebensraum unserer Erde. Sie bedecken (noch) ein Viertel der Oberfläche unseres Planeten, sie beherbergen zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten – und sie sorgen auch wirksam für deren Schutz gegen die Erderwärmung:

Der Wald wirkt wie eine Klimaanlage, senkt die Temperatur um bis zu vier Grad.

In einer 2019 im Fachmagazin „Nature Ecology & Evolution“ veröffentlichen Studie konnte diese Kühl-Leistung nun erstmals global beziffert werden.

Dr. Florian Zellweger (Foto) von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf (Schweiz) und sein Team zeigten beeindruckend, wie wichtig Wälder als Schutzschild gegen hohe Temperaturen sind. Das Forschungsteam hat dafür die Temperaturen an 98 Standorten in verschiedenen Klimazonen auf fünf Kontinenten gemessen. In einer weiteren Arbeit von 2020, veröffentlicht in „Science“, wird gezeigt, wie Baumkronen das Waldleben vor der globalen Erwärmung schützen können.

Dass es im Wald kühler ist, spürt zwar jeder, der zum Beispiel in der Kreuzhorst spazieren geht oder im Küchenhorn bei Wolmirstedt. Doch es ist nicht allein der Schatten – im Wald ist es deutlich kühler als zum Beispiel unter einem Sonnenschirm. Und: Je älter die Bäume, je dichter ihre Kronen, desto stärker ist der Effekt.

Maßgeblich sind dafür mehrere Faktoren.

Erster Faktor: Bäume spenden Schatten. „Beschattung während heißen Sommertagen führt zu stark reduzierten Tageshöchsttemperaturen im Wald/unter Bäumen“, erklärt Zellweger.

Zweiter Faktor: Verdunstung – das Wasser, das aus den Blättern austritt verdunstet und kühlt die Blätter und die Umgebung. Wissenschaftler sprechen von Evapotranspiration. Zellweger: „Auch die Evapotranspiration der Bäume hat einen großen Einfluss auf den Temperatur-Pufferungseffekt.“

Im Wald gibt es auch andere Luftströmungen als außerhalb des Waldes. Zellweger: „Die Windverhältnisse werden ebenfalls durch die Bäume beeinflusst, was zu veränderten Temperaturen im Wald führt.“

Mit positiven Folgen für das Leben ím Wald: „Pflanzen und Tiere im Wald sind dem aktuellen Erwärmungstrend daher weniger stark ausgesetzt als Arten, die nicht im Wald leben“, so der Wissenschaftler.

Und: Wälder werden immer wichtiger, je mehr sich das Klima erwärmt – auch darauf weisen Zellwegers Studien hin: Je wärmer es wird, desto größer wird die Puffer-Kapazität des Waldes. Drinnen steigt die Temperatur nicht so stark wie außerhalb, die Unterschiede werden größer.

Das heißt: Wälder werden in ihrer Funktion als Klimaanlage in Zukunft immer mehr Bedeutung bekommen. Umso wichtiger, dass wir JETZT sorgsam mit unseren Bäumen umgehen!

Deshalb pflanzen wir Bäume.

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12 gute Gründe für Bäume (in der Stadt)​

Bäume in der Stadt sind mehr viel als Streicheleinheiten für die Augen! Sie sind auch Habitate für Vögel und Insekten, doch vor allem regulieren sie das Klima – mehr es sind und je dichter sie stehen, umso effektiver. Hier sind 12 gute Grüne:

  1. Bäume reduzieren Hitzewellen und können Wärmeinseln verhindern
  2. Sie regulieren das Stadtklima und senken heiße Temperaturen
  3. Schatten verhindert die Absorbierung der Sonnenenergie durch den Boden, wodurch sich die Umgebung nicht so stark aufheizt
  4. Evapotranspiration – also die Verdunstung von Wasser durch die Blätter – bringt einen kühlenden Effekt
  5. Gebiete bis zu 2 Hektar Größe können eine Reduktion des Stadtklimas um 1°C bewirken, größere Gebiete sogar bis zu 4°C
  6. Bäume erhalten und fördern die Biodiversität von Flora und Fauna, sind Lebensraum z. B. für Insekten, Vögel, Reptilien
  7. Bäume verbesser das „sozialen Kapital“ da Grünflächen soziale Interaktion innerhalb einer Kommune fördern
  8. Nach Sturzregen schwächen sie den Oberflächenabfluss, was bei versiegelten Flächen, wo das Wasser nicht versickert, zu Überschwemmungen führen kann. Und: Da in Wäldern und auf Grünflächen mehr Regenwasser versickern kann, helfen diese, die Wasserversorgung im Stadtgebiet aufrecht zu erhalten!
  9. Bäume sind wirksame Filter: Sie säubern effektiv die Luft und das Regenwasser
  10. Stadtwälder können Wetterextreme abschwächen
  11. Wälder binden Kohlenstoff, das kompensiert zu einem Teil das Kohlendioxid der in der Stadt ausgestoßenen Emissionen
  12. Kulturelle Ökosystemdienstleistungen verbessern das physische und mentale menschliche Wohlbefinden – im Klartext: Wald tut den Menschen gut, bei sportlichen oder soziale Aktivitäten, und er bietet Erholung
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Die traurigen Bäume an der Oebisfelder
Straße – was steckt eigentlich dahinter?

Die vertrocknete Eiche ist mit drei Pfählen gesichert - ein Stadtbaum

Der Unmut begann schon vor mehreren Wochen, jetzt nimmt er spürbar zu. Einige Mails noch höflich und fragend, andere sehr verärgert, wir wurden auch persönlich angesprochen. Im Fadenkreuz: Unsere Pflanzfläche an der Oebisfelder Straße.

Und dort, gut sichtbar: mehrere Bäume mit dunkelbraunen Blättern. Sie sind tot. Verdurstet. Ein Bild des Jammers. Was ist hier los?

Wir möchten das erklären. Spoiler: DAS sind nicht unsere Bäume.

Die Flächen von Otto pflanzt!  auf der Südseite der Oebisfelder Straße (Richtung Barleben links): Kleine Heister (Baby-Bäume), sie waren bei der Pflanzung etwa 60 oder 70 Zentimeter hoch. Inzwischen wuchert zwischen ihnen Gras, aber das macht gar nichts, die Bäume werden sich später durchsetzen. Da ist unser Naturschutzexperte sicher und kann beruhigen.

Am Saum der Fläche, straßenseitig: eine ganze Reihe Hochstämme. Es sind Eichen, und einige sind braun.

Auf der Nordfläche, dort wo unsere Obstbäume stehen, das gleiche Bild. Zur Oebisfelder Straße wie zur Straße An den Barroseen säumen Hochstämme der Stadt unsere Fläche. Ebenso nach Westen, wo die Straße nach Barleben zwei Kurven macht. Insgesamt 9 tote Bäume zählte Beobachter Edgar A. aus Barleben und teilte uns das sehr besorgt mit.

Auch wir finden das sehr traurig. Aber wir tragen dafür nicht die Verantwortung. Und wir möchten mitteilen: Von unseren rund 60 Obstbäumen ist bislang kein einziger eingegangen.

Woran liegt es aber, dass die Stadt-Bäume sterben? Die Stadt hat schließlich einen Pflegevertrag mit einer Gartenbaufirma abgeschlossen, die sich um die Bäume kümmert und die sie regelmäßig wässert.

Edgar A. schreibt: Folgendes war bei den gepflanzten Eichen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten und ist dann auch eingetreten: Im Gegensatz zu den innen stehenden Obstbäumen, sind die Eichen nicht einem starken Pflanzschnitt unterworfen worden. 2 sind gar nicht erst ausgetrieben, da hätte auch kein Pflanzschnitt genützt. Die anderen ca. 7 sind erst sehr schön ausgetrieben, jetzt aber vertrocknet, weil die beim Umsetzen reduzierte Wurzelmasse auch bei guter Bewässerung gegenüber der Verdunstung durch die vielen Blätter nicht mithalten kann.

Das deckt sich genau mit dem Wissen unseres Naturschutz-Experten Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme. Wenn Bäume gepflanzt werden, die schon groß sind, haben sie sehr lange Wurzeln. Die müssen vor der Pflanzung stark gekürzt werden, das schwächt die Wasser-Aufnahme. Wenn die Bäume außerdem nicht den fachgerechten Schnitt bekommen, verdunsten sie zu viel Wasser über ihre Blätter und vertrocknen dann schnell.

Aus diesem Grund pflanzen wir nur die kleinen Heister – oder (selten) Obstbäume, deren Stamm kaum dicker ist als ein Finger; sie verlieren vergleichsweise wenig Wurzelwerk. Wir pflanzen im Spätherbst oder Winter, wenn es viele Tage feucht ist, die Bäume werden beschnitten und haben Monate, um sich einzugewöhnen. Dies alles zusammen ist die beste Garantie, dass sie überleben. Unsere Obstbäume waren von Uwe fachgerecht vorbereitet worden.

Wie erkenne ich vor Ort, ob ein Baum von Otto pflanzt!  oder von der Stadt gepflanzt wurde?

Eigentlich ganz einfach: Unsere Obstbäume sind so klein, dass sie nur einen einzigen Pfahl als Stütze brauchen – unsere Heister brauchen gar keinen.

Die Bäume der Stadt sind größer und wurden ausnahmslos mit drei Pfählen gesichert.

Bei Fragen zu den Stadtbäumen bitte eine E-Mail an den Stadtgartenbetrieb, die Mail-Adresse gibt’s hier.

Text: Hendrik Broxtermann
Foto: Otto pflanzt!

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Oebisfelder Straße: Der Brunnen ist
gebohrt, wir haben ihn gleich eingeweiht!

Da saß jeder Handgriff: Die Brunnenbauer brauchten nur drei Stunden

Gegen Hitze hilft – viel Wasser! Das gilt vor allem für die Bäume. Am vergangenen Freitag haben wir unsere Pilot-Fläche an der Oebisfelder Straße bewässert, den nördlichen Teil aus einem Hydranten, den südlichen mit unserem nagelneuen Brunnen!

Acht Leute, acht Schläuche und los ging’s. Bei 35 Grad, es war verdammt heiß. Dazu kam, dass wir uns auf der südlichen Fläche durch fast hüfthohes Kraut lavieren mussten, das in der Zwischenzeit aufgewachsen ist, um die dazwischen wachsenden Bäumchen zu suchen. Auf der Nordfläche dagegen wachsen vor allem die Bäume der Streuobstwiese; Bäumchen und Sträucher besiedeln nur die Wälle im Norden und Westen. Zwischen den Obstbäumen die Bienenweiden-Aussaat und – natürlich – ebenfalls Wildkräuter. Machen wir es kurz, die Bewässerungsaktion dauerte knapp vier Stunden.

Das Wasser auf der Nordfläche kam, wie beim ersten Wässerungseinsatz, aus dem Hydranten an der Straße, wir haben bei den SWM wieder ein Standrohr gemietet. In Nähe der Südfläche gibt es jedoch keinen Hydranten. Wir mussten also einen Brunnen bohren lassen. Eigentlich war der Termin dafür schon im Mai zugesagt gewesen. Die Firma hatte uns dann leider irgendwie vergessen. Am letzten Mittwoch plötzlich der Anruf: Wir sind jetzt da, wir fangen an! Nichts wie hin …

***

An einem Drahtseil befestigt, fährt nun eine dünnere Metallhülse mit einem Rückschlag-Ventil am unteren Ende hinab – und wieder ein Stück hoch – und wieder hinab. Von unten drückte sich der Schlamm also hinein, kann nicht mehr heraus, die Hülse füllte sich und wird dann wie ein voller Eimer hochgeholt, geleert und taucht wieder ab, holt neuen Schlamm hoch. Immer tiefer treibt die Maschine Bohr-Hülse in die Erde …

Das Video seht Ihr unten.

Drei Stunden lang, dann ist die Tiefe von acht Metern erreicht. Am Schluss zieht die Maschine die Bohr-Hülse wieder heraus, die Männer lassen ein 11,5 Zentimeter dickes blaues Kunststoffrohr hinab, fixierten es ringsum mit feinem Kies, sägen es oben ab. Dann versenken sie ein Saugrohr und ein Maßband mit Sensor: Das Grundwasser liegt dort in etwa drei Metern Tiefe, sinkt auch beim Pumpen nicht tiefer als vier Meter ab. Deckel drauf – fertig!

***

Nun drängte die Zeit, es war ja schon tagelang trocken. In nur zwei Tagen mussten wir Helferinnen und Helfer zusammentrommeln, Termine abstimmen, um am Wochenende zur Tat zu schreiten. Wir danken den Fleißigen, die sich so kurzfristig zu dem vierstündigen Einsatz gemeldet haben.

An den Stamm - nicht an die Blätter: Jedes Bäumchen bekommt ein paar Liter
Das Wasser zieht schnell in den Boden ein

Aber man darf Pflanzen bei praller Sonne doch gar nicht wässern, oder?

Verbreitetes Halbwissen. Das sind die Fakten:

Ein Mythos ist der sogenannte „Brennglas-Effekt“. Dazu müssten die Tropfen extrem groß sein, um genug Licht bündeln zu können, sie dürften trotzdem nicht ablaufen und müssten zufällig die richtige optische Brennweite haben. Zugleich dürften sich die Blätter minutenlang nicht bewegen. Eher unwahrscheinlich.

Richtig ist, dass grundsätzlich empfohlen wird, in kühlen Stunden zu wässern. Der Grund: Dann kann mehr Wasser tief in den Boden eindringen, während bei großer Wärme ein Teil ungenutzt verdunstet.
Nur: Ob dabei die Sonne brennt oder der Himmel bewölkt ist – unerheblich! Wichtig ist die Temperatur. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft rät daher zum Gießen um 4 Uhr morgens oder nach Sonnenuntergang, derzeit also erst nach etwa 21.40 Uhr.

Richtig ist auch: Bei Trockenheit ist den Pflanzen das Wasser zu jeder Uhrzeit willkommen – sie haben Durst. Eine Wässerung bei Sonnenschein wird sie nicht umbringen, ihnen aber im Zweifel das Überleben sichern.

Wann ist nun die nächste Wässerung? Kommt darauf an, wie viel es in dieser Woche regnet. Vielleicht schon am kommenden Wochenende. Wir teilen es Euch über die Info-Kanäle mit …

Video: So wird unser Brunnen gebohrt

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Alt-Oberbürgermeister Willi Polte
wird Schirmherr von Otto pflanzt!

Dr. Willi Polte war Magdeburgs erster Nachwende-Oberbürgermeister, ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und einer Ehrenbürger der Stadt. Jetzt ist er Schirmherr von Otto pflanzt!

Felix Bosdorf überreicht Dr. Willi Polte die Urkunde zur Schirmherrschaft

Seine Augen funkeln lebhaft, ein verschmitztes Lächeln umspielt seine Lippen. Es ist wie eine ständige Aufforderung: Tu was! Ändere die Welt! Mach’s doch einfach!

Dr. Willi Polte war Magdeburgs erster Nachwende-Oberbürgermeister (1990 bis 2001). Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse für sein Engagement in der Wendezeit und in den Jahren als Oberbürgermeister. Damit ist er einer von nur 46 Ehrenbürgern der Stadt Magdeburg seit 1760 (neben Carl Gustav Friedrich Hasselbach oder Hermann Gruson).

Jetzt ist Dr. Willi Polte auch Schirmherr von Otto pflanzt!

Seine Nachricht kam am 15. März: „Gern würde ich mit dem einen oder anderen Mitstreiter Ihrer begrüßenswerten Initiative in Kontakt kommen“, schrieb Polte.

Wir treffen uns zum ersten Mal in der City, ein wunderbarer langer Nachmittag. Wir stellen das Projekt Otto pflanzt! vor, Willi Polte berichtet aus seinem Leben. Das zweite Mal treffen wir ihn an einem seiner Lieblingsorte, dem Elbauenpark. Wir möchten danke sagen, überreichen ihm die Urkunde über die Schirmherrschaft. Und reden über Magdeburg im Wandel. Willi Polte ist 83, alt ist er kein bisschen.

Welch ein Mut. Schon als Student, mit 22, trat der Magdeburger, der in Leipzig und Dresden studierte, in die SPD ein – in West-Berlin, heimlich, kurz vor dem Mauerbau. Flucht kam nicht infrage, Polte war Magdeburger.

Am 7. Oktober, vom Mauerfall träumte niemand, saß er mit etwa 20 Mitstreitern im Keller seines Hauses, bereitete die Gründung einer Ost-SPD jenseits der Blockparteien vor. „Es war ein Versuch, Teilhabe an der Macht auf demokratischem Wege zu erlangen. Angst vor der Stasi gehörte dazu, sagt Polte, lächelt wieder. In diesem Keller saßen sie auch als am 9. November 1989, als die Grenze aufging. „Wir hörten die Nachricht, aber wir hatten zu tun, wir arbeiteten weiter. Nach Helmstedt fahren? Keine Zeit!“

Welche eine Kraft. Eine Kraft aus schmerzhafter Erfahrung. „Unsere Stadt hat in den Kriegsjahren so gelitten“, erinnert sich Polte. Dann die SED Diktatur, Unfreiheit, Zwang, Angst. „Wir wollten das System überwinden! Die Wiedervereinigung war eine fortdauernde Hoffnung von mir.“

In der Wendezeit wurde er Mitgründer des Magdeburger Runden Tisches, engagierte sich in der Politik. Und wurde zum ersten Oberbürgermeister im Zuge des Umbruchs. Er kämpfte erfolgreich dafür, dass Magdeburg 1990 Landeshauptstadt wurde, dass die Johanniskirche von 1991 bis 1999 wieder aufgebaut wurde und, als Landtagsabgeordneter von 2002 bis 2006, kämpfte er für die Kreisgebietsreform.

Autogrammkarte aus der Zeit als Oberbürgermeister

Wie es dazu kam, dass Polte die Bundesgartenschau nach Magdeburg holte, zeigt das Wesen dieses Mannes: Begeistert, furchtlos, kraftvoll. Er erzählt:

„Im August 1990, bei meinem ersten Besuch, war eine kleine Delegation von Kommunalpolitikern aus Ostdeutschland (Rostock, Ost-Berlin und Magdeburg) dabei, und wir trugen die zu erwartenden Probleme vor. Wenn die im Einigungsvertrag vorgesehene Lösung für vermögensrechtliche Altansprüche „Rückgabe vor Entschädigung“ in Kraft gesetzt wird, wäre eine schnelle Investitionstätigkeit auf lange Zeit im städtischen Bereich kaum möglich. Dies geschah im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz. Alles auf höchster Ebene.

Am Abend machte ich einen Spaziergang am Rhein entlang. Ich erreichte den Rheinauenpark, und der war wunderschön! Ich war so begeistert!“ Polte fragte und erfuhr: Der Park war im Zuge einer Bundesgartenschau entstanden. Er erfuhr auch: Zuständig für die Vergabe der Termine der Bundesgartenschau ist nicht etwa ein Ministerium, sondern der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Sitz: Bonn.

Polte: „Da hab ich mir einfach ein Taxi gerufen und bin hingefahren.“ Er fragte sich durch, stellte sich beim Präsidenten vor, und sagte frei heraus: „So eine Buga will ich für Magdeburg – und zwar noch in diesem Jahrzehnt!“ Heute schmunzelt Polte bei dem Gedanken daran: „Der Präsident hat gelacht – aber er hat sich richtig gefreut.“ Und die Buga kam tatsächlich nach Magdeburg, 1999, im selben Jahrzehnt. Die für die BUGA vorgesehenen Flächen waren seit Kriegsende bis zum Abzug der Sowjetarmee militärisch genutzt worden. Was Besseres hätte doch nicht passieren können: vom militärisch genutzten Gebiet zum kulturell genutzten Gebiet.

Welch eine Leidenschaft. Der Aufbau Magdeburgs war politisch ein steiniger Weg. Der geltende Grundsatz „Rückgabe vor Entschädigung“ musste gekippt werden, sonst wäre auf den zerstückelten Grundstücken keine Investition, kein Neubau möglich gewesen. Polte kämpfte. Und freute sich über jede Veränderung in seiner Stadt, oft mit diesem Satz: „Da geht mir das Herz auf!“ Denn, das hat er oft gepredigt: „Die Liebe zu Magdeburg muss aus jedem Knopfloch schauen!“

Ein Magdeburg für die Menschen – und eine Stadt mit ganz viel Grün: „Es kann doch gar nicht genug Bäume geben“, sagt Polte. 1995 startete er die Aktion „Mein Baum für Magdeburg“, ursprünglich für Neubürgerinnen und Neubürger, mit einer Baumspende sollten sie sich in ihrer Stadt „verwurzelt“ fühlen.

Dass Willi Polte nun Schirmherr von Otto pflanzt! geworden ist, hat aber noch einen anderen Grund, neben seiner Liebe zu einer grünen Stadt. Er erklärt: „Ich schätze privates Engagement! Menschen nehmen heute oft vieles so selbstverständlich, das ist schade. Ich finde es gut, wenn etwas getan wird – freiwillig. Bürgersinn und sich mit dem Gemeinwesen zu identifizieren, nicht nur die eigene Parzelle im Sinn zu haben, wäre erstrebenswert für eine attraktive und liebenswerte Stadt.“

Seine Botschaft: „Fragt nicht, was eure Stadt für euch tun kann. Fragt, was ihr für eure Stadt tun könnt!“
Sein Motto: „Ohne Rühren gibt es keinen Rührkuchen!“

Steckbrief Willi Polte

Geboren am 11. Januar 1938 in Niegripp, aufgewachsen in Niegripp.

Ausbildung zum Maschinenschlosser, dann Maschinenbau-Studium in Leipzig und Dresden, als Ingenieur in Leipzig, dann in der Forschung in Magdeburg. Verheiratet, 2 Kinder (47, 50; beide in der Forschung).

Seit Jugendzeit interessiert sich Polte für Politik; 18.08.1960 Abgabe des Antrages auf Aufnahme SPD Mitgliedschaft in West-Berlin; später rückwirkende Anerkennung dieser Mitgliedschaft; Mitglied der ersten freigewählten Volkskammer; von 1990 bis 2001 Oberbürgermeister von Magdeburg; von 2002 bis 2006 Landtagsabgeordneter; von 2001 bis 2009 Bürgermeister von Niegripp.

Bis heute Mitglied der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Ulrichskirche, Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold – Bund aktiver Demokraten e.V.

Sport: Nordic Walking – „Bewegung in der Natur“.
Wohnhaft in Magdeburg, Wochenendhaus in Niegripp.

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Wie „fesselt“ man eigentlich einen Baum?

Leonie bindet ein Apfelbäumchen fachgerecht am Pfahl fest

(Mini-Tutorial für eine sichere Anbindung nach der Pflanzung)

Der Einsatz selbst war gar nicht der Rede wert. Doch wir standen noch keine zehn Minuten auf der Fläche, da meldete sich schon jemand per Messenger: Hab euch aus dem Zug gesehen! Was macht ihr da eigentlich?

Nun ja, wir … „fesseln“ unsere Bäume! 😉

Kurzum: Die Bäume auf der Streuobstwiese an der Oebisfelder Straße waren nach der Pflanzung damals von unseren lieben Helfern nicht alle so ganz richtig angebunden worden. Die Bindungen hatten sich mit der Zeit gelockert und hielten nicht mehr. Das haben wir am Samstag korrigiert (die zu kurzen alten Kokos-Seile wurden dabei natürlich zusammengebunden und wiederverwendet). Ende der Geschichte.

Aber wer das noch nie gemacht hat, fragt sich bestimmt: Wie „fesselt“ man denn einen Baum richtig, so dass die Bindung hält und den Baum dauerhaft vor Sturmschäden bewahren kann? Und warum muss das überhaupt? In der Natur stehen die doch auch alle „frei“ herum.

Erklärung: Dies sind Obstbäume, welche wir erst gepflanzt haben, als sie schon zwei Meter hoch waren. Die Bäume haben noch nicht wieder genug Wurzeln für ihre Größe nachgebildet und damit sie sicher stehen und gut anwachsen können, werden sie festgebunden.

Hierbei geht darum, dass die Bindung das Bäumchen möglichst stabil vom Pfahl entfernt festhält – und zwar nicht nur in Zugrichtung, sondern auch als Stütze in Druckrichtung. Die Verbindung zwischen Stamm und Pfahl soll ein massiver Strang sein, kein schlaffes Band. Deshalb braucht man relativ viel Seil, pro Baum mindestens 2,50 Meter. Das Seil sollte außerdem auch einigermaßen dick sein.

Hier die Anleitung:

1. Das Seil wird in der Mitte zu einer dopptelten Schlinge gelegt, im Wassersport heißt das „Ankerknoten“ oder auch „Ankerstich“. Diese Doppelschlinge legt man recht weit oben (wichtig!) um den Pfahl und zieht sie fest. Nun hat man zwei parallele Seil-Enden.

2. Mit einer guten Handbreit Abstand – also etwa dem Abstand zwischen Baum und Pfahl – wird das Doppelseil nun einmal um den Stamm gelegt.

3. Jetzt kommt das Wichtigste: Mit beiden freien Enden gleichzeitig umwickelt man nun das Seilstück zwischen Baum und Pfahl möglichst straff, mit möglichst engen Windungen. Sieht ein wenig nach einem Henker-Knoten aus. Man wickelt so weit, bis man wieder ganz eng am Pfahl angekommen ist.

4. Am Pfahl teilt sich das doppelte Seil wieder, man führt die Enden beidseitig um den Pfahl herum und verknotet sie fest miteinander. Zu lange Enden abschneiden – fertig.

5. Zum Schluss kann man sicherheitshalber noch einen Nagel durch den Knoten in den Pfahl schlagen, damit sich der Knoten nicht öffnet und die Bindung nicht verrutschen kann.

Fazit: Es ist gar nicht so schwierig, man muss es nur mal richtig gezeigt bekommen. Wir hatten uns das übrigens während unserer vorletzten Pflanzung mal bei unserem Freund, Pflanz- und Natur-Berater Uwe Truckenmüller abgeschaut …

Vorher ...
... und nachher
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Pflanzfläche Oebisfelder Straße:
Hier sät der Profi die Weide für die Bienen

Mit Schwung aus dem Handgelenk - Aussaat auf der Streuobstwiese
Uwe Truckenmüller mischt die Saat mit Sand

Der Regen kam wie bestellt, denn unser Fachmann Uwe war einen Tag früher da: Auf unserer Pflanzfläche an der Oebisfelder Straße ist nun die Bienenweide ausgesät! Überall zwischen den Bäumen soll bald ein Teppich aus bunten Blüten wachsen, Nahrung für Bienen, vor allem Wildbienen, für Schmetterlinge und andere Insekten.

Bienen und auch andere Insekten sind wichtige Bestäuber und zugleich selbst wieder Nahrung für viele Vögel. Doch der Insektenbestand in Deutschland hat seit 1989 um mehr als drei Viertel abgenommen. Deshalb pflanzen wir nicht nur Bäume, sondern haben zusammen mit unserem Partnerverein Bienenweide e. V. auf der Pflanzfläche auch Bienenweide ausgesät.

Dazu wird nicht irgendeine Blumensaat verwendet, sondern ausschließlich von gebietseigenen Wildblumen und Wildgräsern aus gesicherter Herkunft. Unser Naturschutz-Profi Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme hatte sie für uns bei einem zertifizierten Händler eingekauft. Denn auch Insekten essen nicht alles, sondern das, was sie kennen und vertragen.

Es geht dabei nicht nur um Saatgut bestimmter Pflanzen, es muss auch in der Region gewonnen worden sein. Deshalb muss so eine Aussaat auf freien Flächen der Erhaltungsmischungsverordnung (ErMiV) entsprechen. Entsprechend wertvoll sind die Samen, ein Kilo kostet über hundert Euro. Diese Kosten übernimmt der Verein Bienenweide. Aber zum Glück braucht man auch nur etwa drei Gramm pro Quadratmeter – wenn man genau weiß, wie das geht mit der Saat.

 

Wie bringt man also eine so winzige Menge gleichmäßig aus? Mithilfe von Füllstoff. Dazu schaufelt Uwe zunächst mehrere Kilo Sand in einen Zement-Bottich schüttet die entsprechende Menge Saatgut hinzu und mischt alles gut durch. Das Mischverhältnis hat der Fachmann nach 30 Jahren praktischer Arbeit im Gefühl. Dann in den Eimer damit, und der Sämann beginnt seinen Marsch über die Fläche … Die hatte er ein paar Tage zuvor mit Sand abgezogen und so für die Saat vorbereitet (Beitrag unten).

Fast fünf Stunden hat Uwe zu tun, bis er endlich fertig ist.

Am Tag danach kommt der Regen und spült die winzigen Samenkörner in die Zwischenräume im Sand, der sie auch davor schützt, von Vögeln gefressen zu werden.

Nun heißt es: warten, bis die Saat aufgeht!

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Wasser Marsch!  Unser nasser Einsatz
für die Bäume an der Oebisfelder Straße

Gestern Nachmittag auf der nördlichen Pflanzfläche an der Oebisfelder Straße. Felix Bosdorf, Mitgründer von Otto pflanzt!, umklammert das Strahlrohr, sein Kollege Hartwig Haase dreht am Hahn, Felix legt den Hebel um: „Wasser Marsch!“ – Keine Feuerwehrübung, sondern unser erster Wässerungs-Einsatz!

Im November hatten wir hier fast 2000 Bäume und Sträucher gepflanzt, inzwischen fragten immer wieder Bürgerinnen und Bürger nach: Denkt ihr auch daran, dass die Bäumchen Wasser brauchen? Jawohl, das tun wir!

„Nach der Pflanzung damals hat der Stadtgartenbetrieb noch das Angießen übernommen“, sagt Felix, „dafür waren wir sehr dankbar. Aber jetzt sind wir selbst in der Pflicht. Das sieht der Gestattungsvertrag vor, den wir damals mit der Stadt geschlossen haben.“

Der Stadtgartenbetrieb hatte im November einen Mitarbeiter mit Wasserwagen geschickt (wir berichteten). Doch wie wässert man, wenn man keinen Wasserwagen hat? Wir baten die Freiwillige Feuerwehr Rothensee um Hilfe. Die dürfen zwar nach wie vor wegen der Pandemie nur zu echten Löscheinsätzen ausrücken, aber sie halfen mit drei jeweils 20 Meter langen C-Schläuchen und einem Strahlrohr. Und zum Glück befinden sich an der Nordgrenze der Pflanzfläche zwei Unterflurhydranten.

Um daraus Wasser zu zapfen, benötigt man ein Standrohr. Das haben wir bei den SWM gemietet. Die Montage des Standrohrs – für Feuerwehrleute Routine, für uns dagegen, ehrlich gesagt, ein kleines Abenteuer. Wir hatten zwar von den Stadtwerken ein Merkblatt, wie man das Rohr auf den Hydranten setzt – hilfreicher waren aber die Feuerwehr-Videos im Internet.

An einem Standrohr kann dann der Feuerwehrschlauch angeschlossen werden, zugleich auch noch ein dicker Gartenschlauch (3/4 Zoll). So wurden mit dem Strahlrohr die Büsche und Bäumchen auf dem Wall besprüht. Die rund 60 Obstbäume bekamen ihre Ration – jeweils etwa 50 Liter – mit der Gießkannen, die wir einzeln befüllt haben. Mit sechs Leuten hatten wir nach drei Stunden rund 6000 Liter Wasser an die Pflanzen verteilt.

Und ein paar Stunden, nachdem wir fertig waren – regnete es. Auch in der Nacht zu Freitag hatte es schon geregnet. Also alles umsonst? Nein: So viel Regen ist am Wochenende gar nicht gefallen. Und lieber ein wenig zu viel Wasser als zu wenig. Auf den Wetterbericht ist derzeit wenig Verlass (wegen Corona gibt es weniger Wetterdaten, da viele Flüge ausfallen). Und: Eine Wässerung muss ja auch geplant werden.

Als Nächstes werden wir auf der Fläche ein Rohrsystem installieren, damit die Wässerung künftig effektiver erfolgt, weniger Wasser verdunsten kann. Auf der südlichen Fläche planen wir einen Brunnen.

Eines haben wir jedenfalls verblüfft festgestellt: Wenn es regnet, bedauern wir das nicht mehr – sondern freuen uns, dass unsere Bäume Wasser bekommen!

Felix, Babett und Hartwig (v. l.) füllen Kannen und Kübel
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Pünktlich zum Tag des Baumes!
Otto pflanzt!   als e. V. anerkannt

Sonntag, 25. April 2021 – ein Tag, an dem wir doppelt feiern!

Heute ist Tag des Baumes: Der Tag, an dem weltweit Bäume gepflanzt werden, um daran zu erinnern, wie wichtig Wälder für die Menschen sind.

Zugleich dürfen wir uns heute auch ein wenig selbst feiern: Aus der Bürgerinitiative Otto pflanzt!  ist der Verein Otto pflanzt! e. V. geworden! Wir sind beim Registergericht Stendal eingetragen und vom Finanzamt Magdeburg als gemeinnützig anerkannt worden.

Klingt nach ziemlich viel Bürokratie – und das war es auch. Ein Verein braucht eine Satzung und einen Vorstand, er muss jährliche Bilanzen erstellen, Mitglieder- und Vorstandssitzungen durchführen und über alle Beschlüsse müssen Protokolle angefertigt werden. Gemeinnützige Vereine müssen zudem nachweisen, dass sie dem Gemeinwohl dienen und nicht aus kommerziellen Gründen existieren. Die finanziellen Mittel – also Spenden und Vereinsbeiträge – dürfen nur entsprechend der Satzung, die diese Gemeinnützigkeit beschreibt, verwendet werden. Das muss vom Finanzamt bestätigt werden. Pünktlich zum „Tag des Baumes“ schickte uns das Magdeburger Finanzamt jetzt den „Freistellungsbescheid“.

Warum dieser ganze Aufwand, wenn es doch nur darum geht, ganz, ganz viele Bäume zu pflanzen? Der wichtigste Vorteil einer Anerkennung als gemeinnütziger Verein ist: Er kann Spendenquittungen ausstellen, die der Spender oder die Spenderin von der Steuer absetzen kann. Bis zu einer Höhe von 200 Euro pro Spende „glaubt“ das Finanzamt dem Spender aufgrund des Kontoauszugs. Ab 200 Euro verlangt es eine „Zuwendungsbestätigung“ (so heißt die Spendenquittung im Amtsdeutsch). Und steuerlich abzugsfähig ist sie nur, wenn sie von einem anerkannt gemeinnützigen Verein kommt. Das ist insbesondere Firmen wichtig, die an Vereine spenden möchten.Otto pflanzt!  kann und darf jetzt selbst Zuwendungsbestätigungen ausstellen.

Wie war das denn bislang? Schließlich haben wir bereits mehrere Pflanzungen mit dem Geld unserer lieben Spenderinnen und Spender bestreiten können.

Bislang brauchten wir dafür stets eine Hilfestellung, einen Partner-Verein. Ganz zu Anfang war das der BUND e. V., seit April 2020 dann der Klimabonus e. V. Er hat für uns die Spenden entgegengenommen, abgerechnet, Quittungen geschrieben. Otto pflanzt!  hat sich im Gegenzug verpflichtet, im Sinne der Satzung des Partnervereins zu handeln. Das war rechtlich in Ordnung, das hat funktioniert, aber das war auch oft ein wenig anstrengend. Deshalb machen wir jetzt „unseren eigenen Kram“ – noch eigenverantwortlicher, noch schneller und mit weniger internem Verwaltungsaufwand. Vielen Dank für die Hilfe und die vertrauensvolle Zusammenarbeit an den Klimabonus e.V.

Was ändert sich für unsere Spender und Spenderinnen?

Fast nichts – nur die IBAN des Spendenkontos. Auch per PayPal könnt Ihr spenden. Das Geld kommt direkt an, wir verwenden es weiterhin ausschließlich für unsere Pflanz-Projekte und deren Pflege (Hinweis: PayPal zieht eine kleine Verwaltungsgebühr ab. Bei der direkten Überweisung geht nichts verloren).

Unsere Arbeit dagegen wird ab sofort noch effizienter. Das ist gut, denn wir haben noch viel vor. Immerhin sind wir unserem Ziel, 242.000 Bäume zu pflanzen, bereits ein Stück näher gekommen, etwa 3000 Pflanzen sind bereits in der Erde!

Übrigens: Die Idee, Bäume zu pflanzen, ist schon viele Jahrzehnte alt.

Der Tag des Baumes geht ursprünglich auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahre 1872 zurück. Im 1951 wurde er von den Vereinten Nationen beschlossen und im April 1952 erstmals in Deutschland gefeiert. Damals pflanzte Bundespräsident Theodor Heuss zusammen mit dem Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, einen Ahorn im Bonner Hofgarten.

Ein Jahr später, 1953, schrieb der französische Schriftsteller Jean Giono die Kurzgeschichte „Der Mann, der Bäume pflanzte“ (L’homme qui plantait des arbres). Die Geschichte handelt von einem Hirten, der aus Traurigkeit in der Einsamkeit lebt: Er hat Frau und Sohn verloren und überall in der Gegend sieht er nun die Bäume sterben. So entschließt er sich, über viele Jahre Tausende von Eicheln in die Erde zu setzen, und sei Plan geht auf … 1987 machte der kanadische Regisseur Frédéric Back daraus einen 30-minütigen, märchenhaften Animationsfilm, der sogar einen Oscar gewann: https://www.youtube.com/watch?v=cqoCm_fnoI4

Ein hübscher kleiner Film für den heutigen Tag – und so aktuell wie vor Jahrzenten!

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Was macht denn bloß der ganze Sand
auf der Fläche an der Oebisfelder Straße?

Der riesige Laster musste zweimal rückwärts auf die Fläche fahren – zentimetergenau durch die Öffnung im Zaun, und beide Male kippte er knapp 30 Tonnen Sand ab. Der Grund: Auf unseren Pflanzflächen an der Oebisfelder Straße wird demnächst die Bienenweide angelegt! Eine Fläche, auf der schon im Sommer die Blüten Tausender bunter (heimischer) Plfänzchen leuchten sollen. Ein gutes Nahrungsangebot für (Wild-) Bienen. Das Projekt machen wir zusammen mit dem Verein Bienenweide e. V.

Was aber haben Bienen und Blumen mit Sand zu tun? Der eher schwere Boden auf den Flächen ist prima für Bäume, aber nicht so sehr für kleine Blühpflanzen, die mageren Boden lieben. Außerdem ist der Boden sehr fest. Da er auch sehr steinig ist, kam ein Eggen nicht infrage. Ausweg: Eine dünne Sandschicht, die den Samenkörnern Halt gibt und den Boden an der Oberfläche magerer macht.

So viel Sand kostet normalerweise viel Geld – Geld, von dem wir lieber weitere Pflanzen kaufen. Unser Freund, Naturschutz- und Pflanz-Berater Uwe Truckenmüller, Chef des Pflanzenhofs Beyme, telefonierte – und fand einen Helfer: Detlef Beymann, Chef der Beymann GmbH Sand- und Kieswerke Magdeburg, sagte spontan und unbürokratisch Hilfe zu – und schickte uns den Sand über den Spediteur Mario Kuhnert direkt auf die Fläche. Und zwar kostenlos.

Damit hatten wir nicht gerechnet – ein ganz, ganz herzliches Dankeschön!

Kurz darauf kam Uwe mit einem Kollegen und einem kleinem Radlader, gemeinsam verteilten sie den Sand ganz dünn auf der Fläche, mischten ihn dabei ein wenig mit dem Boden und zogen die Fläche glatt. Zuerst auf der nördlichen Fläche mit den Streuobstbäumen, dann auf der südlichen Teilfläche mit den kniehohen Bäumchen und Sträuchern. Darum ist die Fläche jetzt fast gelb.

In der kommenden Woche kommt Fachmann Uwe Truckenmüller dann noch einmal persönlich und sät die winzigen Samenkörner für die Bienenweide ein.

Wir sind schon so gespannt, wie schön bunt das hier bald wird!

Dickes Dankeschön an Detlef Beymann für die Sandlieferung!
Mit einem kleinen Radlader wird der Sand ganz dünn verteilt
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Otto fragt!   – Schützen unsere
Spender auch zu Hause die Natur?

Sie taten sich zusammen und beschlossen: Die nächste Pflanzung von Otto pflanzt!  spenden wir – und zwar komplett! Die befreundeten Magdeburger Gastronomen Mario Gerlich („Sushifreunde“, SUSHIdeluxe“) und Kay Kladroba („Domino’s Pizza“) hielten Wort. Aber wie schützen die beiden in ihrem Alltag denn Natur und Umwelt? Otto pflanzt! fragte nach.
Die Spender Mario Gerlich („Sushifreunde“, „SUSHIdeluxe“, links), und Kay Kladroba („Domino’s Pizza“, rechts),
im Hintergrund Michael Kubbutat, Eigentümer der Fläche

Hallo Mario, hallo Kay – zunächst noch einmal ganz herzlichen Dank! Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, Otto pflanzt! zu helfen?

Kay: Als gebürtiger Magdeburger steht mir meine Heimatstadt sehr nahe. Es wurden viele Bäume die letzten Jahre gefällt. Die Initiative Otto pflanzt!  finde ich großartig, und uns bei der Wiederbegrünung der Stadt einzubringen, hat mir sehr gut gefallen.

Mario: Ich bin zwar kein gebürtiger Magdeburger, wohne aber seit dem Studium hier. Magdeburg zählt zu den grünsten Städten Deutschlands. Ich möchte, dass wir zu DER grünsten Stadt Deutschlands werden und ein Zeichen in Sachen Ökologie setzen.

Ihr habt am Samstag beide auch selbst Bäume gepflanzt, war es das erste Mal?

Kay (grinst): Nein, ein Ahorn und viele Thujas im Garten waren es schon.

Mario, Du hattest zur Pflanzung Deine 6-jährige Tochter dabei. Hat es ihr denn auch Spaß gemacht?

Mario: Natürlich hat es uns Spaß gemacht, es war sogar schönstes Wetter! Wir waren ja auch schon bei der ersten Aktion von Otto pflanzt! dabei – und werden es auch bei den nächsten sein.

Was können Eltern tun, um ihre Kinder für die Natur zu begeistern?

Kay: Kinder sind grundsätzlich neugierig, spielen und basteln gern. Das draußen zu kombinieren, in Verbindung mit der Natur, weckt großes Interesse. Wir haben gerade letzte Woche mit unserer 7-jährigen Tochter Rasen in einen Blumentopf für ein Ostergesteck gesät. Den gießt sie jeden Tag und freut sich, dass jetzt die ersten Halme zu sehen sind.

Mario: Kinder müssen raus an die frische Luft! Das weckt schon alleine Interesse an Ihrer Umgebung und der Natur. Solche Aktionen, wie es die „Waldfüchse“ machen und die täglichen Berichte der Volksstimme für Kinder über die Natur sind wunderbar für die Kinder. Und wenn man die Kids dann noch zum Bäumepflanzen mitnimmt, dann ist schon viel getan.

Kay, Du kamst mit einem E-Smart, um die Pizza zu bringen. Habt Ihr nur E-Fahrzeuge in der Firma? Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

Kay: Wir fahren jetzt seit über drei Jahren mit den Elektro-Smarts und sind damit sehr glücklich. Für die kurzen Wege haben wir außerdem noch 16 Pedelecs. Mit unseren Autos sind wir jedes Jahr über 500.000 Kilometer in der Stadt unterwegs.

Momentan haben wir 12 Elektro-Smarts im Einsatz und noch 5 Benziner. Aber bis 2025 werden wir ausschließlich mit E-Autos und E-Bikes ausfahren und keinerlei Emissionen mehr ausstoßen. In unserem Objekt auf der Lübecker Straße werden wir zusätzlich eine Photovoltaik Anlage installieren, mit der wir unsere E-Smartis mit selbst erzeugtem Strom betanken können.

Mario, wie ist das in Deiner Firma so mit E-Autos?

Mario: In unserem neuen Konzept „SushiDeluxe“ fahren wir bereits zu 100% elektrisch, mit 100% ÖkoStrom, und haben in der Halberstädter Straße 115 (Eiskellerpassage) bereits eine Solaranlage auf dem Dach. Bei den bereits seit 20 Jahren in Magdeburg ansässigen „Sushifreunde“ sind wir auf bestem Wege. Derzeit führen wir auch gerade neue E-Bikes zum Liefern ein. Alle Benziner werden, sobald das die Industrie ermöglicht, Schritt für Schritt gegen Elektrofahrzeuge ausgetauscht werden.

Wo wäre die Politik vielleicht noch mehr gefordert?

Kay: ganz klar am Ausbau der Lade-Infrastruktur. Wir brauchen in jeder Straße, an jedem Supermarkt und Parkhaus Ladesäulen.

Mario: „Vielleicht“ ist hier das falsche Wort in der richtigen Frage! Aber ich bin kein Politiker. Das würde hier zu weit führen.

Einige werden sagen: Bäume pflanzen, E-Autos … sieht ja alles toll aus, ist vielleicht aber auch nur gute PR …

Kay: Wir waren in dem Bereich E-Autos die Pioniere für Lieferdienste, und selbst die Verkäufer waren sich anfangs nicht sicher, ob das gut geht, mit den Reichweiten und bei den Temperaturunterschieden. Es war damals ein Risiko, aber heute wissen wir: Das war die richtige Entscheidung, und selbst unsere Fahrer sind begeistert und werden das privat weiter leben.

Die Technik wird immer besser. Die ersten Autos brauchten über Nacht fast 10 Stunden zum Laden, heute sind es 30 Minuten. Firmen, die in Zukunft nicht über Nachhaltigkeit nachdenken, wird es über kurz oder lang nicht mehr geben.

Mario: Es ist definitiv gute PR. Wir fahren aber schon seit fast 10 Jahren elektrisch bei „Sushifreunde“ – also schon zu einer Zeit, als es noch niemanden wirklich interessierte und das Thema von den deutschen Autokonzernen noch belächelt wurde.

Mit dem hier gespendeten Geld könnten wir mit herkömmlichem Marketing geschäftlich sicher viel mehr erreichen, das ist also nicht der initiale Grund für die Unterstützung von Otto pflanzt!. Bäume zu pflanzen, ist uns einfach eine Herzensangelegenheit. Da Bäume auch den Sauerstoff unserer Atemluft produzieren, ist es auch eine Lungenangelegenheit. Beim Pflanzen bewegt man auch noch den ganzen Körper und bleibt fit, und das Hirn bekommt auch noch Sauerstoff.

Nicht zu vergessen ist der unglaubliche Spirit bei den Helfern und Organisatoren, den wir alle Steffen Tilsch verdanken, der uns mit seiner Initiative aufgeweckt hat und uns die Möglichkeit bietet, der Natur etwas zurückzugeben. Es wird höchste Zeit dafür!

Was tut Ihr denn im Privatleben für den Natur- und Klimaschutz?

Mario: Ich beheize mein Haus zu 100% CO2-frei mit Ökostrom (leider nicht von den SWM, da die zu teuer sind); ich versuche, viel Fahrrad zu fahren, Flugreisen zu vermeiden, weniger Fleisch zu essen. Mein nächstes Auto wird ein Hybrid sein. In unserem Garten gibt es jedes Jahr eine Bienenwiese.

Kay: Privat fahren wir ebenfalls Stromer und E-Bikes. 2016 haben wir ein Energie-Plus-Haus mit Erdwärme gebaut und können mit Photovoltaik und Speicher fast Energie-autark leben.

Zum Abschluss ein kleiner Test:

Von welchen Bäumen stammen diese Blätter?

a
b
c
d

Mario:

a) Pappel
b) Ahorn
c) Linde
d) Eiche

Kay:

a) Pappel
b) Ahorn
c) Linde
d) Eiche

Dieser Vogel wurde vom Nabu gerade zum Vogel des Jahres gekürt. Wie heißt er?

Kay:

Rotkehlchen!

Mario:

Den sehe ich auch öfter in unserem Garten…

Danke, das war ein tolles Gespräch! Wir wünschen euch alles Gute und freuen uns, wenn ihr bei der nächsten Pflanzung wieder mit dabei seid.

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Hier pflanzen wir Bäume für einen Spielplatz und einen Garagen-Komplex in Rothensee

Leicht bewölkter Himmel, gerade mal 4 Grad – und trotzdem flogen nach nicht mal einer Stunde die ersten Jacken ins Gras, allen Akteuren von Otto pflanzt! wurde warm! Samstag waren wir wieder im Pflanz-Einsatz – und das fast zeitgleich an zwei Plätzen in der Stadt.

Morgens um acht, die Sonne stieg gerade über die Hausdächer der Stadt, Einsatz am Heinrich-Mundlos-Ring nahe der Lübecker Straße: Hier pflanzten wir 20 Gehölze (zwei ca. 2,50 Meter hohe Roteichen und zwei Feldahornbäume sowie 16 Sträucher) rund um den Spielplatz. Eine überschaubare Menge, wir hätten auch gern noch viel mehr gepflanzt. Die Anwohner hatten uns nämlich über große Hitze im Sommer berichtet, unter er die Kinder leiden – es gibt viel zu wenig Schatten auf dem Spielplatz. Doch das ging leider nicht. „Wir wollen den Charakter der Fläche erhalten“, so Magdeburgs Stadtplanungs-Chef Dr. Matthias Lerm gegenüber Otto pflanzt! Was wir toll finden: Die Anwohner haben sich freiwillig verpflichtet, die Pflege der Bäume zu übernehmen. Und die ersten zogen Sonntag gleich los – mit Kind und Kanne!

Samstag um 10 Uhr dann in, Rothensee, Buschfeldstraße. Jetzt eine große Pflanzung auf einem großen privaten Garagen-Komplex gegenüber der Grundschule. Eigentümer Michael Kubbutat hatte sich Ende Januar an Otto pflanzt! gewandt und die Fläche angeboten: über 1800 Quadratmeter Platz zwischen den Garagenreihen! Bisher wuchsen hier nur Moos und Grashalme zwischen den Schotterwege. Das hat sich Samstag geändert! 10 Apfelbäume, 85 weitere heimische Gehölze und rund 1100 Sträucher fanden hier ihr Zuhause, dazu Rankenpflanzen an den Garagenwänden. Und weil Micha Kubbutat Honigbienen hält, legten wir ihm zwei lange Streifen Blühwiese an. „Wir denken immer auch an Lebensräume für Vögel und Insekten“, sagt Leonie Wöhrle vom Otto-pflanzt!-Kernteam.

Vergangenen Mittwoche kamen wir, um die Fläche vorzubereiten, die Stellen für die Pflanzlöcher mit Bio-Farbe zu markieren. „Wir waren völlig überrascht“, sagt Otto-pflanzt!-Mitgründer Felix Bosdorf. „Ich dachte: War da ein Maulwurf am Werk?“ Denn: Die Löcher für die Obstbäume waren alle schon ausgehoben, die Blühstreifen weitgehend angelegt, und Michael hatte sogar noch einen kleinen Teich für Vögel und Bienen angelegt. „Das hatten wir nicht erwartet!“ sagt Felix.

Nun legten die 25 Helferinnen und Helfer los, angeleitet von unserem Pflanzen-Profi Uwe Truckenmüller (Geschäftsführer vom Pflanzenhof Beyme in Pechau). Uwe unterstützt die Bürgerinitiative schon seit der ersten Fläche ehrenamtlich und berät uns naturschutzfachlich – mal ehrlich, was wären wir ohne ihn? Uwe hatte den Pflanzplan erstellt, die Bestellung betreut und leitete uns vor Ort wieder an: Wurzeln und Triebe beschneiden, Pflanztiefe, Abstand … alles hat seine Ordnung! Es dauerte fünfeinhalb Stunden, dann war es geschafft … fast. Die Pflanzen mussten noch gegossen werden. Das übernahm Micha Kubbutat am Sonntag. „Ist ja wohl klar, dass ich mich um meine Zöglinge kümmere“, sagt er. „Ich bin begeistert, was das Team von Otto pflanzt! hier heute geleistet hat. Toll!“

Und auch das gab es noch nicht: Die ganze große Pflanzung spenden nur zwei Leute. Dazu haben sich die Magdeburger Gastronomen Kay Kladobra („Domino’s Pizza“) und Mario Gerlich von („Sushi-Deluxe“) verabredet. „Weil wir die Idee einfach richtig gut finden“, sagt Kay Kladobra. Und fuhr gleich mit einem E-Auto voller Pizzen zur Pflanzung: „Ich dachte, dass die vielen Helferinnen und Helfer am Mittag sicher Hunger haben.“

Dann schnappte er sich einen Spaten und half mit: „Das lasse ich mir nicht nehmen, und das ist auch nicht nur symbolisch: Ich stehe voll hinter dem Projekt.“ Mario Gerlich war mit Töchterchen Greta (7) gekommen, und natürlich auch sie halfen persönlich bei der Pflanzung.

Was alle Helferinnen und Helfer am Ende verblüfft hat: der eigene Fleiß. Um 15.30 Uhr waren alle rund 1200 Gehölze in der Erde, nun konnte der mitgebrachte Kuchen gegessen, ein Kaffee oder auch ein Bier getrunken werden.

Und – was war mit der Sicherheit? „Selbstverständlich hatten wir ein Hygienekonzept erstellt“, sagt Felix. „Auf den Flächen arbeiteten Teams aus maximal zwei Leuten, Team-Abstand vier Meter. Wer was besprechen wollte, setzte vorher die Maske auf. Und für die Hände stand auf den Tischen Desinfektionsmittel bereit.“

Schade, für die nächsten Monate war das unsere letzte Pflanzung. Weiter geht es ab November, wenn die jetzt beginnende Vegetationsphase zu Ende ist. Und wieder kommen wir unserem Ziel ein wenig näher – 242.000 Bäume zu pflanzen, für jede Magdeburgerin und jeden Magdeburger einen.

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„Magdeburger des Jahres“: Zweiter Platz!
Wir möchten euch DANKE sagen

Von Carina Schramm

Wow – wir sind begeistert! Vielen Dank an die Leser*innen der Volksstimme für die Wahl zu den Magdeburgern*innen des Jahres 2020: Ihr habt uns auf den zweiten Platz katapultiert!

Unsere Idee, in Magdeburg 242.000 Bäume zu Pflanzen, keimte erst vor ungefähr einem Jahr auf – wer hätte gedacht, dass unser Sprössling „Otto pflanzt!“ so schnell Früchte tragen wird?

Wir danken allen freiwilligen Unterstützern*innen und Spendern*innen für das großartige Engagement, das entgegengebrachte Vertrauen und für jeden einzelnen Beitrag! Vielen Dank an alle Mitwirkenden für die wundervolle Teamarbeit und die supercoolen und wichtigen Aktionen, die wir mit unserer Initiative bereits durchführen konnten!

Wir sind motiviert, in das Jahr 2021 mit vollem Tatendrang zu starten und freuen uns, mit den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Magdeburg unsere Welt auch in Zukunft ein klein bisschen besser machen zu können.

Auf der Webseite der Volksstimme könnt ihr alles im Detail nachlesen oder euch das Video ansehen.

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Es ist vollbracht! Unsere erste Fläche ist
bepflanzt – trotz aller Hindernisse …

Die Sonne stand bereits tief über dem Neustädter See, als die letzten Schläge der Pfahl-Ramme verhallten. Noch ein paar Schaufeln Erde, noch ein paar energische Tritte mit den Arbeitsschuhen, um den Boden über den Wurzeln zu verfestigen. Dann war es geschafft: Unsere beiden ersten Flächen, rechts und links der Oebisfelder Straße, sind bepflanzt!

Keine Pflanzparty, nur Arbeitseinsatz, aber dazu waren neben dem Kernteam rund 30 Helfer erschienen: Kinder sowie Frauen und Männer von 18 bis fast 80 halfen mit. Das stolze Ergebnis: 58 Obstbäume sowie 800 weitere standortheimische und ALB-resistente Bäume, außerdem Dutzende Sträucher haben nun ihre Wurzeln in Magdeburger Erde. Samstag, 14. November – das vorläufige Ende eines Marathon-Laufes.

Aber von Anfang an.

Die ersten Probleme zeigten sich nach der Planierung der Nordfläche. Dabei tauchte am Ende plötzlich eine alte Straße unter dem Untergrund auf: Über 200 Quadratmeter Asphalt und Schotter – zum Pflanzen von Bäumen schlicht untauglich. Die Raupe zog zog eine dünne Erddecke wieder drüber, so dass wir wenigstens eine Bienenweide anlegen können.
Damit war aber zunächst unklar, ob für die Raupe auch noch Zeit sein würde, auch die Südfläche zu bearbeiten, aber Firma Schottstädt und der Raupenfahrer meisterten das.

Die alte Straße war beim Bau der Oebisfelder Brücke Ende der 90er Jahre nicht zurückgebaut, sondern einfach mit Boden abgedeckt worden, aus naturschutzfachlicher Sicht ein höchst zweifelhaftes Vorgehen. Der Ordnung halber haben wir die Stadt noch informiert …

Die am 7. November vorgesehene Pflanzparty war wegen Corona bereits abgesagt. Da traf uns die Nachricht von der Baumschule auch nicht mehr so hart, wie es sonst der Fall gewesen wäre: Wegen der in diesem Jahr sehr langen Vegetationsphase wäre es nicht vernünftig gewesen, die Bäume pünktlich zum 7. November anzuliefern. Wir stimmten zu …

… und nutzten die Zeit an jenem Samstag, um schon mal die Pflanzlöcher zu graben. Auf der Nordfläche ackerte schon früh ein Minibagger, auf dem Erdwall stemmten sich zwei Helfer gegen die Kraft eines Erdbohrers, auf der Südfläche wurden Abstände gemessen, Spaten drangen in die Erde.

Für die Obstbäume auf der Nordfläche schickte die Rothenseer Firma Storck Umweltdienste GmbH uns am Samstagmorgen ganz unbürokratisch einen Minibagger mit Fahrer vorbei – ein ganz herzliches Dankeschön!
Zum Glück war in den letzten Tagen der zuvor sehr schlammige Boden wieder soweit getrocknet, dass der Bagger die Fläche gut befahren konnte: Er hob 46 Löcher für die Obstbäume auf der Südfläche aus, dazu ein paar Dutzend Löcher auf dem Erdwall für weitere Bäume – die Stellen hatten wir zuvor genau ausgemessen und markiert.

Die Buddel-Aktion wie auch die Pflanzung in der Woche darauf – ein Arbeitseinsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, vorher abgesprochen mit dem Sozialministerium, und alle Beteiligten mussten dem Konzept zustimmen: Teams aus jeweils nur zwei Leuten arbeiteten zusammen, Ausnahme nur, wenn mehrere aus einem Haushalt kamen. Alle trugen Maske, jeder ein Schildchen mit der Team-Nummer, natürlich gab es die obligatorischen Anwesenheitslisten.

Am 14. November dann die Pflanzaktion – nach eingeübten Hygiene-Regeln. Masken, das Eintragen in die Listen – alles schon selbstverständlich, gar nicht schlimm. Hart war etwas anderes: der Boden. Auf den Wällen ringsum hatte der Bagger große Löcher gegraben, in die kleine Bäumchen und Büsche gesetzt wurden – dann war die Aufgabe, die Löcher wieder zu schließen. Schwierig!
Die Obstbaum-Teams hatten nicht weniger zu schuften: Die Pfähle, an die die Bäume demnächst angebunden werden, damit sie dem Wind standhalten, mussten in den Boden. Mit einer Ramme. Man muss sich das wie eine dicke Metallhülse zwischen zwei Griffen vorstellen: Die Hülse wird über den Pfahl gestülpt, hochgehoben – und dann mit „Wumms“ auf den Pfahl geschlagen. Das kostet Kraft!
Ehrlich gesagt: Wir hatten gedacht, nachdem die Buddel-Aktion der Vorwoche nach gut vier Stunden beendet war, wären wir nun noch schneller. Nun ja, eben falsch gedacht. Aber:  Wir haben es geschafft, am Ende des Tages war alles bepflanzt.

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Hier macht die Raupe unsere erste Fläche klar

Sie dröhnte und rappelte, schnaufte und quietschte – aber sie ließ sich nicht stoppen. Um kurz nach halb acht begann die Caterpillar D5M am Donnerstag ihr Werk auf der nördlichen Fläche an der Oebisfelder Straße. Einsatz für „Otto pflanzt“! Der Auftrag: Das Gelände modellieren. Die obere Schicht des Bodens musste abgetragen werden – in einer Höhe von 20 Zentimetern. Und das auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Wer gut im Kopfrechnen ist, sieht: Da kommt was zusammen – nämlich so um die 800 Kubikmeter Erde – nass, klebrig, voller Wurzeln. Unermüdlich schob das 16 Tonnen schwere Kettenfahrzeug Scholle um Scholle über das Feld, türmte sie zu Erdwällen auf. Stunde um Stunde quietschte sie lauter – aber hielt durch. Und auch der Fahrer, den Firma Schottstädt & Partner auf die Raupe gesetzt hatte, hielt durch: den ganzen Donnerstag und auch am Freitag bis in den Nachmittag, als er eigentlich schon Feierabend gehabt hätte. Nebenbei: Es soll keiner denken, dass die Raupe von Spendengeldern bezahlt würde – die kompletten Arbeitseinsatz hat die Firma uns gespendet. Aber warum dieser Einsatz? Neben den hochstämmigen Apfel- und Birnenbäumen, die hier gepflanzt werden sollen, entsteht hier eine Bienenweide. Das bedeutet: eine Wiese mit vielen kleinen bunten Blühpflanzen. Für Letztere war der Boden zu „fett“ – zu viele Nährstoffe, die nur der Konkurrenz geholfen hätten. Blumenwiese braucht mageren Boden. Die Raupe trug die „Fettschicht“ ab und modellierte daraus Wälle. „Das sieht alles prima aus!“ freute sich unser Pflanzen-Fachmann Uwe vom Pflanzenhof Beyme in Pechau, der auch die Auswahl der Bäume traf, die Pflanzung betreut und für uns ehrenamtlich tätig ist. (Dafür auch an dieser Stelle ein ganz, ganz dickes Dankeschön!) „Die Wälle werden wir mit Sträuchern bepflanzen. Das schützt nicht nur die Bäume, sondern auch die Bienenweide – Insekten haben es nicht gern windig.“ Als Nächstes wird ein Mini-Bagger die Löcher für die Pflanzung der Obstbäume buddeln. Denn der Boden, der nun freigelegt wurde, ist lehmig und so fest, dass wir das mit dem Spaten nicht schaffen würden.
Hartwig (r.) vom Kernteam "Otto pflanzt" erklärt dem Raupenfahrer den Einsatz
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Die Grenzen einer Planierraupe

Manchmal gibt es Probleme, auf die kommt man als Normalmensch im Leben nicht …
Bäume pflanzen ist einfach: Loch in die Erde, Baum rein, Erde andrücken – fertig? Nee, unsere beiden Pflanz-Flächen an der Oebisfelder Straße müssen schon vorbereitet werden.

Die nördliche Fläche: Hier entsteht eine Streuobstwiese über einer Bienenweide. Doch der Boden hat sehr viele Nährstoffe. Gut für Bäume, schlecht für die Bienenweide. Denn die kleinen Blühpflanzen werden auf nährstoffreicher Erde schnell von Gras und Brennesseln überwuchert, abgeschattet und sterben dann. Deshalb sollen die fetten oberen 20 Zentimeter des Bodens „abgeschoben“ werden. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird deshalb eine Raupe die obere Bodenschicht an die Ränder der Fläche schieben und einen Wall auftürmen, der mit Bäumen bepflanzt wird.Dickes Dankeschön bei dieser Gelegenheit an die Rothenseer Firma Schottstädt und Partner, die uns dabei mit dem nötigen schweren Gerät unterstützt – und deren Fahrer für „Otto pflanzt“ keine Überstunden scheut.

Auf der südlichen Fläche, wo kleine standortheimische Bäume gepflanzt werden, sollte ein „Weg“ in die Fläche geschoben werden, auf der die Bienenweide gesät wird. Es könnte also die Raupe doch einfach die paar Quadratmeter auf der südlichen Fläche gleich mit bearbeiten. Dachten wir.
Falsch gedacht.
Denn: Die Raupe kommt nicht über die Oebisfelder Straße!

Die Raupe ist ein Kettenfahrzeug. Ihre Ketten zerstören Asphalt und Bordsteine. Deshalb darf sie auf Straßen nicht fahren. Zur Fläche wird sie per Tieflader gebracht. Der kostet viel Geld. Um auf die zweite Fläche zu kommen, müsste die Raupe ein zweites Mal per Tieflader transportiert werden. Zu teuer. Schottstädt hat zwar auch eine Raupe mit Gummi-Ketten, die dürfte die Straße queren. Nur: Die ist zu klein, für die nördliche Fläche würde sie ewig brauchen. Scheidet also auch aus.

Letzte Idee: Die Südfläche übernimmt ein mobiler Bagger. Der fährt vom Firmenhof zur Fläche und schiebt den Weg ab. Der Bagger kam, sah und – blieb fast stecken. Trotz seiner extra breiten Räder; er wiegt ja auch satte 18 Tonnen. Und es hatte viel geregnet, die Erde war weich wie Quark.

Mission impossible. Und was nun?
Der Weg wird vorerst nicht abgeschoben, aber der Bereich von Bäumen freigehalten. Vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit, bei festerem Boden, oder wir verteilen Sand auf der Fläche, um der Bienenweide den Boden ein wenig „abzumagern“.

Es bleibt spannend!

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Otto pflanzt!   beim Neujahrsempfang der Grünen

Am Montag haben wir (Dana, Felix & Steffen) uns in den Neujahrsempfang der Grünen geschmuggelt. Wir haben viel Networking betrieben und unser Projekt gekannt gemacht. Da auch andere Parteien eingeladen waren, haben wir die Chance an Zopf gegriffen um auch mit Vertretern der CDU und SPD gesprochen.

Uns wurde breitflächig Zusammenarbeit, gerade hinsichtlich evtl. benötigten Anträgen im Stadtrat, zugesagt.

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Erstes Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung

Am 19.12.2019 fand ein Gespräch mit Herr Dr. Scheidemann (Beigeordneter Dezernat VI, Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr), Frau Andruscheck (Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, Betriebsleiterin) und einer Vertreterin des Stadtplanungsamtes statt. Geplant war, unser Anliegen grundsätzlich darzustellen und über geeignete Flächen zu reden.

Das Gespräch lief sehr nett und in lockerer Atmosphäre ab. Insgesamt konnte man uns auf die Schnelle aber keine passenden Flächen zuweisen (was auch zu erwarten war). Die Stadt kommt wohl schon mit Ausgleichsflächen für (Industrie-)Versiegelungen nicht hinterher.

Es gibt eine Reihe von Ideen welche durch die beiden Damen und ihre Ämter weiter geprüft werden sollen (ehemaliges 50Hz Gelände, Gelände zwischen Karl-Miller-Bad und Müllkippe, Flächen zwischen Flughafen und Elbe, und weitere). Flächen entlang der Elbe und im Stadtpark sind entweder wegen Hochwasserschutz oder Denkmalschutz schwierig. Weitere Angriffspunkte wären Naturschutzflächen und entlang der Autobahnen. Wir haben ein weiteres Treffen Anfang Februar vereinbart (Termin steht noch nicht fest).