Aktuelles auf einen Blick

Die Spender Mario Gerlich („Sushifreunde“, SUSHIdeluxe“, links), und Kay Kladroba
(„Domino’s Pizza“, rechts) im Hintergrund Michael Kubbutat, Eigentümer der Fläche

Otto fragt!

Schützen unsere Spender auch zu Hause die Natur?

Sie taten sich zusammen und beschlossen: Die nächste Pflanzung von Otto pflanzt!  spenden wir – und zwar komplett! Die befreundeten Magdeburger Gastronomen Mario Gerlich („Sushifreunde“, SUSHIdeluxe“) und Kay Kladroba („Domino’s Pizza“) hielten Wort. Aber wie schützen die beiden in ihrem Alltag denn Natur und Umwelt? Otto pflanzt! fragte nach.

Hallo Mario, hallo Kay – zunächst noch einmal ganz herzlichen Dank! Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, Otto pflanzt! zu helfen?

Kay: Als gebürtiger Magdeburger steht mir meine Heimat Stadt sehr nahe. Es wurden viele Bäume die letzten Jahre gefällt. Die Initiative Otto pflanzt finde ich großartig und uns bei der Wieder-Begrünung der Stadt einzubringen, hat mir sehr gut gefallen.

Mario: Ich bin zwar kein gebürtiger Magdeburger, wohne aber seit dem Studium hier. Magdeburg zählt zu den grünsten Städten Deutschlands. Ich möchte, dass wir zu DER grünsten Stadt Deutschlands werden und ein Zeichen in Sachen Ökologie setzen.

Ihr habt am Samstag beide auch selbst Bäume gepflanzt, war es das erste Mal?

Kay (grinst): Nein, ein Ahorn und viele Thujas im Garten waren es schon.

Mario, Du hattest zur Pflanzung Deine 6-jährige Tochter dabei. Hat es ihr denn auch Spaß gemacht?

Mario: Natürlich hat es uns Spaß gemacht, es war sogar schönstes Wetter! Wir waren ja auch schon bei der ersten Aktion von Otto pflanzt! dabei – und werden es auch bei den nächsten sein.

Was können Eltern tun, um ihre Kinder für die Natur zu begeistern?

Kay: Kinder sind grundsätzlich neugierig, spielen und basteln gern. Das draußen zu kombinieren, in Verbindung mit der Natur, weckt großes Interesse. Wir haben gerade letzte Woche mit unserer 7-jährigen Tochter Rasen in einen Blumentopf für ein Ostergesteck gesät. Den gießt sie jeden Tag und freut sich, dass jetzt die ersten Halme zu sehen sind.

Mario: Kinder müssen raus an die frische Luft! Das weckt schon alleine Interesse an Ihrer Umgebung und der Natur. Solche Aktionen, wie es die „Waldfüchse“ machen und die täglichen Berichte der Volksstimme für Kinder über die Natur sind wunderbar für die Kinder. Und wenn man die Kids dann noch zum Bäumepflanzen mitnimmt, dann ist schon viel getan.

Kay, Du kamst mit einem E-Smart, um die Pizza zu bringen. Habt Ihr nur E-Fahrzeuge in der Firma? Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

Kay: Wir fahren jetzt seit über drei Jahren mit den Elektro-Smarts und sind damit sehr glücklich. Für die kurzen Wege haben wir außerdem noch 16 Pedelecs. Mit unseren Autos sind wir jedes Jahr über 500.000 Kilometer in der Stadt unterwegs.

Momentan haben wir 12 Elektro-Smarts im Einsatz und noch 5 Benziner. Aber bis 2025 werden wir ausschließlich mit E-Autos und E-Bikes ausfahren und keinerlei Emissionen mehr ausstoßen. In unserem Objekt auf der Lübecker Straße werden wir zusätzlich eine Photovoltaik Anlage installieren, mit der wir unsere E-Smartis mit selbst erzeugtem Strom betanken können.

Mario, wie ist das in Deiner Firma so mit E-Autos?

Mario: In unserem neuen Konzept „SushiDeluxe“ fahren wir bereits zu 100% elektrisch, mit 100% ÖkoStrom, und haben in der Halberstädter Straße 115 (Eiskellerpassage) bereits eine Solaranlage auf dem Dach. Bei den bereits seit 20 Jahren in Magdeburg ansässigen „Sushifreunde“ sind wir auf bestem Wege. Derzeit führen wir auch gerade neue E-Bikes zum Liefern ein. Alle Benziner werden, sobald das die Industrie ermöglicht, Schritt für Schritt gegen Elektrofahrzeuge ausgetauscht werden.

Wo wäre die Politik vielleicht noch mehr gefordert?

Kay: ganz klar am Ausbau der Lade-Infrastruktur. Wir brauchen in jeder Straße, an jedem Supermarkt und Parkhaus Ladesäulen.

Mario: „Vielleicht“ ist hier das falsche Wort in der richtigen Frage! Aber ich bin kein Politiker. Das würde hier zu weit führen.

Einige werden sagen: Bäume pflanzen, E-Autos … sieht ja alles toll aus, ist vielleicht aber auch nur gute PR …

Kay: Wir waren in dem Bereich E-Autos die Pioniere für Lieferdienste, und selbst die Verkäufer waren sich anfangs nicht sicher, ob das gut geht, mit den Reichweiten und bei den Temperaturunterschieden. Es war damals ein Risiko, aber heute wissen wir: Das war die richtige Entscheidung, und selbst unsere Fahrer sind begeistert und werden das privat weiter leben.

Die Technik wird immer besser. Die ersten Autos brauchten über Nacht fast 10 Stunden zum Laden, heute sind es 30 Minuten. Firmen, die in Zukunft nicht über Nachhaltigkeit nachdenken, wird es über kurz oder lang nicht mehr geben.

Mario: Es ist definitiv gute PR. Wir fahren aber schon seit fast 10 Jahren elektrisch bei „Sushifreunde“ – also schon zu einer Zeit, als es noch niemanden wirklich interessierte und das Thema von den deutschen Autokonzernen noch belächelt wurde.

Mit dem hier gespendeten Geld könnten wir mit herkömmlichem Marketing geschäftlich sicher viel mehr erreichen, das ist also nicht der initiale Grund für die Unterstützung von Otto pflanzt!. Bäume zu pflanzen, ist uns einfach eine Herzensangelegenheit. Da Bäume auch den Sauerstoff unserer Atemluft produzieren, ist es auch eine Lungenangelegenheit. Beim Pflanzen bewegt man auch noch den ganzen Körper und bleibt fit, und das Hirn bekommt auch noch Sauerstoff.

Nicht zu vergessen ist der unglaubliche Spirit bei den Helfern und Organisatoren, den wir alle Steffen Tilsch verdanken, der uns mit seiner Initiative aufgeweckt hat und uns die Möglichkeit bietet, der Natur etwas zurückzugeben. Es wird höchste Zeit dafür!

Was tut Ihr denn im Privatleben für den Natur- und Klimaschutz?

Mario: Ich beheize mein Haus zu 100% CO2-frei mit Ökostrom (leider nicht von den SWM, da die zu teuer sind); ich versuche, viel Fahrrad zu fahren, Flugreisen zu vermeiden, weniger Fleisch zu essen. Mein nächstes Auto wird ein Hybrid sein. In unserem Garten gibt es jedes Jahr eine Bienenwiese.

Kay: Privat fahren wir ebenfalls Stromer und E-Bikes. 2016 haben wir ein Energie-Plus-Haus mit Erdwärme gebaut und können mit Photovoltaik und Speicher fast Energie-autark leben.

Zum Abschluss ein kleiner Test: Hier sind vier Fotos von Laub. Welche Bäume sind das?

Mario:

  1. a) Pappel
  2. b) Ahorn
  3. c) Linde
  4. d) Eiche

 

Kay:

  1. a) Pappel
  2. b) Ahorn
  3. c) Linde
  4. d) Eichel

 

Dieser Vogel wurde vom Nabu gerade zum Vogel des Jahres gekürt. Wie heißt er?

Kay: Rotkehlchen

Mario: sehe ich auch öfter in unserem Garten…

Das war ein tolles Gespräch, danke! Wir wünschen Euch alles Gute und freuen uns, wenn Ihr bei der nächsten Pflanzung wieder mit dabei seid.

Otto pflanzt! Weiter!

Text: Hendrik Broxtermann

Fotos: Felix Bosdorf, Steffen Tilsch

Drohnenaufnahmen: Openeyesmedia.de

Ein Spielplatz und ein Garagen-Komplex in Rothensee

Magdeburg. Leicht bewölkter Himmel, gerade mal 4 Grad – und trotzdem flogen nach nicht mal einer Stunde die ersten Jacken ins Gras, allen Akteuren von Otto pflanzt! wurde warm! Samstag waren wir wieder im Pflanz-Einsatz – und das fast zeitgleich an zwei Plätzen in der Stadt.

Morgens um acht, die Sonne stieg gerade über die Hausdächer der Stadt, Einsatz am Heinrich-Mundlos-Ring nahe der Lübecker Straße: Hier pflanzten wir 20 Gehölze (zwei ca. 2,50 Meter hohe Roteichen und zwei Feldahornbäume sowie 16 Sträucher) rund um den Spielplatz. Eine überschaubare Menge, wir hätten auch gern noch viel mehr gepflanzt. Die Anwohner hatten uns nämlich über große Hitze im Sommer berichtet, unter er die Kinder leiden – es gibt viel zu wenig Schatten auf dem Spielplatz. Doch das ging leider nicht. „Wir wollen den Charakter der Fläche erhalten“, so Magdeburgs Stadtplanungs-Chef Dr. Matthias Lerm gegenüber Otto pflanzt! Was wir toll finden: Die Anwohner haben sich freiwillig verpflichtet, die Pflege der Bäume zu übernehmen. Und die ersten zogen Sonntag gleich los – mit Kind und Kanne!

Samstag um 10 Uhr dann in, Rothensee, Buschfeldstraße. Jetzt eine große Pflanzung auf einem großen privaten Garagen-Komplex gegenüber der Grundschule. Eigentümer Michael Kubbutat hatte sich Ende Januar an Otto pflanzt! gewandt und die Fläche angeboten: über 1800 Quadratmeter Platz zwischen den Garagenreihen! Bisher wuchsen hier nur Moos und Grashalme zwischen den Schotterwege. Das hat sich Samstag geändert! 10 Apfelbäume, 85 weitere heimische Gehölze und rund 1100 Sträucher fanden hier ihr Zuhause, dazu Rankenpflanzen an den Garagenwänden. Und weil Micha Kubbutat Honigbienen hält, legten wir ihm zwei lange Streifen Blühwiese an. „Wir denken immer auch an Lebensräume für Vögel und Insekten“, sagt Leonie Wöhrle vom Otto-pflanzt!-Kernteam.

Vergangenen Mittwoche kamen wir, um die Fläche vorzubereiten, die Stellen für die Pflanzlöcher mit Bio-Farbe zu markieren. „Wir waren völlig überrascht“, sagt Otto-pflanzt!-Mitgründer Felix Bosdorf. „Ich dachte: War da ein Maulwurf am Werk?“ Denn: Die Löcher für die Obstbäume waren alle schon ausgehoben, die Blühstreifen weitgehend angelegt, und Michael hatte sogar noch einen kleinen Teich für Vögel und Bienen angelegt. „Das hatten wir nicht erwartet!“ sagt Felix.

Nun legten die 25 Helferinnen und Helfer los, angeleitet von unserem Pflanzen-Profi Uwe Truckenmüller (Geschäftsführer vom Pflanzenhof Beyme in Pechau). Uwe unterstützt die Bürgerinitiative schon seit der ersten Fläche ehrenamtlich und berät uns naturschutzfachlich – mal ehrlich, was wären wir ohne ihn? Uwe hatte den Pflanzplan erstellt, die Bestellung betreut und leitete uns vor Ort wieder an: Wurzeln und Triebe beschneiden, Pflanztiefe, Abstand … alles hat seine Ordnung! Es dauerte fünfeinhalb Stunden, dann war es geschafft … fast. Die Pflanzen mussten noch gegossen werden. Das übernahm Micha Kubbutat am Sonntag. „Ist ja wohl klar, dass ich mich um meine Zöglinge kümmere“, sagt er. „Ich bin begeistert, was das Team von Otto pflanzt! hier heute geleistet hat. Toll!“

Und auch das gab es noch nicht: Die ganze große Pflanzung spenden nur zwei Leute. Dazu haben sich die Magdeburger Gastronomen Kay Kladobra („Domino’s Pizza“) und Mario Gerlich von („Sushi-Deluxe“) verabredet. „Weil wir die Idee einfach richtig gut finden“, sagt Kay Kladobra. Und fuhr gleich mit einem E-Auto voller Pizzen zur Pflanzung: „Ich dachte, dass die vielen Helferinnen und Helfer am Mittag sicher Hunger haben.“

Dann schnappte er sich einen Spaten und half mit: „Das lasse ich mir nicht nehmen, und das ist auch nicht nur symbolisch: Ich stehe voll hinter dem Projekt.“ Mario Gerlich war mit Töchterchen Greta (7) gekommen, und natürlich auch sie halfen persönlich bei der Pflanzung.

Was alle Helferinnen und Helfer am Ende verblüfft hat: der eigene Fleiß. Um 15.30 Uhr waren alle rund 1200 Gehölze in der Erde, nun konnte der mitgebrachte Kuchen gegessen, ein Kaffee oder auch ein Bier getrunken werden.

Und – was war mit der Sicherheit? „Selbstverständlich hatten wir ein Hygienekonzept erstellt“, sagt Felix. „Auf den Flächen arbeiteten Teams aus maximal zwei Leuten, Team-Abstand vier Meter. Wer was besprechen wollte, setzte vorher die Maske auf. Und für die Hände stand auf den Tischen Desinfektionsmittel bereit.“

Schade, für die nächsten Monate war das unsere letzte Pflanzung. Weiter geht es ab November, wenn die jetzt beginnende Vegetationsphase zu Ende ist. Und wieder kommen wir unserem Ziel ein wenig näher – 242.000 Bäume zu pflanzen, für jede Magdeburgerin und jeden Magdeburger einen.

Plenum

Am 11.03.21 um 16 Uhr via Zoom

Unser Plenum ist offen für alle! Wir treffen uns regelmäßig in lockerer Athmosphäre, um über die Initiative zu sprechen, Aufgaben zu verteilen und Probleme anzugehen.
Das Treffen ist offen für alle, die reinschnuppern möchte, Interesse haben und/oder helfen möchten.

 Alle Interessent*innen sind herzlich willkommen und wir freuen uns auf neue Gesichter! Folgt einfach dem Zoomlink:

"Magdeburger des Jahres": Zweiter Platz!
Wir möchten euch DANKE sagen

von Carina Schramm
22. Januar 2021

Wow – wir sind begeistert! Vielen Dank an die Leser*innen der Volksstimme für die Wahl zu den Magdeburgern*innen des Jahres 2020: Ihr habt uns auf den zweiten Platz katapultiert!

Unsere Idee, in Magdeburg 242.000 Bäume zu Pflanzen, keimte erst vor ungefähr einem Jahr auf – wer hätte gedacht, dass unser Sprössling „Otto pflanzt!“ so schnell Früchte tragen wird?

Wir danken allen freiwilligen Unterstützern*innen und Spendern*innen für das großartige Engagement, das entgegengebrachte Vertrauen und für jeden einzelnen Beitrag! Vielen Dank an alle Mitwirkenden für die wundervolle Teamarbeit und die supercoolen und wichtigen Aktionen, die wir mit unserer Initiative bereits durchführen konnten!

Wir sind motiviert, in das Jahr 2021 mit vollem Tatendrang zu starten und freuen uns, mit den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt Magdeburg unsere Welt auch in Zukunft ein klein bisschen besser machen zu können.

Auf der Webseite der Volksstimme könnt ihr alles im Detail nachlesen oder euch das Video ansehen.

Es ist vollbracht! Unsere erste Fläche ist bepflanzt – trotz aller Hindernisse ...

von Hendrik Broxtermann
18. November 2020

Die Sonne stand bereits tief über dem Neustädter See, als die letzten Schläge der Pfahl-Ramme verhallten. Noch ein paar Schaufeln Erde, noch ein paar energische Tritte mit den Arbeitsschuhen, um den Boden über den Wurzeln zu verfestigen. Dann war es geschafft:
Unsere beiden ersten Flächen, rechts und links der Oebisfelder Straße, sind bepflanzt!

Keine Pflanzparty, nur Arbeitseinsatz, aber dazu waren neben dem Kernteam rund 30 Helfer erschienen: Kinder sowie Frauen und Männer von 18 bis fast 80 halfen mit. Das stolze Ergebnis: 58 Obstbäume sowie 800 weitere standortheimische und ALB-resistente Bäume, außerdem Dutzende Sträucher haben nun ihre Wurzeln in Magdeburger Erde. Samstag, 14. November – das vorläufige Ende eines Marathon-Laufes.

Aber von Anfang an.

Die ersten Probleme zeigten sich nach der Planierung der Nordfläche. Dabei tauchte am Ende plötzlich eine alte Straße unter dem Untergrund auf: Über 200 Quadratmeter Asphalt und Schotter – zum Pflanzen von Bäumen schlicht untauglich. Die Raupe zog zog eine dünne Erddecke wieder drüber, so dass wir wenigstens eine Bienenweide anlegen können.
Damit war aber zunächst unklar, ob für die Raupe auch noch Zeit sein würde, auch die Südfläche zu bearbeiten, aber Firma Schottstädt und der Raupenfahrer meisterten das.

Die alte Straße war beim Bau der Oebisfelder Brücke Ende der 90er Jahre nicht zurückgebaut, sondern einfach mit Boden abgedeckt worden, aus naturschutzfachlicher Sicht ein höchst zweifelhaftes Vorgehen. Der Ordnung halber haben wir die Stadt noch informiert …

Die am 7. November vorgesehene Pflanzparty war wegen Corona bereits abgesagt. Da traf uns die Nachricht von der Baumschule auch nicht mehr so hart, wie es sonst der Fall gewesen wäre: Wegen der in diesem Jahr sehr langen Vegetationsphase wäre es nicht vernünftig gewesen, die Bäume pünktlich zum 7. November anzuliefern. Wir stimmten zu …

… und nutzten die Zeit an jenem Samstag, um schon mal die Pflanzlöcher zu graben. Auf der Nordfläche ackerte schon früh ein Minibagger, auf dem Erdwall stemmten sich zwei Helfer gegen die Kraft eines Erdbohrers, auf der Südfläche wurden Abstände gemessen, Spaten drangen in die Erde.

Für die Obstbäume auf der Nordfläche schickte die Rothenseer Firma Storck Umweltdienste GmbH uns am Samstagmorgen ganz unbürokratisch einen Minibagger mit Fahrer vorbei – ein ganz herzliches Dankeschön! 
Zum Glück war in den letzten Tagen der zuvor sehr schlammige Boden wieder soweit getrocknet, dass der Bagger die Fläche gut befahren konnte: Er hob 46 Löcher für die Obstbäume auf der Südfläche aus, dazu ein paar Dutzend Löcher auf dem Erdwall für weitere Bäume – die Stellen hatten wir zuvor genau ausgemessen und markiert.

Die Buddel-Aktion wie auch die Pflanzung in der Woche darauf – ein Arbeitseinsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, vorher abgesprochen mit dem Sozialministerium, und alle Beteiligten mussten dem Konzept zustimmen: Teams aus jeweils nur zwei Leuten arbeiteten zusammen, Ausnahme nur, wenn mehrere aus einem Haushalt kamen. Alle trugen Maske, jeder ein Schildchen mit der Team-Nummer, natürlich gab es die obligatorischen Anwesenheitslisten.

Am 14. November dann die Pflanzaktion – nach eingeübten Hygiene-Regeln. Masken, das Eintragen in die Listen – alles schon selbstverständlich, gar nicht schlimm. Hart war etwas anderes: der Boden. Auf den Wällen ringsum hatte der Bagger große Löcher gegraben, in die kleine Bäumchen und Büsche gesetzt wurden – dann war die Aufgabe, die Löcher wieder zu schließen. Schwierig!
Die Obstbaum-Teams hatten nicht weniger zu schuften: Die Pfähle, an die die Bäume demnächst angebunden werden, damit sie dem Wind standhalten, mussten in den Boden. Mit einer Ramme. Man muss sich das wie eine dicke Metallhülse zwischen zwei Griffen vorstellen: Die Hülse wird über den Pfahl gestülpt, hochgehoben – und dann mit „Wumms“ auf den Pfahl geschlagen. Das kostet Kraft!
Ehrlich gesagt: Wir hatten gedacht, nachdem die Buddel-Aktion der Vorwoche nach gut vier Stunden beendet war, wären wir nun noch schneller. Nun ja, eben falsch gedacht. Aber:  Wir haben es geschafft, am Ende des Tages war alles bepflanzt.

Abschließend nun noch ein großes Dankeschön an Magdeburgs Eigenbetrieb Stadtgärten und Friedhöfe: Die schickten am Dienstag einen Mann mit Wasserwagen, der die Pflanzen enschlämmte. Denn das Wetter hatte uns im Stick gelassen – der angekündigte Regen kam nicht. Darauf hatten wir uns nicht verlassen, aber auch die Freiwillige Feuerwehr, die uns gern geholfen hätte, kam nicht – sie durfte nicht. Das Katastrophenschutzamt hat bis auf Weiteres alle Einsätze, die nicht einer direkten Notlage geschuldet sind, wegen Corona-Gefahr untersagt.

Trotz allem: Unsere ersten Flächen stehen! Und wir sind glücklich …
Danke an alle Helfer, an alle Spender – besonders an Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme in Prester, der uns nicht nur fachkundig beraten hat, sondern den ganzen Tag unermüdlich mit voller Kraft im Einsatz war.

Hier macht die Raupe unsere erste Fläche klar​

von Hendrik Broxtermann
30. Oktober 2020

Hartwig (r.) vom Kernteam "Otto pflanzt" erklärt dem Raupenfahrer den Einsatz

Sie dröhnte und rappelte, schnaufte und quietschte – aber sie ließ sich nicht stoppen. Um kurz nach halb acht begann die Caterpillar D5M am Donnerstag ihr Werk auf der nördlichen Fläche an der Oebisfelder Straße. Einsatz für „Otto pflanzt“!

Der Auftrag: Das Gelände modellieren. Die obere Schicht des Bodens musste abgetragen werden – in einer Höhe von 20 Zentimetern. Und das auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Wer gut im Kopfrechnen ist, sieht: Da kommt was zusammen – nämlich so um die 800 Kubikmeter Erde – nass, klebrig, voller Wurzeln.

Unermüdlich schob das 16 Tonnen schwere Kettenfahrzeug Scholle um Scholle über das Feld, türmte sie zu Erdwällen auf. Stunde um Stunde quietschte sie lauter – aber hielt durch. Und auch der Fahrer, den Firma Schottstädt & Partner auf die Raupe gesetzt hatte, hielt durch: den ganzen Donnerstag und auch am Freitag bis in den Nachmittag, als er eigentlich schon Feierabend gehabt hätte. Nebenbei: Es soll keiner denken, dass die Raupe von Spendengeldern bezahlt würde – die kompletten Arbeitseinsatz hat die Firma uns gespendet.

Aber warum dieser Einsatz? Neben den hochstämmigen Apfel- und Birnenbäumen, die hier gepflanzt werden sollen, entsteht hier eine Bienenweide. Das bedeutet: eine Wiese mit vielen kleinen bunten Blühpflanzen. Für Letztere war der Boden zu „fett“ – zu viele Nährstoffe, die nur der Konkurrenz geholfen hätten. Blumenwiese braucht mageren Boden. Die Raupe trug die „Fettschicht“ ab und modellierte daraus Wälle.

„Das sieht alles prima aus!“ freute sich unser Pflanzen-Fachmann Uwe vom Pflanzenhof Beyme in Pechau, der auch die Auswahl der Bäume traf, die Pflanzung betreut und für uns ehrenamtlich tätig ist. (Dafür auch an dieser Stelle ein ganz, ganz dickes Dankeschön!) „Die Wälle werden wir mit Sträuchern bepflanzen. Das schützt nicht nur die Bäume, sondern auch die Bienenweide – Insekten haben es nicht gern windig.“

Als Nächstes wird ein Mini-Bagger die Löcher für die Pflanzung der Obstbäume buddeln. Denn der Boden, der nun freigelegt wurde, ist lehmig und so fest, dass wir das mit dem Spaten nicht schaffen würden.

Ergebnis nach den ersten vier Stunden: Ein großer Teil der Nordfläche ist bereits abgeschoben

Die Grenzen einer Planierraupe

von Hendrik Broxtermann
28. Oktober 2020

Manchmal gibt es Probleme, auf die kommt man als Normalmensch im Leben nicht …
Bäume pflanzen ist einfach: Loch in die Erde, Baum rein, Erde andrücken – fertig? Nee, unsere beiden Pflanz-Flächen an der Oebisfelder Straße müssen schon vorbereitet werden.

Die nördliche Fläche: Hier entsteht eine Streuobstwiese über einer Bienenweide. Doch der Boden hat sehr viele Nährstoffe. Gut für Bäume, schlecht für die Bienenweide. Denn die kleinen Blühpflanzen werden auf nährstoffreicher Erde schnell von Gras und Brennesseln überwuchert, abgeschattet und sterben dann. Deshalb sollen die fetten oberen 20 Zentimeter des Bodens „abgeschoben“ werden. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird deshalb eine Raupe die obere Bodenschicht an die Ränder der Fläche schieben und einen Wall auftürmen, der mit Bäumen bepflanzt wird.Dickes Dankeschön bei dieser Gelegenheit an die Rothenseer Firma Schottstädt und Partner, die uns dabei mit dem nötigen schweren Gerät unterstützt – und deren Fahrer für „Otto pflanzt“ keine Überstunden scheut.

Auf der südlichen Fläche, wo kleine standortheimische Bäume gepflanzt werden, sollte ein „Weg“ in die Fläche geschoben werden, auf der die Bienenweide gesät wird. Es könnte also die Raupe doch einfach die paar Quadratmeter auf der südlichen Fläche gleich mit bearbeiten. Dachten wir.
Falsch gedacht.
Denn: Die Raupe kommt nicht über die Oebisfelder Straße!

Die Raupe ist ein Kettenfahrzeug. Ihre Ketten zerstören Asphalt und Bordsteine. Deshalb darf sie auf Straßen nicht fahren. Zur Fläche wird sie per Tieflader gebracht. Der kostet viel Geld. Um auf die zweite Fläche zu kommen, müsste die Raupe ein zweites Mal per Tieflader transportiert werden. Zu teuer. Schottstädt hat zwar auch eine Raupe mit Gummi-Ketten, die dürfte die Straße queren. Nur: Die ist zu klein, für die nördliche Fläche würde sie ewig brauchen. Scheidet also auch aus.

Letzte Idee: Die Südfläche übernimmt ein mobiler Bagger. Der fährt vom Firmenhof zur Fläche und schiebt den Weg ab. Der Bagger kam, sah und – blieb fast stecken. Trotz seiner extra breiten Räder; er wiegt ja auch satte 18 Tonnen. Und es hatte viel geregnet, die Erde war weich wie Quark.

Mission impossible. Und was nun?
Der Weg wird vorerst nicht abgeschoben, aber der Bereich von Bäumen freigehalten. Vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit, bei festerem Boden, oder wir verteilen Sand auf der Fläche, um der Bienenweide den Boden ein wenig „abzumagern“.

Es bleibt spannend!

Es geht voran!

von Felix Bosdorf
09. Oktober 2020

 „Einheitsrupfen“ am 03. Oktober 2020

Wie in den letzten Beiträgen berichtet, werden wir die ersten beiden Pflanz-Flächen rechts und links der Oebisfelder Straße, Stadtteil Rothensee, im November bepflanzen. Wir haben dazu jetzt den Gestattungsvertrag mit der Landeshauptstadt Magdeburg abgeschlossen. Damit kann es jetzt auch offiziell losgehen!

Mit über 20 Mitglieder von „Otto pflanzt“ – am Tag der deutschen Einheit aktiv!

 Unserer „Einheitsrupfen war ein voller Erfolg! Wir haben als Vorbereitungsmaßnahme für die Pflanzung in der Obisfelder Str. die kleinere Fläche von Strünken / Wurzeln der Alt-Pflanzen, welche untergepflügt wurden, befreit und diese zu einer Totholz-Hecke aufgestapelt. Damit haben wir nun einen Lebensraum für Kleintiere geschaffen. Die Hecke türmte sich zum Ende unserer Aktion auf einer Länge von über 10 Metern und einer Höhe von über einem Meter. 

Wir kommen zur ersten großen  Pflanzung!

Damit sind wir – nach vielen Stunden der Vorbereitung – jetzt für die Pflanzung bereit!

Am 07. November oder am 14. November 2020 – je nach Wetterlage – werden wir ab 10:00 Uhr die beiden Flächen links und rechts der Oebisfelder Str. bepflanzen.
Auf der größeren Fläche wird eine Streuobstwiese mit 59 Obstbäumen – vorwiegend Apfelbäumen entstehen.
Auf der kleineren Fläche werden wir über 800 
andere junge, standortheimische Bäume pflanzen. 

Dazu brauchen wir deine Hilfe! Komm vorbei und hilf bei der Pflanzung, damit wir Magdeburg gemeinsam wieder grüner machen mit!

Mitbringen:

– Arbeitshandschuhe
– Arbeitsschuhe
etwas zu essen, Getränke werden wir organisieren 
– hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Einheitsrupfen am 03.10

von Steffen Tilsch
24. September 2020

Hallo liebe Baumfreund*innen,

beim Begehen unserer ersten Fläche an der Oebisfelder Straße haben wir festgestellt, dass die Strünke/Wurzeln der Alt-Pflanzen untergepflügt wurden. Diese werden – sobald es wieder feuchter wird – austreiben und die Neupflanzungen (und vor allem die Bienenweide) in Bedrängnis bringen.

Wir rufen aus diesem Grund zum „Einheitsrumpfen“ auf.

Treffpunkt:

Mitbringen:

  • Arbeitshandschuhe
  • Arbeitsschuhe
  • etwas zu essen und zu trinken
  • hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Wir freuen uns auf euch!

Unsere ersten Flächen + Spendenaktion läuft super

von Steffen Tilsch
21. August 2020

Hallo liebe Baumfreunde*innen,

Vielen lieben Dank für eure Spenden! Am Mittwoch haben wir die magische 5000 € Marke bei Startnext überschritten und können damit in die nächste Phase übergehen.

Wie schon angedeutet und bei der Volksstimme beschrieben, werden unsere ersten beiden Flächen in Rothensee bepflanzt. Diese befinden sich an der Ecke Oebisfelder Straße gleich neben dem Neustädter See. Auf beiden Flächen wurde mehrfach der Asiatische Laubholzbockkäfer ALB gefunden, was den Bereich nun zum Quarantänegebiet macht und wodurch ein Großteil der Bäume gefällt werden musste.

Oebisfelder Straße in Magdeburg Rothensee Vielen Dank an openeyesmedia für das tolle Foto!

In Absprache mit dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg SFM und dem Umweltamt ist das folgende Konzept entstanden. Alle ausgesuchten Baumarten gehören nicht zu den Wirtsbäumen des ALB und können so bedenkenlos auch in diesem sensiblen Gebiet gepflanzt werden.

Die Größere der beiden wird im Innenbereich zur Streuobstwiese. Zirka 50 Obstbäume werden über die nächsten Jahre diese alte und extrem artenreiche Kulturlandschaft wieder zum Leben erwecken. Zwischen und unter den Bäumen wird unser Partner Bienenweide e.V. eine wunderschöne und wertvolle Blühwiese entstehen lassen. Somit entsteht ein sehr wertvoller Lebensraum für viele Insekten und Tiere.

In den Randbereichen werden wir Sträucher und Gehölze pflanzen – hier können sich kleine Nager verstecken und Insekten Unterschlupf finden.

Da eine Streuobstwiese einer gewissen Pflege bedarf (beschneiden, jährliches Mähen der Blühwiese) müssen an dieser Stelle Hochstämme gewählt werden – welche entgegen unserem ursprünglichen Konzept deutlich mehr kosten (30-45€) – da die Abstände zwischen den Bäumen aber viel größer sind fällt das nicht so ins Gewicht.

Auf der kleineren Fläche werden wir – wie ursprünglich geplant – viele kleine Setzlinge (2-3 Jährig) verschiedener Arten pflanzen. Diese sind günstiger – allerdings muss über die Jahre bei dieser Art der Pflanzung mit bis zu 30 Prozent Ausfall gerechnet werden. Später kann es dazu kommen, dass für eine bessere Nährstoffversorgung einzelne Bäume entfernt werden müssen, dies wird fachlich als „Durchforsten“ bezeichnet und liegt in der Natur der Pflanzart.

Damit – vor allem in den ersten Jahren – die neue Pflanzung nicht durch Wild beschädigt wird, werden beide Flachen mit einem Wildschutzzaun versehen – dieser wird freundlicherweise durch den SFM finanziert und aufgestellt (DANKE!).

Damit auch die Anwohner*innen in Rothensee die Streuobstwiese nutzen können wird es einen öffentlichen Zugang geben – wer weiß – vielleicht gibt es in ein paar Jahren Rotheseeer Apfelkuchen oder Apfelsaft?

In den nächsten Wochen wird die Fläche durch den SFM vorbereitet (Stubben werden gefräst, Mutterboden umverteilt), damit die Grundlage für die Pflanzungen im November gegeben ist.

Jetzt zum wichtigsten Punkt – der Pflege: Die Pflege wird für die nächsten Jahre Otto pflanzt! übernehmen. Später übernimmt die Obhut über die Pflanzungen wieder die Stadt. Die Kosten für den fachgerechten Baumschnitt, Gießen und Nachpflanzungen sind einkalkuliert und Teil des Konzepts. Dennoch bitten wir hier um die Mithilfe von Magdeburger Firmen und Vereinen.

Es wird also alles daran gesetzt, dass die Bäume und Sträucher nicht verdorren und sich ein nachhaltiges Ökosystem entwickelt von dem viele Generationen zehren können.

Wir hoffen auf viele weitere Flächen in und um Magdeburg. Bitte spendet weiter so fleißig und werbt für ein grünes Magdeburg.

Euer Otto pflanzt – Team

Es ist vollbracht! Unsere erste Fläche ist bepflanzt – trotz aller Hindernisse ...

von Hendrik Broxtermann
18. November 2020

Die Sonne stand bereits tief über dem Neustädter See, als die letzten Schläge der Pfahl-Ramme verhallten. Noch ein paar Schaufeln Erde, noch ein paar energische Tritte mit den Arbeitsschuhen, um den Boden über den Wurzeln zu verfestigen. Dann war es geschafft:
Unsere beiden ersten Flächen, rechts und links der Oebisfelder Straße, sind bepflanzt!

Keine Pflanzparty, nur Arbeitseinsatz, aber dazu waren neben dem Kernteam rund 30 Helfer erschienen: Kinder sowie Frauen und Männer von 18 bis fast 80 halfen mit. Das stolze Ergebnis: 58 Obstbäume sowie 800 weitere standortheimische und ALB-resistente Bäume, außerdem Dutzende Sträucher haben nun ihre Wurzeln in Magdeburger Erde. Samstag, 14. November – das vorläufige Ende eines Marathon-Laufes.

Aber von Anfang an.

Die ersten Probleme zeigten sich nach der Planierung der Nordfläche. Dabei tauchte am Ende plötzlich eine alte Straße unter dem Untergrund auf: Über 200 Quadratmeter Asphalt und Schotter – zum Pflanzen von Bäumen schlicht untauglich. Die Raupe zog zog eine dünne Erddecke wieder drüber, so dass wir wenigstens eine Bienenweide anlegen können.
Damit war aber zunächst unklar, ob für die Raupe auch noch Zeit sein würde, auch die Südfläche zu bearbeiten, aber Firma Schottstädt und der Raupenfahrer meisterten das.

Die alte Straße war beim Bau der Oebisfelder Brücke Ende der 90er Jahre nicht zurückgebaut, sondern einfach mit Boden abgedeckt worden, aus naturschutzfachlicher Sicht ein höchst zweifelhaftes Vorgehen. Der Ordnung halber haben wir die Stadt noch informiert …

Die am 7. November vorgesehene Pflanzparty war wegen Corona bereits abgesagt. Da traf uns die Nachricht von der Baumschule auch nicht mehr so hart, wie es sonst der Fall gewesen wäre: Wegen der in diesem Jahr sehr langen Vegetationsphase wäre es nicht vernünftig gewesen, die Bäume pünktlich zum 7. November anzuliefern. Wir stimmten zu …

… und nutzten die Zeit an jenem Samstag, um schon mal die Pflanzlöcher zu graben. Auf der Nordfläche ackerte schon früh ein Minibagger, auf dem Erdwall stemmten sich zwei Helfer gegen die Kraft eines Erdbohrers, auf der Südfläche wurden Abstände gemessen, Spaten drangen in die Erde.

Für die Obstbäume auf der Nordfläche schickte die Rothenseer Firma Storck Umweltdienste GmbH uns am Samstagmorgen ganz unbürokratisch einen Minibagger mit Fahrer vorbei – ein ganz herzliches Dankeschön! 
Zum Glück war in den letzten Tagen der zuvor sehr schlammige Boden wieder soweit getrocknet, dass der Bagger die Fläche gut befahren konnte: Er hob 46 Löcher für die Obstbäume auf der Südfläche aus, dazu ein paar Dutzend Löcher auf dem Erdwall für weitere Bäume – die Stellen hatten wir zuvor genau ausgemessen und markiert.

Die Buddel-Aktion wie auch die Pflanzung in der Woche darauf – ein Arbeitseinsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, vorher abgesprochen mit dem Sozialministerium, und alle Beteiligten mussten dem Konzept zustimmen: Teams aus jeweils nur zwei Leuten arbeiteten zusammen, Ausnahme nur, wenn mehrere aus einem Haushalt kamen. Alle trugen Maske, jeder ein Schildchen mit der Team-Nummer, natürlich gab es die obligatorischen Anwesenheitslisten.

Am 14. November dann die Pflanzaktion – nach eingeübten Hygiene-Regeln. Masken, das Eintragen in die Listen – alles schon selbstverständlich, gar nicht schlimm. Hart war etwas anderes: der Boden. Auf den Wällen ringsum hatte der Bagger große Löcher gegraben, in die kleine Bäumchen und Büsche gesetzt wurden – dann war die Aufgabe, die Löcher wieder zu schließen. Schwierig!
Die Obstbaum-Teams hatten nicht weniger zu schuften: Die Pfähle, an die die Bäume demnächst angebunden werden, damit sie dem Wind standhalten, mussten in den Boden. Mit einer Ramme. Man muss sich das wie eine dicke Metallhülse zwischen zwei Griffen vorstellen: Die Hülse wird über den Pfahl gestülpt, hochgehoben – und dann mit „Wumms“ auf den Pfahl geschlagen. Das kostet Kraft!
Ehrlich gesagt: Wir hatten gedacht, nachdem die Buddel-Aktion der Vorwoche nach gut vier Stunden beendet war, wären wir nun noch schneller. Nun ja, eben falsch gedacht. Aber:  Wir haben es geschafft, am Ende des Tages war alles bepflanzt.

Abschließend nun noch ein großes Dankeschön an Magdeburgs Eigenbetrieb Stadtgärten und Friedhöfe: Die schickten am Dienstag einen Mann mit Wasserwagen, der die Pflanzen enschlämmte. Denn das Wetter hatte uns im Stick gelassen – der angekündigte Regen kam nicht. Darauf hatten wir uns nicht verlassen, aber auch die Freiwillige Feuerwehr, die uns gern geholfen hätte, kam nicht – sie durfte nicht. Das Katastrophenschutzamt hat bis auf Weiteres alle Einsätze, die nicht einer direkten Notlage geschuldet sind, wegen Corona-Gefahr untersagt.

Trotz allem: Unsere ersten Flächen stehen! Und wir sind glücklich …
Danke an alle Helfer, an alle Spender – besonders an Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme in Prester, der uns nicht nur fachkundig beraten hat, sondern den ganzen Tag unermüdlich mit voller Kraft im Einsatz war.

Hier macht die Raupe unsere erste Fläche klar​

von Hendrik Broxtermann
30. Oktober 2020

Hartwig (r.) vom Kernteam "Otto pflanzt" erklärt dem Raupenfahrer den Einsatz

Sie dröhnte und rappelte, schnaufte und quietschte – aber sie ließ sich nicht stoppen. Um kurz nach halb acht begann die Caterpillar D5M am Donnerstag ihr Werk auf der nördlichen Fläche an der Oebisfelder Straße. Einsatz für „Otto pflanzt“!

Der Auftrag: Das Gelände modellieren. Die obere Schicht des Bodens musste abgetragen werden – in einer Höhe von 20 Zentimetern. Und das auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Wer gut im Kopfrechnen ist, sieht: Da kommt was zusammen – nämlich so um die 800 Kubikmeter Erde – nass, klebrig, voller Wurzeln.

Unermüdlich schob das 16 Tonnen schwere Kettenfahrzeug Scholle um Scholle über das Feld, türmte sie zu Erdwällen auf. Stunde um Stunde quietschte sie lauter – aber hielt durch. Und auch der Fahrer, den Firma Schottstädt & Partner auf die Raupe gesetzt hatte, hielt durch: den ganzen Donnerstag und auch am Freitag bis in den Nachmittag, als er eigentlich schon Feierabend gehabt hätte. Nebenbei: Es soll keiner denken, dass die Raupe von Spendengeldern bezahlt würde – die kompletten Arbeitseinsatz hat die Firma uns gespendet.

Aber warum dieser Einsatz? Neben den hochstämmigen Apfel- und Birnenbäumen, die hier gepflanzt werden sollen, entsteht hier eine Bienenweide. Das bedeutet: eine Wiese mit vielen kleinen bunten Blühpflanzen. Für Letztere war der Boden zu „fett“ – zu viele Nährstoffe, die nur der Konkurrenz geholfen hätten. Blumenwiese braucht mageren Boden. Die Raupe trug die „Fettschicht“ ab und modellierte daraus Wälle.

„Das sieht alles prima aus!“ freute sich unser Pflanzen-Fachmann Uwe vom Pflanzenhof Beyme in Pechau, der auch die Auswahl der Bäume traf, die Pflanzung betreut und für uns ehrenamtlich tätig ist. (Dafür auch an dieser Stelle ein ganz, ganz dickes Dankeschön!) „Die Wälle werden wir mit Sträuchern bepflanzen. Das schützt nicht nur die Bäume, sondern auch die Bienenweide – Insekten haben es nicht gern windig.“

Als Nächstes wird ein Mini-Bagger die Löcher für die Pflanzung der Obstbäume buddeln. Denn der Boden, der nun freigelegt wurde, ist lehmig und so fest, dass wir das mit dem Spaten nicht schaffen würden.

Ergebnis nach den ersten vier Stunden: Ein großer Teil der Nordfläche ist bereits abgeschoben

Die Grenzen einer Planierraupe

von Hendrik Broxtermann
28. Oktober 2020

Manchmal gibt es Probleme, auf die kommt man als Normalmensch im Leben nicht …
Bäume pflanzen ist einfach: Loch in die Erde, Baum rein, Erde andrücken – fertig? Nee, unsere beiden Pflanz-Flächen an der Oebisfelder Straße müssen schon vorbereitet werden.

Die nördliche Fläche: Hier entsteht eine Streuobstwiese über einer Bienenweide. Doch der Boden hat sehr viele Nährstoffe. Gut für Bäume, schlecht für die Bienenweide. Denn die kleinen Blühpflanzen werden auf nährstoffreicher Erde schnell von Gras und Brennesseln überwuchert, abgeschattet und sterben dann. Deshalb sollen die fetten oberen 20 Zentimeter des Bodens „abgeschoben“ werden. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird deshalb eine Raupe die obere Bodenschicht an die Ränder der Fläche schieben und einen Wall auftürmen, der mit Bäumen bepflanzt wird.Dickes Dankeschön bei dieser Gelegenheit an die Rothenseer Firma Schottstädt und Partner, die uns dabei mit dem nötigen schweren Gerät unterstützt – und deren Fahrer für „Otto pflanzt“ keine Überstunden scheut.

Auf der südlichen Fläche, wo kleine standortheimische Bäume gepflanzt werden, sollte ein „Weg“ in die Fläche geschoben werden, auf der die Bienenweide gesät wird. Es könnte also die Raupe doch einfach die paar Quadratmeter auf der südlichen Fläche gleich mit bearbeiten. Dachten wir.
Falsch gedacht.
Denn: Die Raupe kommt nicht über die Oebisfelder Straße!

Die Raupe ist ein Kettenfahrzeug. Ihre Ketten zerstören Asphalt und Bordsteine. Deshalb darf sie auf Straßen nicht fahren. Zur Fläche wird sie per Tieflader gebracht. Der kostet viel Geld. Um auf die zweite Fläche zu kommen, müsste die Raupe ein zweites Mal per Tieflader transportiert werden. Zu teuer. Schottstädt hat zwar auch eine Raupe mit Gummi-Ketten, die dürfte die Straße queren. Nur: Die ist zu klein, für die nördliche Fläche würde sie ewig brauchen. Scheidet also auch aus.

Letzte Idee: Die Südfläche übernimmt ein mobiler Bagger. Der fährt vom Firmenhof zur Fläche und schiebt den Weg ab. Der Bagger kam, sah und – blieb fast stecken. Trotz seiner extra breiten Räder; er wiegt ja auch satte 18 Tonnen. Und es hatte viel geregnet, die Erde war weich wie Quark.

Mission impossible. Und was nun?
Der Weg wird vorerst nicht abgeschoben, aber der Bereich von Bäumen freigehalten. Vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit, bei festerem Boden, oder wir verteilen Sand auf der Fläche, um der Bienenweide den Boden ein wenig „abzumagern“.

Es bleibt spannend!

Es geht voran!

von Felix Bosdorf
09. Oktober 2020

 „Einheitsrupfen“ am 03. Oktober 2020

Wie in den letzten Beiträgen berichtet, werden wir die ersten beiden Pflanz-Flächen rechts und links der Oebisfelder Straße, Stadtteil Rothensee, im November bepflanzen. Wir haben dazu jetzt den Gestattungsvertrag mit der Landeshauptstadt Magdeburg abgeschlossen. Damit kann es jetzt auch offiziell losgehen!

Mit über 20 Mitglieder von „Otto pflanzt“ – am Tag der deutschen Einheit aktiv!

 Unserer „Einheitsrupfen war ein voller Erfolg! Wir haben als Vorbereitungsmaßnahme für die Pflanzung in der Obisfelder Str. die kleinere Fläche von Strünken / Wurzeln der Alt-Pflanzen, welche untergepflügt wurden, befreit und diese zu einer Totholz-Hecke aufgestapelt. Damit haben wir nun einen Lebensraum für Kleintiere geschaffen. Die Hecke türmte sich zum Ende unserer Aktion auf einer Länge von über 10 Metern und einer Höhe von über einem Meter. 

Wir kommen zur ersten großen  Pflanzung!

Damit sind wir – nach vielen Stunden der Vorbereitung – jetzt für die Pflanzung bereit!

Am 07. November oder am 14. November 2020 – je nach Wetterlage – werden wir ab 10:00 Uhr die beiden Flächen links und rechts der Oebisfelder Str. bepflanzen.
Auf der größeren Fläche wird eine Streuobstwiese mit 59 Obstbäumen – vorwiegend Apfelbäumen entstehen.
Auf der kleineren Fläche werden wir über 800 
andere junge, standortheimische Bäume pflanzen. 

Dazu brauchen wir deine Hilfe! Komm vorbei und hilf bei der Pflanzung, damit wir Magdeburg gemeinsam wieder grüner machen mit!

Mitbringen:

– Arbeitshandschuhe
– Arbeitsschuhe
etwas zu essen, Getränke werden wir organisieren 
– hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Einheitsrupfen am 03.10

von Steffen Tilsch
24. September 2020

Hallo liebe Baumfreund*innen,

beim Begehen unserer ersten Fläche an der Oebisfelder Straße haben wir festgestellt, dass die Strünke/Wurzeln der Alt-Pflanzen untergepflügt wurden. Diese werden – sobald es wieder feuchter wird – austreiben und die Neupflanzungen (und vor allem die Bienenweide) in Bedrängnis bringen.

Wir rufen aus diesem Grund zum „Einheitsrumpfen“ auf.

Treffpunkt:

Mitbringen:

  • Arbeitshandschuhe
  • Arbeitsschuhe
  • etwas zu essen und zu trinken
  • hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Wir freuen uns auf euch!

Unsere ersten Flächen + Spendenaktion läuft super

von Steffen Tilsch
21. August 2020

Hallo liebe Baumfreunde*innen,

Vielen lieben Dank für eure Spenden! Am Mittwoch haben wir die magische 5000 € Marke bei Startnext überschritten und können damit in die nächste Phase übergehen.

Wie schon angedeutet und bei der Volksstimme beschrieben, werden unsere ersten beiden Flächen in Rothensee bepflanzt. Diese befinden sich an der Ecke Oebisfelder Straße gleich neben dem Neustädter See. Auf beiden Flächen wurde mehrfach der Asiatische Laubholzbockkäfer ALB gefunden, was den Bereich nun zum Quarantänegebiet macht und wodurch ein Großteil der Bäume gefällt werden musste.

Oebisfelder Straße in Magdeburg Rothensee Vielen Dank an openeyesmedia für das tolle Foto!

In Absprache mit dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg SFM und dem Umweltamt ist das folgende Konzept entstanden. Alle ausgesuchten Baumarten gehören nicht zu den Wirtsbäumen des ALB und können so bedenkenlos auch in diesem sensiblen Gebiet gepflanzt werden.

Die Größere der beiden wird im Innenbereich zur Streuobstwiese. Zirka 50 Obstbäume werden über die nächsten Jahre diese alte und extrem artenreiche Kulturlandschaft wieder zum Leben erwecken. Zwischen und unter den Bäumen wird unser Partner Bienenweide e.V. eine wunderschöne und wertvolle Blühwiese entstehen lassen. Somit entsteht ein sehr wertvoller Lebensraum für viele Insekten und Tiere.

In den Randbereichen werden wir Sträucher und Gehölze pflanzen – hier können sich kleine Nager verstecken und Insekten Unterschlupf finden.

Da eine Streuobstwiese einer gewissen Pflege bedarf (beschneiden, jährliches Mähen der Blühwiese) müssen an dieser Stelle Hochstämme gewählt werden – welche entgegen unserem ursprünglichen Konzept deutlich mehr kosten (30-45€) – da die Abstände zwischen den Bäumen aber viel größer sind fällt das nicht so ins Gewicht.

Auf der kleineren Fläche werden wir – wie ursprünglich geplant – viele kleine Setzlinge (2-3 Jährig) verschiedener Arten pflanzen. Diese sind günstiger – allerdings muss über die Jahre bei dieser Art der Pflanzung mit bis zu 30 Prozent Ausfall gerechnet werden. Später kann es dazu kommen, dass für eine bessere Nährstoffversorgung einzelne Bäume entfernt werden müssen, dies wird fachlich als „Durchforsten“ bezeichnet und liegt in der Natur der Pflanzart.

Damit – vor allem in den ersten Jahren – die neue Pflanzung nicht durch Wild beschädigt wird, werden beide Flachen mit einem Wildschutzzaun versehen – dieser wird freundlicherweise durch den SFM finanziert und aufgestellt (DANKE!).

Damit auch die Anwohner*innen in Rothensee die Streuobstwiese nutzen können wird es einen öffentlichen Zugang geben – wer weiß – vielleicht gibt es in ein paar Jahren Rotheseeer Apfelkuchen oder Apfelsaft?

In den nächsten Wochen wird die Fläche durch den SFM vorbereitet (Stubben werden gefräst, Mutterboden umverteilt), damit die Grundlage für die Pflanzungen im November gegeben ist.

Jetzt zum wichtigsten Punkt – der Pflege: Die Pflege wird für die nächsten Jahre Otto pflanzt! übernehmen. Später übernimmt die Obhut über die Pflanzungen wieder die Stadt. Die Kosten für den fachgerechten Baumschnitt, Gießen und Nachpflanzungen sind einkalkuliert und Teil des Konzepts. Dennoch bitten wir hier um die Mithilfe von Magdeburger Firmen und Vereinen.

Es wird also alles daran gesetzt, dass die Bäume und Sträucher nicht verdorren und sich ein nachhaltiges Ökosystem entwickelt von dem viele Generationen zehren können.

Wir hoffen auf viele weitere Flächen in und um Magdeburg. Bitte spendet weiter so fleißig und werbt für ein grünes Magdeburg.

Euer Otto pflanzt – Team

Es ist vollbracht! Unsere erste Fläche ist bepflanzt – trotz aller Hindernisse ...

von Hendrik Broxtermann
18. November 2020

Die Sonne stand bereits tief über dem Neustädter See, als die letzten Schläge der Pfahl-Ramme verhallten. Noch ein paar Schaufeln Erde, noch ein paar energische Tritte mit den Arbeitsschuhen, um den Boden über den Wurzeln zu verfestigen. Dann war es geschafft:
Unsere beiden ersten Flächen, rechts und links der Oebisfelder Straße, sind bepflanzt!

Keine Pflanzparty, nur Arbeitseinsatz, aber dazu waren neben dem Kernteam rund 30 Helfer erschienen: Kinder sowie Frauen und Männer von 18 bis fast 80 halfen mit. Das stolze Ergebnis: 58 Obstbäume sowie 800 weitere standortheimische und ALB-resistente Bäume, außerdem Dutzende Sträucher haben nun ihre Wurzeln in Magdeburger Erde. Samstag, 14. November – das vorläufige Ende eines Marathon-Laufes.

Aber von Anfang an.

Die ersten Probleme zeigten sich nach der Planierung der Nordfläche. Dabei tauchte am Ende plötzlich eine alte Straße unter dem Untergrund auf: Über 200 Quadratmeter Asphalt und Schotter – zum Pflanzen von Bäumen schlicht untauglich. Die Raupe zog zog eine dünne Erddecke wieder drüber, so dass wir wenigstens eine Bienenweide anlegen können.
Damit war aber zunächst unklar, ob für die Raupe auch noch Zeit sein würde, auch die Südfläche zu bearbeiten, aber Firma Schottstädt und der Raupenfahrer meisterten das.

Die alte Straße war beim Bau der Oebisfelder Brücke Ende der 90er Jahre nicht zurückgebaut, sondern einfach mit Boden abgedeckt worden, aus naturschutzfachlicher Sicht ein höchst zweifelhaftes Vorgehen. Der Ordnung halber haben wir die Stadt noch informiert …

Die am 7. November vorgesehene Pflanzparty war wegen Corona bereits abgesagt. Da traf uns die Nachricht von der Baumschule auch nicht mehr so hart, wie es sonst der Fall gewesen wäre: Wegen der in diesem Jahr sehr langen Vegetationsphase wäre es nicht vernünftig gewesen, die Bäume pünktlich zum 7. November anzuliefern. Wir stimmten zu …

… und nutzten die Zeit an jenem Samstag, um schon mal die Pflanzlöcher zu graben. Auf der Nordfläche ackerte schon früh ein Minibagger, auf dem Erdwall stemmten sich zwei Helfer gegen die Kraft eines Erdbohrers, auf der Südfläche wurden Abstände gemessen, Spaten drangen in die Erde.

Für die Obstbäume auf der Nordfläche schickte die Rothenseer Firma Storck Umweltdienste GmbH uns am Samstagmorgen ganz unbürokratisch einen Minibagger mit Fahrer vorbei – ein ganz herzliches Dankeschön! 
Zum Glück war in den letzten Tagen der zuvor sehr schlammige Boden wieder soweit getrocknet, dass der Bagger die Fläche gut befahren konnte: Er hob 46 Löcher für die Obstbäume auf der Südfläche aus, dazu ein paar Dutzend Löcher auf dem Erdwall für weitere Bäume – die Stellen hatten wir zuvor genau ausgemessen und markiert.

Die Buddel-Aktion wie auch die Pflanzung in der Woche darauf – ein Arbeitseinsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, vorher abgesprochen mit dem Sozialministerium, und alle Beteiligten mussten dem Konzept zustimmen: Teams aus jeweils nur zwei Leuten arbeiteten zusammen, Ausnahme nur, wenn mehrere aus einem Haushalt kamen. Alle trugen Maske, jeder ein Schildchen mit der Team-Nummer, natürlich gab es die obligatorischen Anwesenheitslisten.

Am 14. November dann die Pflanzaktion – nach eingeübten Hygiene-Regeln. Masken, das Eintragen in die Listen – alles schon selbstverständlich, gar nicht schlimm. Hart war etwas anderes: der Boden. Auf den Wällen ringsum hatte der Bagger große Löcher gegraben, in die kleine Bäumchen und Büsche gesetzt wurden – dann war die Aufgabe, die Löcher wieder zu schließen. Schwierig!
Die Obstbaum-Teams hatten nicht weniger zu schuften: Die Pfähle, an die die Bäume demnächst angebunden werden, damit sie dem Wind standhalten, mussten in den Boden. Mit einer Ramme. Man muss sich das wie eine dicke Metallhülse zwischen zwei Griffen vorstellen: Die Hülse wird über den Pfahl gestülpt, hochgehoben – und dann mit „Wumms“ auf den Pfahl geschlagen. Das kostet Kraft!
Ehrlich gesagt: Wir hatten gedacht, nachdem die Buddel-Aktion der Vorwoche nach gut vier Stunden beendet war, wären wir nun noch schneller. Nun ja, eben falsch gedacht. Aber:  Wir haben es geschafft, am Ende des Tages war alles bepflanzt.

Abschließend nun noch ein großes Dankeschön an Magdeburgs Eigenbetrieb Stadtgärten und Friedhöfe: Die schickten am Dienstag einen Mann mit Wasserwagen, der die Pflanzen enschlämmte. Denn das Wetter hatte uns im Stick gelassen – der angekündigte Regen kam nicht. Darauf hatten wir uns nicht verlassen, aber auch die Freiwillige Feuerwehr, die uns gern geholfen hätte, kam nicht – sie durfte nicht. Das Katastrophenschutzamt hat bis auf Weiteres alle Einsätze, die nicht einer direkten Notlage geschuldet sind, wegen Corona-Gefahr untersagt.

Trotz allem: Unsere ersten Flächen stehen! Und wir sind glücklich …
Danke an alle Helfer, an alle Spender – besonders an Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme in Prester, der uns nicht nur fachkundig beraten hat, sondern den ganzen Tag unermüdlich mit voller Kraft im Einsatz war.

Hier macht die Raupe unsere erste Fläche klar​

von Hendrik Broxtermann
30. Oktober 2020

Hartwig (r.) vom Kernteam "Otto pflanzt" erklärt dem Raupenfahrer den Einsatz

Sie dröhnte und rappelte, schnaufte und quietschte – aber sie ließ sich nicht stoppen. Um kurz nach halb acht begann die Caterpillar D5M am Donnerstag ihr Werk auf der nördlichen Fläche an der Oebisfelder Straße. Einsatz für „Otto pflanzt“!

Der Auftrag: Das Gelände modellieren. Die obere Schicht des Bodens musste abgetragen werden – in einer Höhe von 20 Zentimetern. Und das auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Wer gut im Kopfrechnen ist, sieht: Da kommt was zusammen – nämlich so um die 800 Kubikmeter Erde – nass, klebrig, voller Wurzeln.

Unermüdlich schob das 16 Tonnen schwere Kettenfahrzeug Scholle um Scholle über das Feld, türmte sie zu Erdwällen auf. Stunde um Stunde quietschte sie lauter – aber hielt durch. Und auch der Fahrer, den Firma Schottstädt & Partner auf die Raupe gesetzt hatte, hielt durch: den ganzen Donnerstag und auch am Freitag bis in den Nachmittag, als er eigentlich schon Feierabend gehabt hätte. Nebenbei: Es soll keiner denken, dass die Raupe von Spendengeldern bezahlt würde – die kompletten Arbeitseinsatz hat die Firma uns gespendet.

Aber warum dieser Einsatz? Neben den hochstämmigen Apfel- und Birnenbäumen, die hier gepflanzt werden sollen, entsteht hier eine Bienenweide. Das bedeutet: eine Wiese mit vielen kleinen bunten Blühpflanzen. Für Letztere war der Boden zu „fett“ – zu viele Nährstoffe, die nur der Konkurrenz geholfen hätten. Blumenwiese braucht mageren Boden. Die Raupe trug die „Fettschicht“ ab und modellierte daraus Wälle.

„Das sieht alles prima aus!“ freute sich unser Pflanzen-Fachmann Uwe vom Pflanzenhof Beyme in Pechau, der auch die Auswahl der Bäume traf, die Pflanzung betreut und für uns ehrenamtlich tätig ist. (Dafür auch an dieser Stelle ein ganz, ganz dickes Dankeschön!) „Die Wälle werden wir mit Sträuchern bepflanzen. Das schützt nicht nur die Bäume, sondern auch die Bienenweide – Insekten haben es nicht gern windig.“

Als Nächstes wird ein Mini-Bagger die Löcher für die Pflanzung der Obstbäume buddeln. Denn der Boden, der nun freigelegt wurde, ist lehmig und so fest, dass wir das mit dem Spaten nicht schaffen würden.

Ergebnis nach den ersten vier Stunden: Ein großer Teil der Nordfläche ist bereits abgeschoben

Die Grenzen einer Planierraupe

von Hendrik Broxtermann
28. Oktober 2020

Manchmal gibt es Probleme, auf die kommt man als Normalmensch im Leben nicht …
Bäume pflanzen ist einfach: Loch in die Erde, Baum rein, Erde andrücken – fertig? Nee, unsere beiden Pflanz-Flächen an der Oebisfelder Straße müssen schon vorbereitet werden.

Die nördliche Fläche: Hier entsteht eine Streuobstwiese über einer Bienenweide. Doch der Boden hat sehr viele Nährstoffe. Gut für Bäume, schlecht für die Bienenweide. Denn die kleinen Blühpflanzen werden auf nährstoffreicher Erde schnell von Gras und Brennesseln überwuchert, abgeschattet und sterben dann. Deshalb sollen die fetten oberen 20 Zentimeter des Bodens „abgeschoben“ werden. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird deshalb eine Raupe die obere Bodenschicht an die Ränder der Fläche schieben und einen Wall auftürmen, der mit Bäumen bepflanzt wird.Dickes Dankeschön bei dieser Gelegenheit an die Rothenseer Firma Schottstädt und Partner, die uns dabei mit dem nötigen schweren Gerät unterstützt – und deren Fahrer für „Otto pflanzt“ keine Überstunden scheut.

Auf der südlichen Fläche, wo kleine standortheimische Bäume gepflanzt werden, sollte ein „Weg“ in die Fläche geschoben werden, auf der die Bienenweide gesät wird. Es könnte also die Raupe doch einfach die paar Quadratmeter auf der südlichen Fläche gleich mit bearbeiten. Dachten wir.
Falsch gedacht.
Denn: Die Raupe kommt nicht über die Oebisfelder Straße!

Die Raupe ist ein Kettenfahrzeug. Ihre Ketten zerstören Asphalt und Bordsteine. Deshalb darf sie auf Straßen nicht fahren. Zur Fläche wird sie per Tieflader gebracht. Der kostet viel Geld. Um auf die zweite Fläche zu kommen, müsste die Raupe ein zweites Mal per Tieflader transportiert werden. Zu teuer. Schottstädt hat zwar auch eine Raupe mit Gummi-Ketten, die dürfte die Straße queren. Nur: Die ist zu klein, für die nördliche Fläche würde sie ewig brauchen. Scheidet also auch aus.

Letzte Idee: Die Südfläche übernimmt ein mobiler Bagger. Der fährt vom Firmenhof zur Fläche und schiebt den Weg ab. Der Bagger kam, sah und – blieb fast stecken. Trotz seiner extra breiten Räder; er wiegt ja auch satte 18 Tonnen. Und es hatte viel geregnet, die Erde war weich wie Quark.

Mission impossible. Und was nun?
Der Weg wird vorerst nicht abgeschoben, aber der Bereich von Bäumen freigehalten. Vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit, bei festerem Boden, oder wir verteilen Sand auf der Fläche, um der Bienenweide den Boden ein wenig „abzumagern“.

Es bleibt spannend!

Es geht voran!

von Felix Bosdorf
09. Oktober 2020

 „Einheitsrupfen“ am 03. Oktober 2020

Wie in den letzten Beiträgen berichtet, werden wir die ersten beiden Pflanz-Flächen rechts und links der Oebisfelder Straße, Stadtteil Rothensee, im November bepflanzen. Wir haben dazu jetzt den Gestattungsvertrag mit der Landeshauptstadt Magdeburg abgeschlossen. Damit kann es jetzt auch offiziell losgehen!

Mit über 20 Mitglieder von „Otto pflanzt“ – am Tag der deutschen Einheit aktiv!

 Unserer „Einheitsrupfen war ein voller Erfolg! Wir haben als Vorbereitungsmaßnahme für die Pflanzung in der Obisfelder Str. die kleinere Fläche von Strünken / Wurzeln der Alt-Pflanzen, welche untergepflügt wurden, befreit und diese zu einer Totholz-Hecke aufgestapelt. Damit haben wir nun einen Lebensraum für Kleintiere geschaffen. Die Hecke türmte sich zum Ende unserer Aktion auf einer Länge von über 10 Metern und einer Höhe von über einem Meter. 

Wir kommen zur ersten großen  Pflanzung!

Damit sind wir – nach vielen Stunden der Vorbereitung – jetzt für die Pflanzung bereit!

Am 07. November oder am 14. November 2020 – je nach Wetterlage – werden wir ab 10:00 Uhr die beiden Flächen links und rechts der Oebisfelder Str. bepflanzen.
Auf der größeren Fläche wird eine Streuobstwiese mit 59 Obstbäumen – vorwiegend Apfelbäumen entstehen.
Auf der kleineren Fläche werden wir über 800 
andere junge, standortheimische Bäume pflanzen. 

Dazu brauchen wir deine Hilfe! Komm vorbei und hilf bei der Pflanzung, damit wir Magdeburg gemeinsam wieder grüner machen mit!

Mitbringen:

– Arbeitshandschuhe
– Arbeitsschuhe
etwas zu essen, Getränke werden wir organisieren 
– hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Einheitsrupfen am 03.10

von Steffen Tilsch
24. September 2020

Hallo liebe Baumfreund*innen,

beim Begehen unserer ersten Fläche an der Oebisfelder Straße haben wir festgestellt, dass die Strünke/Wurzeln der Alt-Pflanzen untergepflügt wurden. Diese werden – sobald es wieder feuchter wird – austreiben und die Neupflanzungen (und vor allem die Bienenweide) in Bedrängnis bringen.

Wir rufen aus diesem Grund zum „Einheitsrumpfen“ auf.

Treffpunkt:

Mitbringen:

  • Arbeitshandschuhe
  • Arbeitsschuhe
  • etwas zu essen und zu trinken
  • hilfreich wären auch Schubkarren und Spaten

Wir freuen uns auf euch!

Unsere ersten Flächen + Spendenaktion läuft super

von Steffen Tilsch
21. August 2020

Hallo liebe Baumfreunde*innen,

Vielen lieben Dank für eure Spenden! Am Mittwoch haben wir die magische 5000 € Marke bei Startnext überschritten und können damit in die nächste Phase übergehen.

Wie schon angedeutet und bei der Volksstimme beschrieben, werden unsere ersten beiden Flächen in Rothensee bepflanzt. Diese befinden sich an der Ecke Oebisfelder Straße gleich neben dem Neustädter See. Auf beiden Flächen wurde mehrfach der Asiatische Laubholzbockkäfer ALB gefunden, was den Bereich nun zum Quarantänegebiet macht und wodurch ein Großteil der Bäume gefällt werden musste.

Oebisfelder Straße in Magdeburg Rothensee Vielen Dank an openeyesmedia für das tolle Foto!

In Absprache mit dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg SFM und dem Umweltamt ist das folgende Konzept entstanden. Alle ausgesuchten Baumarten gehören nicht zu den Wirtsbäumen des ALB und können so bedenkenlos auch in diesem sensiblen Gebiet gepflanzt werden.

Die Größere der beiden wird im Innenbereich zur Streuobstwiese. Zirka 50 Obstbäume werden über die nächsten Jahre diese alte und extrem artenreiche Kulturlandschaft wieder zum Leben erwecken. Zwischen und unter den Bäumen wird unser Partner Bienenweide e.V. eine wunderschöne und wertvolle Blühwiese entstehen lassen. Somit entsteht ein sehr wertvoller Lebensraum für viele Insekten und Tiere.

In den Randbereichen werden wir Sträucher und Gehölze pflanzen – hier können sich kleine Nager verstecken und Insekten Unterschlupf finden.

Da eine Streuobstwiese einer gewissen Pflege bedarf (beschneiden, jährliches Mähen der Blühwiese) müssen an dieser Stelle Hochstämme gewählt werden – welche entgegen unserem ursprünglichen Konzept deutlich mehr kosten (30-45€) – da die Abstände zwischen den Bäumen aber viel größer sind fällt das nicht so ins Gewicht.

Auf der kleineren Fläche werden wir – wie ursprünglich geplant – viele kleine Setzlinge (2-3 Jährig) verschiedener Arten pflanzen. Diese sind günstiger – allerdings muss über die Jahre bei dieser Art der Pflanzung mit bis zu 30 Prozent Ausfall gerechnet werden. Später kann es dazu kommen, dass für eine bessere Nährstoffversorgung einzelne Bäume entfernt werden müssen, dies wird fachlich als „Durchforsten“ bezeichnet und liegt in der Natur der Pflanzart.

Damit – vor allem in den ersten Jahren – die neue Pflanzung nicht durch Wild beschädigt wird, werden beide Flachen mit einem Wildschutzzaun versehen – dieser wird freundlicherweise durch den SFM finanziert und aufgestellt (DANKE!).

Damit auch die Anwohner*innen in Rothensee die Streuobstwiese nutzen können wird es einen öffentlichen Zugang geben – wer weiß – vielleicht gibt es in ein paar Jahren Rotheseeer Apfelkuchen oder Apfelsaft?

In den nächsten Wochen wird die Fläche durch den SFM vorbereitet (Stubben werden gefräst, Mutterboden umverteilt), damit die Grundlage für die Pflanzungen im November gegeben ist.

Jetzt zum wichtigsten Punkt – der Pflege: Die Pflege wird für die nächsten Jahre Otto pflanzt! übernehmen. Später übernimmt die Obhut über die Pflanzungen wieder die Stadt. Die Kosten für den fachgerechten Baumschnitt, Gießen und Nachpflanzungen sind einkalkuliert und Teil des Konzepts. Dennoch bitten wir hier um die Mithilfe von Magdeburger Firmen und Vereinen.

Es wird also alles daran gesetzt, dass die Bäume und Sträucher nicht verdorren und sich ein nachhaltiges Ökosystem entwickelt von dem viele Generationen zehren können.

Wir hoffen auf viele weitere Flächen in und um Magdeburg. Bitte spendet weiter so fleißig und werbt für ein grünes Magdeburg.

Euer Otto pflanzt – Team

Die letzen Monate: Es geht los!

von Steffen Tilsch
24. Juli 2020

Hallo Leute, 
in den letzten Monaten war es etwas ruhiger um Otto pflanzt! geworden – das lag zum Einen an Corona, zum Anderen an einigen wichtigen Umwälzungen im Projekt.
Aber der Reihe nach:

Im April erreichte uns die Aufforderung des Landesverbandes des BUND e.V, dass wir sämtliche Logos und auch das Spendenkonto von der Website entfernen sollen. 
Unsere Verwunderung war gewaltig, zumal die ersten Spenden gerade eingetroffen waren. Nach einem Treffen mit dem Kreisverband (und leider keinerlei Rückmeldung vom Landesverband) mussten wir uns also auf die Suche nach einem neuen Spendenkonto machen. 
Es gab die Idee, einen eigenen Verein zu gründen, welche aber aufgrund Corona, der Laufzeit und Komplexität einer solchen Gründung abgewählt wurde.

Glücklicherweise suchte der Verein Klimabonus e.V. in diesem Zeitraum gerade nach einen Projekt im Raum Magdeburg, über welches CO2 gebunden werden kann. Nach einige Gesprächen haben wir uns auf eine Partnerschaft geeinigt, die für beide Seiten eine win-win-Situation darstellt. Klimabonus e.V. hat einen lokalen Partner, der sich um das Pflanzen von Bäumen und damit das Binden von CO2 kümmert, und Otto pflanzt! kann die vorhandene Vereinsstruktur (Spendenkonto, Spendenquittungen,..) von Klimabonus e.V. nutzen. So bleibt Otto pflanzt! eine Bürgerinitiative ohne den Overhead einer Vereinsstruktur. Die bisher auf das Konto des BUND eingegangenen Spenden werden nach Zustimmung durch die Spender an das Klimabonus e.V. Konto überwiesen.
Mit der Kreisgruppe des BUND e.V. werden wir trotzdem weiterhin freundschaftlich zusammenarbeiten – viele Mitglieder von Otto pflanzt! sind ja auch im BUND organisiert.

Mitte Juli hatten wir dann unser Treffen mit dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bezüglich zweier Flächen an der Oebisfelder Brücke. Geplant ist, dort eine Streuobstwiese zu bepflanzen. Da unter den Obstbäumen viel Platz für eine Blühwiese ist, arbeiten wir mit Bienenweide e.V. zusammen, um dort einen vielfältigen Lebensraum zu schaffen – damit wird sich ein weiterer Blogartikel noch genauer befassen.

Um die Pflanzung zu finanzieren, ist unsere Spendenkampange auf Startnext online gegangen. Dort könnt ihr auch unser Video ansehen, welches während der Corona Zeit unter freundlicher Mithilfe von Matthias Piekacz entstanden ist.
Parallel arbeiten wir mit Hochdruck an unserer neuen Webseite, um das Projekt noch besser zu präsentieren.

Alles in allem steht Otto pflanzt! mit einem größerem Team nun wieder fest im Ring und freut sich auf die kommenden Pflanzungen im Oktober/November.

PS: Spenden nicht vergessen – via Startnext oder größere Spenden auch gerne direkt auf unser Konto.

Treffen mit dem Landesforst

von Steffen Tilsch
24. Januar 2020

Am 14.01 haben wir uns mit dem Leiter des Landesforstes Sachsen Anhalt Nord – Herr Kriebel – in Mahlpfuhl bei Tangerhütte getroffen.

Unsere Ideen wurden begeistert aufgenommen. Es wurde über mögliche Flächen rund um Magdeburg gesprochen.
Auch die sich langsam durch den Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus ausdünnenden Eschenbestände im Naturschutzgebiet Kreutzhorst (gehört zu MD) wurden als mögliche Maßnahme vorgeschlagen.

Herr Kriebel diskutiert die Vorschläge mit der Geschäftsleitung.

Spenden Zwischenstand und weiterer Plan

von Steffen Tilsch
21. Januar 2020

Spenden

Bis jetzt (21.02.2020) haben uns 10 Spendern*innen zusammen 534€ Spenden zukommen lassen. Ein RIESEN Dankeschön an jeden Einzelnen!

Weiterer Plan

Wir bearbeiten viele Themen parallel um Otto pflanzt! schnell zum Erfolg zu führen und im November möglichst viele Bäume pflanzen zu können.

So sind wir gerade mit der Ottostadt und den Forstämtern auf der Suche nach passenden Flächen.

Parallel arbeiten die Damen von pastellstudio.de an der Fertigstellung des neuen Webseitendesigns – und das auch noch kostenlos! Vielen Dank!

Um das Spenden bequemer zu machen binden wir außerdemstartnext.com als Croudfundingplattform ein.

Sobald die beiden letztgenannten Punkte fertig sind werden wir stärker in die Öffentlichkeit treten (Plakate, Kooperationen mit Firmen, Zeitungsartikel).

Für all diese Aufgaben benötigen wir dringend deine Unterstützung! Du hast Lust dazu? Dann melde dich bei uns!

Zweites Treffen mit Vertretern der Stadt

von Steffen Tilsch
21. Januar 2020

 

Am 18.02 haben wir uns wieder mit Vertretern der Stadt getroffen. Wir haben über die Flächenvorschläge vom letzten Treffen und Weitere in und um Magdeburg geredet.

Eventuell gibt es die Möglichkeit eine Fläche mit ca. 8000qm in Rothensee zu bepflanzen. Frau Andruscheck (Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg Betriebsleiterin) befindet sich diesbezüglich der der Prüfung.

Drei weitere kommunale Flächen könnten sich ebenfalls eigenen und werden durch uns weiter geprüft. Dazu zählen Flächen der deutschen Bahn und weitere am Salbker See sowie an der Elbe auf Höhe des Wasserzugangs zum Wissenschaftshafen.

Otto pflanzt! beim Neujahrsempfang der Grünen

von Steffen Tilsch
14. Januar 2020

Am Montag haben wir (Dana, Felix & Steffen) uns in den Neujahrsempfang der Grünen geschmuggelt. Wir haben viel Networking betrieben und unser Projekt gekannt gemacht. Da auch andere Parteien eingeladen waren, haben wir die Chance an Zopf gegriffen um auch mit Vertretern der CDU und SPD gesprochen.

Uns wurde breitflächig Zusammenarbeit, gerade hinsichtlich evtl. benötigten Anträgen im Stadtrat, zugesagt.

Erstes Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung

von Steffen Tilsch
01. Januar 2020

Am 19.12 fand ein Gespräch mit Herr Dr. Scheidemann (Beigeordneter Dezernat VI Dezernat für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr), Frau Andruscheck (Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg Betriebsleiterin) und einer Vertreterin des Stadtplanungsamtes statt.
Geplant war unser Anliegen grundsätzlich darzustellen und über geeignete Flächen zu reden.

Das Gespräch lief sehr nett und in lockerer Atmosphäre ab. Insgesamt konnte man uns auf die Schnelle aber keine passenden Flächen zuweisen (was auch zu erwarten war). Die Stadt kommt wohl schon mit Ausgleichsflächen für (Industrie-)Versiegelungen nicht hinterher. Es gibt eine Reihe von Ideen welche durch die beiden Damen und ihre Ämter weiter geprüft werden sollen (ehemaliges 50Hz Gelände, Gelände zwischen Karl-Miller-Bad und Müllkippe, Flächen zwischen Flughafen und Elbe, und weitere). Flächen entlang der Elbe und im Stadtpark sind entweder wegen Hochwasserschutz oder Denkmalschutz schwierig. Weitere Angriffspunkte wären Naturschutzflächen und entlang der Autobahnen. Wir haben ein weiteres Treffen Anfang Februar vereinbart (Termin steht noch nicht fest).