Manchmal gibt es Probleme, auf die kommt man als Normalmensch im Leben nicht …
Bäume pflanzen ist einfach: Loch in die Erde, Baum rein, Erde andrücken – fertig? Nee, unsere beiden Pflanz-Flächen an der Oebisfelder Straße müssen schon vorbereitet werden.

Die nördliche Fläche: Hier entsteht eine Streuobstwiese über einer Bienenweide. Doch der Boden hat sehr viele Nährstoffe. Gut für Bäume, schlecht für die Bienenweide. Denn die kleinen Blühpflanzen werden auf nährstoffreicher Erde schnell von Gras und Brennesseln überwuchert, abgeschattet und sterben dann. Deshalb sollen die fetten oberen 20 Zentimeter des Bodens „abgeschoben“ werden. Am Donnerstag, 29. Oktober, wird deshalb eine Raupe die obere Bodenschicht an die Ränder der Fläche schieben und einen Wall auftürmen, der mit Bäumen bepflanzt wird.Dickes Dankeschön bei dieser Gelegenheit an die Rothenseer Firma Schottstädt und Partner, die uns dabei mit dem nötigen schweren Gerät unterstützt – und deren Fahrer für „Otto pflanzt“ keine Überstunden scheut.

Auf der südlichen Fläche, wo kleine standortheimische Bäume gepflanzt werden, sollte ein „Weg“ in die Fläche geschoben werden, auf der die Bienenweide gesät wird. Es könnte also die Raupe doch einfach die paar Quadratmeter auf der südlichen Fläche gleich mit bearbeiten. Dachten wir.
Falsch gedacht.
Denn: Die Raupe kommt nicht über die Oebisfelder Straße!

Die Raupe ist ein Kettenfahrzeug. Ihre Ketten zerstören Asphalt und Bordsteine. Deshalb darf sie auf Straßen nicht fahren. Zur Fläche wird sie per Tieflader gebracht. Der kostet viel Geld. Um auf die zweite Fläche zu kommen, müsste die Raupe ein zweites Mal per Tieflader transportiert werden. Zu teuer. Schottstädt hat zwar auch eine Raupe mit Gummi-Ketten, die dürfte die Straße queren. Nur: Die ist zu klein, für die nördliche Fläche würde sie ewig brauchen. Scheidet also auch aus.

Letzte Idee: Die Südfläche übernimmt ein mobiler Bagger. Der fährt vom Firmenhof zur Fläche und schiebt den Weg ab. Der Bagger kam, sah und – blieb fast stecken. Trotz seiner extra breiten Räder; er wiegt ja auch satte 18 Tonnen. Und es hatte viel geregnet, die Erde war weich wie Quark.

Mission impossible. Und was nun?
Der Weg wird vorerst nicht abgeschoben, aber der Bereich von Bäumen freigehalten. Vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit, bei festerem Boden, oder wir verteilen Sand auf der Fläche, um der Bienenweide den Boden ein wenig „abzumagern“.

Es bleibt spannend!