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Pünktlich zum Tag des Baumes!
Otto pflanzt!   als e. V. anerkannt

Sonntag, 25. April 2021 – ein Tag, an dem wir doppelt feiern!

Heute ist Tag des Baumes: Der Tag, an dem weltweit Bäume gepflanzt werden, um daran zu erinnern, wie wichtig Wälder für die Menschen sind.

Zugleich dürfen wir uns heute auch ein wenig selbst feiern: Aus der Bürgerinitiative Otto pflanzt!  ist der Verein Otto pflanzt! e. V. geworden! Wir sind beim Registergericht Stendal eingetragen und vom Finanzamt Magdeburg als gemeinnützig anerkannt worden.

Klingt nach ziemlich viel Bürokratie – und das war es auch. Ein Verein braucht eine Satzung und einen Vorstand, er muss jährliche Bilanzen erstellen, Mitglieder- und Vorstandssitzungen durchführen und über alle Beschlüsse müssen Protokolle angefertigt werden. Gemeinnützige Vereine müssen zudem nachweisen, dass sie dem Gemeinwohl dienen und nicht aus kommerziellen Gründen existieren. Die finanziellen Mittel – also Spenden und Vereinsbeiträge – dürfen nur entsprechend der Satzung, die diese Gemeinnützigkeit beschreibt, verwendet werden. Das muss vom Finanzamt bestätigt werden. Pünktlich zum „Tag des Baumes“ schickte uns das Magdeburger Finanzamt jetzt den „Freistellungsbescheid“.

Warum dieser ganze Aufwand, wenn es doch nur darum geht, ganz, ganz viele Bäume zu pflanzen? Der wichtigste Vorteil einer Anerkennung als gemeinnütziger Verein ist: Er kann Spendenquittungen ausstellen, die der Spender oder die Spenderin von der Steuer absetzen kann. Bis zu einer Höhe von 200 Euro pro Spende „glaubt“ das Finanzamt dem Spender aufgrund des Kontoauszugs. Ab 200 Euro verlangt es eine „Zuwendungsbestätigung“ (so heißt die Spendenquittung im Amtsdeutsch). Und steuerlich abzugsfähig ist sie nur, wenn sie von einem anerkannt gemeinnützigen Verein kommt. Das ist insbesondere Firmen wichtig, die an Vereine spenden möchten.Otto pflanzt!  kann und darf jetzt selbst Zuwendungsbestätigungen ausstellen.

Wie war das denn bislang? Schließlich haben wir bereits mehrere Pflanzungen mit dem Geld unserer lieben Spenderinnen und Spender bestreiten können.

Bislang brauchten wir dafür stets eine Hilfestellung, einen Partner-Verein. Ganz zu Anfang war das der BUND e. V., seit April 2020 dann der Klimabonus e. V. Er hat für uns die Spenden entgegengenommen, abgerechnet, Quittungen geschrieben. Otto pflanzt!  hat sich im Gegenzug verpflichtet, im Sinne der Satzung des Partnervereins zu handeln. Das war rechtlich in Ordnung, das hat funktioniert, aber das war auch oft ein wenig anstrengend. Deshalb machen wir jetzt „unseren eigenen Kram“ – noch eigenverantwortlicher, noch schneller und mit weniger internem Verwaltungsaufwand. Vielen Dank für die Hilfe und die vertrauensvolle Zusammenarbeit an den Klimabonus e.V.

Was ändert sich für unsere Spender und Spenderinnen?

Fast nichts – nur die IBAN des Spendenkontos. Auch per PayPal könnt Ihr spenden. Das Geld kommt direkt an, wir verwenden es weiterhin ausschließlich für unsere Pflanz-Projekte und deren Pflege (Hinweis: PayPal zieht eine kleine Verwaltungsgebühr ab. Bei der direkten Überweisung geht nichts verloren).

Unsere Arbeit dagegen wird ab sofort noch effizienter. Das ist gut, denn wir haben noch viel vor. Immerhin sind wir unserem Ziel, 242.000 Bäume zu pflanzen, bereits ein Stück näher gekommen, etwa 3000 Pflanzen sind bereits in der Erde!

Übrigens: Die Idee, Bäume zu pflanzen, ist schon viele Jahrzehnte alt.

Der Tag des Baumes geht ursprünglich auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahre 1872 zurück. Im 1951 wurde er von den Vereinten Nationen beschlossen und im April 1952 erstmals in Deutschland gefeiert. Damals pflanzte Bundespräsident Theodor Heuss zusammen mit dem Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, einen Ahorn im Bonner Hofgarten.

Ein Jahr später, 1953, schrieb der französische Schriftsteller Jean Giono die Kurzgeschichte „Der Mann, der Bäume pflanzte“ (L’homme qui plantait des arbres). Die Geschichte handelt von einem Hirten, der aus Traurigkeit in der Einsamkeit lebt: Er hat Frau und Sohn verloren und überall in der Gegend sieht er nun die Bäume sterben. So entschließt er sich, über viele Jahre Tausende von Eicheln in die Erde zu setzen, und sei Plan geht auf … 1987 machte der kanadische Regisseur Frédéric Back daraus einen 30-minütigen, märchenhaften Animationsfilm, der sogar einen Oscar gewann: https://www.youtube.com/watch?v=cqoCm_fnoI4

Ein hübscher kleiner Film für den heutigen Tag – und so aktuell wie vor Jahrzenten!